FOS Indersdorf
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Schulhaus statt Pavillon: Im Klostergarten wird der Neubau für die FOS Indersdorf entstehen (kleine blaue Fläche). Vielleicht kommt noch eine Sporthalle hinzu (große blaue Fläche).

Fachoberschule Indersdorf bald in eigenem Gebäude

Neubau für die FOS Indersdorf

  • Thomas Zimmerly
    VonThomas Zimmerly
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Die FOS in Markt Indersdorf ist unlängst staatlich anerkannt worden. Jetzt kam die nächste gute Nachricht: Sie soll ein eigenes Gebäude bekommen.

Indersdorf – Die Erzbischöfliche Fachoberschule Markt Indersdorf ist schon jetzt ein Erfolgsmodell. Die private Einrichtung, erst im Schuljahr 2016/17 in Betrieb gegangen, hat vor kurzem die staatliche Anerkennung erfahren. Schulleiter Tobias Draxler bekam für seine Arbeit in der jüngsten Sitzung des Schul- und Kreisausschusses von Landrat Stefan Löwl einen Präsentkorb überreicht. Nur kurze Zeit darauf machten die Kreisräte dem Schulleiter ein weiteres Geschenk: Sie machten den Weg frei für einen Schulneubau; möglicherweise samt neuer Sporthalle.

„Was die Herzblut reinstecken, ist fantastisch“, meinte Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser (CSU) in der Sitzung. „Die“, das sind Draxler und sein Kollegium. Gemeinsam haben sie mit ihrem Unterricht dafür gesorgt, dass fast alle Schüler der Abschlussjahrgänge 2018 und 2019 nun die Fachhochschulreife in der Tasche haben.

Fürs Abi mussten sie allerdings in unbequemen Pavillons büffeln. Das soll ihren Nachfolgern in absehbarer Zeit erspart bleiben, meinten jetzt die Ausschussmitglieder und sicherten dem Schulträger, der Erzdiözese München und Freising, einstimmig zu, die Vorfinanzierung der staatlichen Zuschüsse für den Neubau zu übernehmen. Dazu kommt noch die bereits fixierte Beteiligung an den Investitionskosten.

Die Diözese wiederum gab ihren Segen zu dem Projekt in Form der kostenlosen Bereitstellung eines Grundstücks im Klostergarten; gleich neben den ungeliebten Pavillons. Darauf soll nun – wann genau steht noch nicht fest – für knapp fünf Millionen Euro gebaut werden.

Der Staat übernimmt 50 Prozent der Kosten. Den Rest bezahlt der Kreis. Am Ende, so erklärte Albert Herbst, im Landratsamt Dachau zuständig für die Schulen, wird der Kreis wohl gut 2,7 Millionen Euro investieren müssen. Bei seiner Rechnung hatte Herbst schon mal eine „Kostenmehrung von zehn Prozent“ hinzuaddiert.

Die FOS Indersdorf bietet die Ausbildungsrichtungen „Wirtschaft und Verwaltung“ sowie „Sozialwesen“ an und denkt über einen Zweig „Gesundheit“ nach. Zum Unterricht gehört auch das Fach Sport. Den können die Schüler möglicherweise irgendwann in einer Zweifachhalle betreiben. Angedacht ist ein Neubau. Kosten hierfür: gut 4,1 Millionen Euro.

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