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Das gab’s noch nie: Verabschiedung im Klostergarten der Erzbischöflichen Realschule Vinzenz von Paul.

Verabschiedung des Abschlussjahrgangs der Erzbischöflichen Realschule Vinzenz von Paul

Fünf Festakte für eine Schule

Auch bei der Verabschiedung der Indersdorfeer Realschüler war heuer alles anders, nichts wie immer. Die Zeugnisverleihung der Erzbischöflichen Realschule Vinzenz von Paul fand in diesem Jahr im Klostergarten der Schule statt.

Indersdorf– Ein sehr feierliches Ambiente empfing die Schüler mit deren Familien. Mitten im Grünen stand eine Bühne, am Rand konnten die Gäste ein neues Kunstprojekt bestaunen, Live-Musik und dekorierte Stehtische luden eigentlich zum Verweilen ein. Der aktuellen Lage geschuldet war dies aber nicht möglich, und so musste die Verabschiedung der 123 Absolventen in fünf einzelnen Festakten erfolgen.

Mit einem erleichterten Seufzer und der Gewissheit, „dass viele Absolventen durchaus ihre Fußabdrücke hinterlassen werden“, verabschiedete sich Realschulkondirektorin Margot Hage mit einem „wehmütig aber gutem Gefühl“ von ihnen.

Ebenfalls aus der Schulfamilie scheidet die langjährige Elternbeiratsvorsitzende Petra Freundorfer aus. Für die hervorragende Zusammenarbeit, die „geprägt von absolutem Vertrauen und Zutrauen“ war, bedankte sich Realschuldirektor Klaus Fortner mit einem bunten Blumenstrauß.

Schöne und lustige Ereignisse der Vergangenheit rief Schülersprecherin Nicole Lustig bei ihrer Rede in Erinnerung, aber auch die außergewöhnliche Zeit kurz vor den Prüfungen, die Dank der „Schulgemeinschaft und des guten Miteinanders“ so erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Mit dem Imperativ und den „richtigen Hydroxylgruppen, die polare Eigenschaften verleihen“, gab Klassensprecherin Amelie Götz dann in einem späteren Festakt eine heitere Rückschau. Für sie war „die Schulzeit eine wichtige Zeit in meinem Leben“.

Lange war nicht klar, ob und wie die diesjährige Zeugnisverleihung stattfinden kann. Umso mehr Freude gab es bei allen, dass nun doch alles in einem so festlichen Rahmen über die Bühne ging. Die Jahrgangsbesten Corinna Loibl, mit einem Schnitt von 1,0, Lara Kruse (1,09), Johanna Höglmaier (1,18), Ines Sonhüter (1,18) und Hermine Wahl (1,18) bekamen deshalb sehr herzliche Worte zu hören, eine persönliche Gratulation und natürlich großen Applaus.

Der vom Förderverein verliehene Vinzenz-von-Paul-Preis ging in diesem Jahr an Thomas Pabst, der sich mit seinem Engagement im kompletten Aufgabengebiet rund um die Bücherei besonders auszeichnete. Corinna Loibl erhielt für ihre herausragenden Leistungen in den Abschlussprüfungen zusätzlich noch ein Bildungsstipendium bei der Vhs München und ein für sie zur Auswahl stehendes iPad Air oder ein Lenovo IdeaPad 5-Laptop von Roland Salvermoser von der Sparkasse Dachau.

Corinna Loibl und Nicole Lustig werden im Anschluss die Fachoberschule besuchen. Thomas Pabst beginnt eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei den Stadtwerken in München.

Es war eine ganz besondere Abschlussfeier, die allen mit Sicherheit in Erinnerung bleiben wird, auch wenn es der aktuellen Lage geschuldet getrennte Feierstunden waren. Mit herzlichen Glückwünschen in Wort und Schrift gratulierten ebenfalls Erzbischof Reinhard Marx und Landrat Stefan Löwl, Bürgermeister Franz Obesser und MdL Bernhard Seidenath den Schülern.

Roswitha Höltl

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