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Das Auto wurde mehrere hundert Meter von der S-Bahn mitgeschleift.

S2 in Richtung Altomünster gesperrt

Tödlicher Unfall an Bahnübergang: Auto fährt in S-Bahn - und wird mehr als hundert Meter mitgeschleift

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An einem beschrankten Bahnübergang in Karpfhofen ist am Montagmorgen ein Autofahrer in eine S-Bahn gefahren. Der Autofahrer verstarb noch an der Unfallstelle.

Update, 17.01 Uhr: Der 88-jähriger Autofahrer hatte keine Chance: Der Mann war gestern Vormittag gegen 9.15 Uhr mit seinem Audi A4 auf der Staatsstraße 2054 in Richtung Indersdorf unterwegs. Am Bahnübergang auf Höhe Untermoosmühle in Karpfhofen war die halbseitige Schranke geschlossen und die Ampel zeigte rot, so die Polizei. Trotzdem fuhr der Rentner laut Zeugenaussagen an der Schranke vorbei auf den Bahnübergang. Dort erfasste ihn eine S-Bahn an der Fahrerseite. Der Zug, der in Richtung Dachau fuhr, war 80 Stundenkilometer schnell, der Lokführer konnte den Zusammenstoß nicht verhindern. Der Rentner starb an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen.

„Nach der Kollision hat die S-Bahn das Auto mitgeschleppt“, so Polizeioberkommissar Bernd Scharnagl von der PI Dachau, der als Einsatzleiter bei dem Unfall vor Ort war. Erst rund 150 Meter später kamen die Fahrzeuge zum Stehen, das Auto war unter dem Zug. Erst nachdem die S-Bahn zurückgesetzt wurde, konnte das Opfer geborgen werden.

Jetzt kam es am Frankfurter Hauptbahnhof zu einem „massiven“ Großeinsatz der Polizei. Ein Mann stieß ein Kind vor einen einfahrenden ICE, wie tz.de* berichtet.

Indersdorf (Bayern): Auto fährt in S-Bahn - und wird mehr als hundert Meter mitgeschleift

Es war keine leichte Aufgabe für die rund 30 Feuerwehrler aus Indersdorf, Schwabhausen und Röhrmoos. Die Indersdorfer Feuerwehr war die erste Wehr am Unfallort. Kurz zuvor hatten die Ehrenamtlichen noch Drittklässlern noch eine Führung im Gerätehaus gegeben. „Wir haben gerade darüber gesprochen, was passieren würde, wenn es jetzt einen Alarm gäbe“, erinnert sich Thomas Burgmair. Dann mussten die Helfer tatsächlich ausrücken – zu einem Einsatz, den viele so schnell wohl nicht vergessen werden. Denn das Unfallopfer stammt ebenfalls aus der Gemeinde Indersdorf. „Viele von uns kannten den Mann persönlich“, erzählt Burgmair. „Das kommt auf dem Land immer mal wieder vor und ist dann natürlich schon schwer für die Helfer.“ Die Feuerwehrler mussten die Leiche aus dem schwer beschädigten Auto holen und die 28 Reisenden aus dem Zug evakuieren.

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Die Fahrgäste blieben unverletzt, genauso wie der erfahrene Lokführer. „Er wird vom Kriseninterventionsteam betreut, es war nicht sein erster Unfall“, sagt Werner Bögl vom Notfallmanagement der Deutschen Bahn, der mit seiner Kollegin Christiane Fischer sofort an die Unfallstelle geeilt war, um die Bergung des Autos und des Zuges zu koordinieren. Die S-Bahn wird jetzt im Werk in München untersucht und repariert. Das Autowrack wurde von einem Abschleppdienst abtransportiert. Die Straße und der S-Bahnverkehr waren bis kurz nach zwölf Uhr.

