Mehrere Fahrradfahrer
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Bis 2026 soll die Gemeinde Indersdorf eine fahrradfreundliche Kommune werden. (Symbolbild)

Gemeinderat entscheidet

Umweltausschuss begrüßt Antrag der Grünen – Indersdorf soll fahrradfreundlich werden

  • vonChristiane Breitenberger
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Bis 2026 soll die Gemeinde Indersdorf eine fahrradfreundliche Kommune werden. Um das zu erreichen haben die Grünen entsprechende Anträge gestellt.

Indersdorf – Die Gemeinderatsfraktion der Grünen will den Ausbau des Radwegenetzes in Indersdorf voranbringen. Ihr Wunsch und Antrag an die Gemeinde: Indersdorf soll bis 2026 zu einer fahrradfreundlichen Kommune in Bayern werden.

Um das Ziel zu erreichen, haben sie entsprechende Anträge gestellt. Das Anliegen soll aber kein reines Grünen-Thema bleiben. „Wir wünschen uns, dass das Projekt – ähnlich wie die Umgestaltung des Marktplatzes – ein gemeinschaftliches Konzept des gesamten Gemeinderats wird“, sagt Fraktionssprecher Hubertus Schulz.

Der Umweltausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Anliegen der Grünen beschäftigt und diese mehrheitlich für gut befunden. Um das Ziel möglichst schnell zu erreichen, wollen die Grünen, dass die Gemeinde der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ (AGFK) beitritt. Von der AGFK verspricht sich die Fraktion unter anderem Hilfestellung sowie Beratung bei Planungs- und Infrastrukturthemen. Die Kosten belaufen sich auf rund 1500 pro Jahr.

Der Umweltausschuss sprach sich für einen Beitritt zur AGFK aus. Zudem soll ein Radverkehrsbeauftragter – ein Radreferent – für die Gemeinde gestellt werden, so der Beschluss. Die Anträge der Grünen werden in der Gemeinderatssitzung am 11. November behandelt.

Fraktionssprecher Schulz freut sich über das positive Feedback aus dem Umweltausschuss und betont: „Das Fahrrad gehört zu den gesündesten und umweltverträglichsten Verkehrsmitteln. Die Bedeutung und Beliebtheit des Radfahrens ist in den letzten Monaten rasant gewachsen. Damit steigt aber auch die Verantwortung der öffentlichen Mandatsträger, für die Sicherheit der Bürger und vor allem der Schulkinder zu sorgen.“ Mit dem Ausbau des Radwegenetzes würde die Gemeinde außerdem attraktiver für Radtouristen werden, was langfristig auch der regionalen Wirtschaft zu Gute käme.

Die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr verliehen. Sie signalisiere nicht nur eine fahrradfreundliche Atmosphäre, „sondern zeugt zugleich von einer gewissen Lebensqualität vor Ort“, so die Grünen.

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