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Schon am Eröffnungstag gab es viel zu Reparieren. Bürgermeister Franz Obesser (weißes Hemd) schaute dabei den Ehrenamtlichen über die Schulter. 

In Indersdorf gibt es jetzt ein Repair-Café

Gegen die Wegwerfgesellschaft

Das erste Repair-Café in Indersdorf hat am vergangenen Samstagnachmittag eröffnet – und: der Ansturm war groß.

Indersdorf – Josef Westermair, der Ideengeber und Ankurbler für diese Einrichtung war, will hier mit fünf Männern im Rentenalter, die alle handwerkliche Erfahrung haben, das Schlagwort „Reparieren statt Wegwerfen“ in die Tat umsetzen. Schon am Eröffnungstag wurden Westermair und dessen Mitstreiter Schorsch Weimer, Willi Harrer, Hans Rumler, Hans Mayr und Martin Schimpf mit defekten Elektrogeräten überhäuft.

Das erste angelieferte Stück war allerdings ein reparaturbedürftiger Beichtstuhl. Da waren die Handwerkskünste des Schreiners Hans Rumler gefragt. Bei mehreren reparaturbedürftigen Haartrocknern zeigten die Elektriker ihr handwerkliches Können. Selbst einen Elektrogrill zu neuem Leben zu erwecken und einen Bügelautomat zur reparieren, war für die ehrenamtlich Tätigen kein Problem.

„Bis jetzt mussten wir keinen heimschicken, der Geräte anlieferte, die nicht zu reparieren waren“, freute sich Schorsch Weimer. Dass er stolz auf seine Mannschaft ist, betonte Josef Westermair in seiner kurzen Eröffnungsansprache, dabei stellte er besonders die Ehrenamtlichkeit der im Repair-Café Beschäftigten heraus. Lob zollte diesem Team auch Bürgermeister Franz Obesser, der Westermair als die Triebfeder dieser Einrichtung bezeichnete. „Das Repair-Café ist auf jeden Fall eine Bereicherung für die Marktgemeinde Indersdorf. So kann man nur hoffen, dass auf diese Weise auch weniger weggeschmissen wird!“

Obesser dankte auch dem Heimatverein, der die Räume fürs Repair-Café zur Verfügung stellte.

Der Heimatverein ist Träger des Repair-Cafés im Augustiner-Chorherren-Museum am Marienplatz und erhält die Spenden, die für schnell und fachmännisch ausgeführte Reparaturen gegeben werden.

Viele Besucher kamen am Eröffnungstag auch, um sich diese Einrichtung mal anzusehen oder den Kaffee und den selbstgebackenen Kuchen von Christine Westermair zu genießen. Der 79-jährige Sepp Asam aus Kleinschwabhausen scherzte mit den Worten: „Ich selbst brauch überholen.“ Einen Arzt oder Apotheker aber gibt es im Repair-Café natürlich nicht. Dennoch hat sich schon am ersten Öffnungstag gezeigt, dass Bedarf an Reparaturen bei Elektrogeräten oder kleineren Möbelstücken da ist und auch Kaffee und Kuchen auf Spendenbasis gerne angenommen werden. JOSEF OSTERMAIR

Das Repair-Café ist jeden letzten Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. So wird am Samstag, 27. Juli, wieder fleißig repariert. Nur in den Monaten August und Dezember ist geschlossen.

ost

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