Langjähriger Vorsitzender des Modellfliegerclubs Indersdorf im Alter von 69 Jahren unerwartet gestorben

Trauer um Herbert Hoffelner

  • Torge Wester
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Er war der Gründervater des Indersdorfer Modellfliegerclubs. Ohne ihn würde es den MFI heute wohl gar nicht mehr geben. Im Alter von 69 Jahren ist Herbert Hoffelner jetzt völlig unerwartet gestorben.

Indersdorf Die Modellflug-Interessengemeinschaft Markt Indersdorf wurde offiziell am 8. April 1992 ins Leben gerufen. Schon den 80er Jahren hatten sich ein paar Hobbyflieger immer auf der sogenannten Waggerlwiese unterhalb von Ottmarshart getroffen. Für einen kleinen Obulus im Jahr durften sie sich eine Startbahn mähen, die von den Hobbypiloten der Umgebung gerne angenommen wurde. Die Fliegerei war aber jemandem ein Dorn im Auge, 1989 kam die Polizei aufs Fluggelände und drohte mit einer Anzeige. Herbert Hoffelner und einige andere waren gezwungen, sich einen anderen Platz zu suchen. Der damaligen Indersdorfer Bürgermeister Josef Kaspar vermittelte eine Wiese zwischen Glonn und Weichs. Eine Aufstiegsgenehmigung vom Luftamt Südbayern zu bekommen, das dauerte weitere zwei Jahre. Im März 1992 war es soweit und wenige Tage später trafen sich 24 Personen im Gasthaus Steidle zur Gründungsversammlung. Erster Vorsitzender wurde Ulrich Blendermann, zweiter Vorsitzender Herbert Hoffelner. 1998 – es waren bereits 83 Personen als Mitglieder registriert – wurde auf der Jahresversammlung Herbert Hoffelner zum Vorsitzenden gewählt. Er blieb es bis 2015.

Der gebürtige Österreicher, den es in den 70er Jahren nach Karlsfeld verschlagen hatte – der Ingenieur arbeitete bei der MTU im Triebwerksbereich – war stets die „treibende Kraft, den Verein in gute Bahnen zu lenken“, sagt Rainer Römer, der Hoffelner vor fünf Jahren als MFI-Vorsitzender nachfolgte. Auf dem Platz des Vereins „denkt auch in Zukunft jeder an ihn“, glaubt Römer.

Denn Herbert Hoffellner war es, der nicht aufgab, als es wie beim ersten Mal auf der Fläche bei Ottmarshart wieder einen „Nachbarn“ gab, dem die Fliegerei gegen den Strich ging.

Der Rechtsstreit erstreckte sich über Jahre, am Ende gewann der MFI, dessen Vorsitzender Hoffelner erfolgreich für die Interessen des Vereins gekämpft hatte. „Wenn er nicht gewesen wäre, gäbe es unseren Verein womöglich gar nicht mehr“, sagt Simon Römer. Für den 55-Jährigen ist Herbert Hoffelner nicht nur deshalb ein Vorbild: „Er war ein sehr offener Mensch, der immer versucht hat, Konflikte zu schlichten. Gleichzeitig hat er klare Vorgaben gemacht und blieb dran, wenn er von einer Sache überzeugt war. Er war halt ein richtiger Macher.“

Sein Tod kam nun völlig überraschend, sowohl für die Familie als auch für den MFI. Dort hatte er sich zwar ins zweite Glied zurückgezogen, war jedoch immer da, wenn man ihn brauchte, fungierte auch noch als Kassenprüfer auf der jüngsten Hauptversammlung. Herbert Hoffelner hinterlässt neben einer großen Lücke im Verein – seine Frau sowie die beiden Töchter mit ihren Familien

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