Mit fünf Mitstreitern will Josef Westermair (rechts) das Repair-Cafe betreiben. Einer davon ist der Elektroniker Georg Weimer (links). Foto: bb Alle Reparaturen werden kostenlos gemacht – Spenden sind erwünscht

Sechs Experten helfen den Bürgern

Repair-Café öffnet bald seine Pforten

Im Indersdorfer Repair-Café versuchen sechs Männer alles, um Geräte oder Möbel wieder in Schuss zu bringen.

Indersdorf – So manches Gerät oder Möbelstück ist in die Jahre gekommen und funktioniert nicht mehr so richtig oder hat Schäden. Doch zum Wegwerfen sind die Dinge viel zu schade. Deshalb bietet es sich ab 29. Juni an, beim Indersdorfer Repair-Café vorbei zu schauen. Dort werden sechs Männer werden alles daran setzen, die Geräte oder Möbel wieder in Schuss zu bringen. 

Was es schon in ein paar anderen Landkreisgemeinden gibt, nämlich ein Repair-Café, wird es nun auch in Indersdorf geben. Sechs versierte Handwerker und Techniker, die bis auf eine Ausnahme alle schon im Rentenalter sind, haben sich ehrenamtlich bereit erklärt, in dieser Einrichtung, die unter der Trägerschaft des Indersdorfer Heimatvereins steht, mitzuarbeiten.

„Reparieren statt wegwerfen“ lautet also das Motto im Gewölbe des Augustiner-Chorherrnmuseums am Marienplatz. Ideengeber und „Motor“ für das Repair-Café ist der 78-jährige Kfz-Meister Josef Westermair, der auch in den Bereichen Heizung, Sanitär, Lüftung ein Fachmann ist. „So eine Einrichtung auch in meiner Gemeinde zu haben, steckt schon lange in mir“, erklärte er im Gespräch mit den Dachauer Nachrichten. Westermair habe sich den Chef des Deutschen Museums zum Vorbild genommen und sich bei bestehenden Repair-Café im Landkreis umgehört und schließlich Kontakt mit Bürgermeister Franz Obesser aufgenommen. „Der war sofort von meinem Vorhaben begeistert“, so Westermair.

Auch der Chef des Indersdorfer Heimatvereins Anton Wagatha habe sich sofort mit Westermairs Idee anfreunden können. Man einigte sich, dass für das Repair-Café, das jeden letzten Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr öffnet, der Besprechungsraum im Heimatmuseum zur Verfügung steht.

Eröffnet wird am Samstag, 29. Juni. Zum Reparieren statt Wegwerfen wollen neben Westermair noch der Elektroniker Georg Weimer, der Mechaniker Willi Harrer, der Schreiner Hans Rumler und der Maschinenschlosser Hans Mayr die Bevölkerung animieren. Der Jüngste im Bunde ist der Elektriker Martin Schimpf, der noch nicht im Ruhestand ist und in den Diensten des Europäischen Patentamtes steht. Mit diesen sechs Männern soll es möglich sein, Reparaturen an Elektrogeräten, Computern und kleinen Möbelstücken durchzuführen.

Die Hausordnung schreibt vor, dass Besucher des Repair-Cafés selbst für die ordnungsgemäße Entsorgung oder Beseitigung von kaputten oder funktionsuntüchtigen Gegenständen, die nicht mehr repariert werden können, verantwortlich sind. Reparaturen an Fahrrädern seien im Interesse der Indersdorfer Geschäftswelt nicht geplant.

Westermair arbeitet schon seit Wochen auf die Eröffnung des Repair-Cafés hin und hat bereits seine Frau Christine beauftragt, den Kuchen zum Nachmittagskaffee zu backen, der auf die Kundschaft wartet. Damit die Besucher wissen, mit wem sie es zu tun haben, werden alle Mitarbeiter mit Namenschilder tragen. Auch für ausreichende Beschilderung der Reparatur-Werkstätte hat Westermair gesorgt.

Alle Aktivitäten des Repair-Cafés werden kostenlos und auf ehrenamtlicher Basis von den Reparatur-Experten vor Ort ausgeführt. Die Experten lassen sich hierbei gerne über die Schulter schauen, „damit es die Leute beim nächsten Mal vielleich selber machen können“. Spenden werden gerne angenommen.

Nach der Eröffnung des Repair-Cafés gibt es heuer noch folgende Termine, an denen diese Einrichtung ihre Pforten geöffnet hat: Samstag, 27. Juli, Samstag, 28. September, Samstag, 26. Oktober, und Samstag 30. November. Nur im Urlaubsmonat August und im Weihnachtsmonat Dezember steht der Betrieb still. Für nähere Infos steht Josef Westermair telefonisch unter 0 81 36/4 41 zur Verfügung.

Josef Ostermair

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