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Piratin, Wikinger und Drachendompteurin – auf dem Abenteuerspielplatz in Haimhausen können Kinder sein, wer sie wollen. Die detailreichen Bauten regen die Phantasie an – so etwas könnte es in Indersdorf auch geben.

Abenteuer-Spielplatz-Profi im Gemeinderat Indersdorf

Abenteuer- statt McDonald’s-Spielplatz

  • vonChristiane Breitenberger
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Es soll ein Ort für echte Abenteuer werden. Ein Ort, an dem mit ein bisschen Phantasie neue Welten entdeckt werden können. Ein Ort zum Klettern, zum Verstecken. Der Indersdorfer Sparkassenspielplatz wird umgestaltet. Und eines steht jetzt schon fest: Nullachtfünfzehn ist hier nicht. Es wird ein Unikat.

Indersdorf– Es ist der „zentrale Spielplatz der ganzen Marktgemeinde“, wie Bürgermeister Franz Obesser sagt. Und „deshalb soll er auch ein ganz eigenes Gesicht bekommen“. Der Indersdorfer Sparkassen-Spielplatz soll umgestaltet werden (wir haben berichtet). Wie das ganz grob aussehen könnte, stellte der Planer am vergangenen Montagabend in der Hauptausschusssitzung vor.

Der Zweckverband Jugendarbeit hatte bereits vor vier Jahren die Idee, den Spielplatz an der Sparkasse in ein Abenteuerparadies für Kinder umzuwandeln. Seitdem beschäftigt sich die Gemeinde mit dem Thema. Rückmeldungen aus den Jungbürgerversammlungen und Umfragen an der Grundschule wurden gesammelt.

Für die Planung holte der Zweckverband, der den Bau übernimmt, Abenteuer-Spielplatz-Profi Robert Schmidt-Ruiu. Der erklärte in der Sitzung: „Ich mache seit 20 Jahren naturnahe Spielplätze, bin Sozialpädagoge und Schreiner“, er wisse, was beim Spielplatzbau wichtig ist, nämlich: „Fragen wir erstmal die Kinder.“ Kernziel ist es, den Spielplatz attraktiver zu machen, bunter, naturnah, „nicht einfach eine gerade Fläche, auf die man Geräte stellt“. Farbe soll der Platz mit vielen Wildblumen bekommen, der Rest wird mit viel Holz und naturnahen Materialien gestaltet. Ein Höhepunkt soll ein Wasserspiel werden, bei dem die Kinder das Wasser selbst nach oben pumpen können. Die Seilbahn wird erhalten, es entstehen Plateaus und viele Sitzmöglichkeiten. „Zudem wollen wir den Spielplatz, wo es eben geht, inklusiv gestalten“, erklärt Schmidt-Ruiu.

Zudem soll es ganz viele Möglichkeiten zum Klettern und Verstecken geben, das „haben sich die Kinder immer und immer wieder gewünscht“, weiß Jugendarbeiter Sebastian Jaeger. Er freut sich besonders auf das Projekt, denn: Es soll ein Mitmachprojekt für alle werden.

„Nicht nur Kinder, Jugendliche und deren Eltern sind willkommen, mitzumachen, wir wollen auch unsere rüstigen Senioren“, betonte Jaeger und schob nach: „Wer mich vom Glonntalfestival kennt, weiß, Mitmachen ist mir wichtig. Wenn viele anpacken, kann etwas Großartiges entstehen!“ Wie der Platz im Detail aussehen kann, soll zusammen erarbeitet werden, „zum Beispiel in einem Workshop. Da könnte man dem Spielplatz auch ein Motto geben“, sagte Jaeger.

Losgehen könnte es mit dem Bau im Herbst, 50 000 Euro hat die Gemeinde im Haushalt für Spielplätze heuer eingestellt, so Franz Obesser. Die Ausschussmitglieder zeigten sich begeistert von dem Projekt. „Ich finde es super, dass man wegkommt von den McDonald’s-Spielplätzen“, sagte zum Beispiel Florian Conrad (UWD). Wer sich Indersdorfs Gemeindespielplätze mal angeschaut hat, weiß, was er meint. Spielgeräte in leuchtend rot und gelb, alle einheitlich, alles Standard-Katalogware. Doch das wird es künftig auf dem Sparkassenspielplatz nicht mehr geben.

Mitmacher gesucht

Wer sich beteiligen möchte, soll ich bei Sebastian Jaeger unter Telefon 081 33/60 75 und Mail sebastian.jaeger@zweckverband-jugendarbeit.de melden.

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