Der Zug und der Audi wurden nach dem Unfall schnell freigegeben. „Wir haben keinerlei Ansatzpunkte für Fremdbeteiligung“, sagt Bernd Scharnagl. Trotzdem würden noch weitere Ermittlungen geführt. Auch für die Polizisten war es „kein alltäglicher Einsatz“, so Scharnagl. Als Einsatzleiter bespricht er so einen Fall immer noch einmal mit seinen Kollegen. „Bei Bedarf können sie sich an mich wenden“, sagt er.

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Auch die Feuerwehrler haben sich nach dem Einsatz einmal zusammengesetzt. Dabei war auch Frederic William von der psychosozialen Notfallversorgung von Einsatzkräften vor Ort. „Das ist wichtig, um alles zu verarbeiten“, sagt Kommandant Burgmair. Notfallseelsorger Albert Wenning stand der Familie des Verstorbenen bei.

Zu einem anderen Drama in Niedersachsen kam es, als ein Mann bei einem Selfie mit dem Handy in Braunschweig von einem Zug erfasst wurde, wie nordbuzz.de* berichtet.

Indersdorf (Bayern): Tödlicher Unfall an Bahnübergang - Auto fährt in S-Bahn

Update 10.51 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, ist gegen 9.15 Uhr ein 88 Jahre alter Autofahrer auf der Staatsstraße 2054 in Richtung Markt Indersdorf gefahren. Auf Höhe Untermoosmühle bei Karpfhofen überquerte der Mann laut Mitteilung einen beschrankten Bahnübergang - obwohl sich eine in Richtung Dachau fahrende S-Bahn näherte. S-Bahn und Auto kollidierten, das Auto wurde von der S-Bahn mehrere hundert Meter mitgeschleift. 

Tödlicher Zusammenstoß zwischen S-Bahn und Auto

Der Autofahrer erlitt bei dem Zusammenstoß lebensgefährliche Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. 

Der Wagen wurde bei dem tödlichen Unfall an einem beschrankten Bahnübergang komplett zerstört.

Wie der Autofahrer trotz näherkommender S-Bahn auf die Gleise fahren konnte, ist nach Angaben von Peter Grießer, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, noch unklar. Es gebe verschiedene Möglichkeiten: Der Autofahrer könnte entweder eine Halbschranke umfahren haben, oder er habe die Schranke übersehen beziehungsweise durchbrochen, so Grießer. Auch weitere Möglichkeiten kommen in Frage. Das müsse die Spurensicherung und Zeugenbefragung, die die Polizeibeamten vor Ort durchführen, ergeben.

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Die Bahnstrecke ist derzeit komplett gesperrt. Ein Schienenrsatzverkehr ist eingerichtet. Die Dauer der Sperrung ist nicht absehbar. Auch die Straße ist gesperrt.

In einer S3 bei Olching ist eine Frau auf ihre Zwillingsschwester losgegangen, ein Mann wollte schlichten und wurde selbst zum Opfer.

Bahnübergang: Auto kracht in S-Bahn - Linie S2 in Richtung Altomünster gesperrt

Indersdorf – Wie es zu dem Unfall am Montagmorgen gekommen ist, ist noch unklar, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Ein Autofahrer sei am beschrankten Bahnübergang im Indersdorfer Ortsteil Karpfhofen in eine S-Bahn gefahren.

Der genaue Unfallort.

Auto fährt in S-Bahn: Großaufgebot von Rettungskräften vor Ort

Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei sowie Rettungsdienst sind derzeit vor Ort. Beide Bahnübergänge sind im Moment gesperrt, außerdem ist die Unfallstelle großräumig abgesperrt.

S-Bahn in Richtung Altomünster unterbrochen: Unfall an Bahnübergang

Der Streckenabschnitt Dachau - Erdweg auf der S-Bahnlinie ist ebenso gesperrt. Die S-Bahnen in Richtung Altomünster verkehren bis Dachau und enden dort vorzeitig. Aktuell arbeitet die Bahn daran, schnellstmöglich einen Schienenersatzverkehr einzurichten.

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