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Werner Schilcher ist der neue Klosterbräu. Der Ainhofer hat das gesamte Brauereigelände erworben.

Werner Schilcher aus Ainhofen erwirbt gesamtes Brauereigelände

Indersdorf hat einen neuen Klosterbräu

  • vonJosef Ostermair
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Ein Ainhofener wird Klosterbräu von Indersdorf: Werner Schilcher erwarb das gesamte Brauereigelände. Der 53-Jährige hat große Pläne. Unter anderem will er den Biergarten zu neuem Leben erwecken.

Indersdorf– Es gibt einen neuen Klosterbräu: Werner Schilcher aus Ainhofen, der Vorstand der Münchner Unternehmensgruppe „Primus“ ist, hat von der von Josef Schuster senior geführten Gesellschaft das gesamte Brauereigelände der ehemaligen Klosterbrauerei Indersdorf erworben. Da geht es nicht nur ums Sudhaus, sondern auch um das Café, das mittlerweile sehr gut läuft, und die Klosterwirtschaft, die im Innenbereich noch einer Ruine gleicht, sowie den Biergarten neben dem großen Gebäude. Erworben habe man auch die damit verbundenen Liegenschaften.

Schilcher, der ein gebürtiger Ainhofener ist und sich im Ortskern eine Villa gebaut hat, ist unternehmerisch sehr erfolgreich und hat vor mehreren Jahren auch das Seniorenzentrum in Esterhofen erworben. Dass er mit dem Kauf der Klosterbrauerei seine Fühler auch in seiner Heimatgemeinde erfolgreich ausstrecken konnte, freut den 53-Jährigen riesig.

Schilcher weiß, dass man ein umfangreiches Entwicklungskonzept benötigt, um das Klosterbräu-Areal in Schwung zu bringen. Einen mehrstelligen Millionenbetrag müsse man in die Hand nehmen, um das riesige Gebäude auch im Innenbereich wieder zu einem Schmuckstück am Marienplatz und dem Marienbrunnen zu machen. Bezüglich des Kaufpreises sei zwischen ihm und dem Verkäufer Stillschweigen vereinbart worden.

Der neue Bräu will auch in Abstimmung mit der Marktgemeinde den Biergarten zu neuem Leben erwecken, sobald er betriebsfähig gemacht werden kann. Schilcher hat seine Vorstellungen am gestrigen Freitag bereits bei Bürgermeister Franz Obesser aufgezeigt. Er sicherte ihm zu, dass die im Keller der Klostergaststätte untergebrachten Klosterschützen nach abgeschlossener Innensanierung des Gebäudes den Schießbetrieb wieder aufnehmen können und so die Zukunft dieses Traditionsvereins gesichert sei.

Obesser habe auch Interesse signalisiert, Teile der öffentlich zugänglichen Wege durch die Marktgemeinde zu übernehmen. Wichtig sei sowohl Schilcher als auch dem Bürgermeister, dass es zu einer harmonischen Gastronomie-Nutzung kommt, nachdem die Klostergaststätte ja schon seit vielen Jahren geschlossen hat und Indersdorf mit bayerischen Gaststätten auch nicht gerade gesegnet ist.

Bis das denkmalgeschützte Gebäude im Gaststättenbereich bezugsfertig ist, werde es aber wohl noch längere Zeit dauern. Ein Traum Schilchers wäre es, auch am Kloster mal wieder Bier zu brauen, doch da führe im Moment noch kein Weg hin. „Aber wir haben die Brauereirechte schon mal vorsorglich miterworben“, so der neue Eigentümer.

Mit dem Volksfestbetrieb habe er aber nichts zu tun, dafür sei nach wie vor Josef Schuster junior zuständig. Zur Brauerei im Zentrum von Kloster Indersdorf sah sich Schilcher aber hingezogen. „In dieses historische Ensemble lohnt es sich zu investieren, das ist ein besonderes Highlight“, ist der Ainhofener überzeugt. Früh genug möchte sich der neue Bräu auch nach einem bodenständigen Gaststättenpächter umsehen, der dann auch den schattigen Biergarten betreiben könnte. Ebenso wie der Bürgermeister ist er davon überzeugt, dass das Wachstum im Herzen des Landkreises sich weiterhin positiv entwickeln wird und daher auch die Gastronomie nicht vernachlässigt werden dürfe.

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