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Die Bembegga Musi mit Dirigentin Sigrid Daumiller-Kroll wuchs über sich hinaus.

Neujahrskonzert schon vor dem Jahreswechsel

Bembegga Musi begeistert 456 Zuhörer

Weil es besser in den Terminplan passte, fand das traditionelle Neujahrskonzert der Blaskapelle Langenpettenbach diesmal schon vor dem Jahreswechsel statt.

Indersdorf Das tat der guten Stimmung in der mit 456 Gästen besetzten, brechend vollen Aula des Indersdorfer Gymnasiums keinen Abbruch. Inwieweit man der Aussage von Kapellen-Vorstand Thomas Fischhaber „Wir haben alle Stühle geholt, die Klassenzimmer sind jetzt alle leer“, Glauben schenken darf, bleibt dahingestellt, aber leere Plätze in der Aula gab es tatächlich nicht mehr. Die Aula des GMI ist ein Ausweichort für dieses beliebte Neujahrskonzert, weil die Turnhalle des Schulverbandes wegen Sanierungsarbeiten schon im zweiten Jahr gesperrt ist.

Neu beim Neujahrskonzert war der auf 55 Musiker vergrößerte Klangkörper und die Aufteilung bei den Auftritten in drei Gruppen. Zunächst erlebte man aber den flotten Marsch „Salve Imperator“ von Julius Fucik, bei dem alle 55 Musiker unter der Leitung von Sigrid Daumiller-Kroll zu den Instrumenten griffen. Der Stabwechsel hin zu Julia Karl bedeutete den Auftritt der Bembegga Jungbläser. Mit den Stücken „From now on“ von Benj Pasek & Justin Paul sowie „5E Funk“ von Idar Torskangerpoll war der Weg frei für moderne Musik, bei denen der besondere Applaus Schlagzeuger Manuel Godulla galt. Das begeisterte Publikum ließ sich zum Mitklatschen nicht lange bitten.

Ein Standkonzert ohne Dirigent gaben die fünf jungen Mädchen und drei jungen Burschen, die unter „De junga Bembegga“ firmieren. Dieses Ensemble erfreute mit der Spitzbuam-Polka von Karl Edelmann und dem ebenfalls von Edelmann geschriebenen Blasiweiher-Walzer.

Mit Witz und Humor führte auch heuer der aus Herrsching kommende Robert Brack durchs Programm. Nachdem sich die vielen Jugendlichen verabschiedet hatten, gehörte das Podium der Bembegga Musi ganz allein. So bat Sigrid Daumiller-Kroll zunächst zur Heidrun-Polka von Franz Watz, bevor es mit der „Lustigen Witwe“, einem Operettenmedley von Franz Lehar, zum ersten siebenminütigen musikalischen Höhepunkt kam. Diesem Ohrenschmaus folgten Rendezvous im Herbst, ein Walzer von Timo Dellweg. „Geile Mucke“ nannte sich das nächste Stück von Alexander Pfluger. Wieso diese Polka sich „Geile Mucke“ nennt, konnte allerdings auch der Moderator nicht in Erfahrung bringen.   

Sechs Klarinetten und vier Querflöten entführten mit der Polka „Die Lerchen“ in die Vogelwelt, bevor es mit dem Montana-Marsch in die Sektpause ging. Graf Zeppelin eröffnete mit dem Marsch von Carl Teike den zweiten Konzertteil, bevor Günter Kainz mit einem Trompeten-Solo zum Karneval in Venedig anstimmte. Ein Solist mit Löffeln, nämlich Ludwig Bachl, stand im Mittelpunkt der von Antonin Borovicka komponierten Löffelpolka, und durfte sich des Beifalls der vielen Zuhörer sicher sein. Moderner wurde es mit „Selections from Grease“ von Warren Casey und Tim Jacobs, so dass erneut die volle Bandbreite der Blasmusik auf hohem Niveau präsentiert wurde. Der Marsch „Hoch Heidecksburg“ von Rudolf Herzer sollte eigentlich der Schlusspunkt in diesem gelungenen Konzert sein, doch erst nach mehreren Zugaben durften die Blasinstrumente endgültig abgelegt werden.   

Als besondere Wertschätzung wertete es Kapellen-Chef Fischhaber, dass die beiden Landrats-Stellvertreter Marianne Klaffki und Helmut Zech, Bezirkstagspräsident Sepp Mederer sowie Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser und dessen Hilgertshauser Kollege Markus Hertlein der Bembegga Musi die Ehre gaben.

ost

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