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Sind die Hexen im Haus, tanzen die hohen Herren auf dem Tisch! Der gestrige Auftritt der Gilde im Indersdorfer Rathaus kam hervorragend an.  

Unsinniger Donnerstag im Rathaus

 „Das war heuer der tollste Auftritt aller Zeiten!“ - Indersdorfer Hexen feiern 40-Jähriges

40 Jahre und kein bisschen leise – so könnte man den Jubiläumsauftritt der Indersdorfer Hexengilde beschreiben. 

Indersdorf – 40 Jahre und kein bisschen leise – so könnte man den Jubiläumsauftritt der Indersdorfer Hexengilde beschreiben. Nach ihrem Auftritt auf dem Marktplatz vorm Rathaus zogen sie am Unsinnigen Donnerstag hinauf in den Rathaus-Sitzungssaal, wo der Bär abgehen sollte. Sogar Bürgermeister Franz Obesser und seine Stellvertreter Hubert Böck und Hans Lachner nebst Gemeinderäten tanzten auf den Ratstischen.

Doch zuerst einmal mussten sich die Herren dem altbekannten Ritual unterziehen: Oberhexe Gisela Schulmayr und ihre 17 Mit-Hexen gingen den Mannsbildern an die Schlipse. Obesser wollte das jedoch nicht so ganz einfach geschehen lassen und hatte in seine dem Tod geweihte Krawatte eine massive Eisenkette eingearbeitet. Doch die Oberhexe blieb Siegerin und legte den „Sünder“ kurzerhand an die Kette.

Gisela blickte zurück auf die Anfänge der Indersdorfer Hexengilde: „Angefangen hat das Ganze mit den Stockschützen-Damen aus Ried.“ Auch Wolfgang Schulmayr und Hansi Leber waren, verkleidet als Hexen, mit dabei. Später blieben die Damen dann unter sich. Leber sowie Christl Rabl und Sonja Moser würdigte Gisela Schulmayr als Gründungshexen.

Nach der obligatorischen Schlüsselübergabe verkündete die Oberhexe gestern: „Heit san mir an da Macht!“ Kleinlaut war Obesser deshalb jedoch nicht: „Wir suchen für unser Mittelalterfest noch Freiwillige für die Hexenverbrennung.“ Zur Besänftigung gab er Schampus aus.

Zum 40-Jährigen weihten die Hexen eine eigene Fahne (feuchtfröhlich mit Schnaps) ein. Sie stellten fest, sie hätten vor Obesser bereits mit Hans Strixner, Josef Kaspar und Josef Kreitmeir drei Gemeindeoberhäupter „aufgearbeitet“. Mit ihrem Auftritt wollten sie den Politikern „den rechten Weg weisen“. In 40 Jahren hätten die Hexen sich schon ein Denkmal verdient – und so enthüllten sie eines im Saal. Wo es stehen soll blieb noch offen.

Zahlreiche Orden gab’s, so auch für Kapellmeister Ludwig Wimmer von der Blaskapelle Indersdorf, die stets für die musikalische Begleitung sorgt. Ein Insider meinte: „Das war heuer der tollste Hexenauftritt aller Zeiten!“

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