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Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser bedankte sich bei seinem Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit während der letzten sechs Jahre.

Franz Obesser: „Nur als Team erfolgreich“

Indersdorfer Bürgermeister bedankt sich bei seinem Gemeinderat für gute und faire Zusammenarbeit

  • vonChristiane Breitenberger
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Befremdliche Situation: Wegen der Corona-Pandemie fand die allerletzte Sitzung des jetzigen Gemeinderats in der Mittelschulaula statt. Trotz Krise fand Bürgermeister Franz Obesser nur positive Worte – voller Dankbarkeit.

Seit sechs Jahren kommen sie meist mindestens einmal im Monat zusammen, diskutieren über große und kleine Projekte, der Ablauf – für viele seit sogar Jahrzehnten – Routine. Doch die letzte Sitzung des alten Gemeinderats am vergangenen Mittwochabend war völlig anders als alles Bekannte. Die Räte tagten nicht im Sitzungssaal, sondern in der Schulaula – langjährigen Wegbegleitern, die jetzt aus dem Gremium ausscheiden, konnten Kollegen nur aus bestimmter Entfernung für ihren Einsatz danken.

Alles, also wirklich alles, tritt in Anbetracht der derzeitigen Corona-Pandemie in den Hintergrund. Gerade deshalb war es Bürgermeister Franz Obesser wichtig, in dieser letzten Sitzung in der jetzigen Legislaturperiode einen Moment inne zu halten. Inne zu halten um Raum zu schaffen für: Positives. Für Dankbarkeit. Denn davon sieht und empfindet Obesser eine ganze Menge. Und das wollte er mit seinen Gemeinderats- und Verwaltungskollegenkollegen teilen.

Obesser ist sich durchaus bewusst, dass die gute Zusammenarbeit im Gremium sowie mit der Gemeindeverwaltung keine Selbstverständlichkeit ist. Das machte er in der Sitzung in einer kleinen Rede deutlich.

Er erinnerte daran, wie er vor sechs Jahren „mit größtem Respekt, Demut und großer Freude“ das Amt des Bürgermeisters antrat. Jetzt blickt er mit Dankbarkeit und etwas Wehmut auf die vergangenen sechs Jahre zurück. Er lobte die Kollegen auf beiden Seiten, dass sie „stets fair, offen, partnerschaftlich und konstruktiv zusammengearbeitet haben“. Verwaltung und Gemeinderat seien ein Team gewesen – das Geheimnis für die erfolgreiche Arbeit.

Dankbar sollen die Kollegen sein für die vielen großen Projekte wie den Glasfaserausbau, aber auch für die vielen kleinen, wie die eigene Buslinie Bussi oder die Bürgerehrung. „Ich denke, wir dürfen dankbar und zufrieden mit dem Erreichten sein“, so Obesser.

Doch es schwang auch Wehmut mit – Obesser ist traurig, die Kollegen, mit denen er gestern zum letzten Mal zusammenarbeitete (siehe Infokasten) nicht „würdig verabschieden“ zu können. Aber das solle nachgeholt werden. Den Fraktionssprechern sowie seinen Stellvertretern dankte Obesser für die „enge, vertrauensvolle, ja schon fast freundschaftliche Zusammenarbeit“.

Obesser blickt – und das trotz Krise – mit Freude auf die kommenden sechs Jahre in die Zukunft. „Obwohl das Umfeld im Nachklang von Corona sicherlich stürmischer werden wird, ist mir nicht bange.“ Er ist sich sicher: „Mit einer wieder geeinten Truppe werden wir den vor uns liegenden Aufgaben und der neuen Situation gerecht werden!“

Hier engagierten sich die Ausscheider/Aufhörer

  • Karl Böller (CSU): Jugendausschuss, Sozialausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss, Kreistag 
  • Manfred Pohl (FW): Umweltausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss 
  • Paul Böller (Umweltdenken): Jugendreferent, Jugendausschuss, Sozialausschuss, Umweltausschuss, Kreistag 
  • Florian Socher (Umweltdenken): Hauptausschuss 
  • Thomas Loderer (Bürgerblock Niederroth): Bauausschuss, Jugendausschuss, Umweltausschuss 
  • Martina Tschirge (SPD): Hauptausschuss, Stiftungsbeirat Bürgerstiftung, Kreistag

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