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Den Jahrgangsbesten gratulierte Schulleiter Klaus Fortner (l.). Über einen Noten durchschnitt von 1,5 und besser freuen sich: Eva Maria Rößler, Vincent Müller , Kathrin Riepl, Hannah Kammermeier, Mona Winterholler, Sabrina Liegsalz, Sonja Wörmann, Nina-Marie Schneider, Julia Burgmann und Katrin Burgmann (v.l.).

Verabschiedung an der Erzbischöflichen Realschule Vinzenz von Paul

„Verändert die Welt zum Positiven!“

Die Erzbischöfliche Realschule Vinzenz von Paul hat ihre „Generation Z“ in der Schulturnhalle verabschiedet. Und wie es in Indersdorf Tradition ist, gab es bei der Feier weit mehr als nur Zeugnisse.

Indersdorf– Mit den Worten „Ihr habt es nicht alleine geschafft“ begann die stellvertretende Schulleiterin Margot Hage ihre Begrüßung und erläuterte den Absolventen, dass „hier noch ein paar andere Menschen sitzen, die sie in den letzten sechs Jahren so geduldig, so ausdauernd und so liebend begleitet haben“ - die Eltern.

Nachdem der Absolvent Jonas Götz in Begleitung des Schulorchesters und unter Leitung von Gabriele Unterholzner das Lied „Say you, say me“ auf der Trompete spielte und begeisterten Applaus erntete, übernahm die Elternbeiratsvorsitzende Petra Freundorfer das Wort. Mit einem Zitat ihres Vaters „Ich habe mir immer Sorgen gemacht, aber Ihr mir nie Kummer bereitet“ gab sie nochmal Einblick in die Gefühlswelt der Eltern. Angekommen am ersten großen Ziel und doch am Start in die Erwachsenenwelt zu sein, beschrieb Freundorfer diesen Moment der Feier.

Auch Schülersprecher Jonas Geisenhofer, der „Meister der geschliffenen Rede“ wie ihn Schulleiter Klaus Fortner vorstellte, fand sehr treffende Worte der Zusammenfassung. „Mia san nur schlauer worn, sonst gleich bliem“ und er erinnerte daran, was „er und seine Mitschüler dabackt habn, vor allem die Lehrer - aber andersrum a“ und hatte mit ein paar wenigen Sätzen alle Herzen auf seiner Seite. Als er dann noch den kleinen Nachsatz formulierte „Eltern, die san a wichtig“, war klar, dass heutzutage der Ausdruck „geschliffene Rede“ eine andere Definition bekommen hat. Sein außerordentliches Engagement wurde an diesem Tag besonders geehrt, da Geisenhofer für sein Ehrenamt als Bezirksschülersprecher eine Urkunde, mit einer besonderen Würdigung vom Ministerialbeauftragten Ernst Fischer für die Realschulen in Oberbayern-West, von Schulleiter Fortner überreicht bekam. Einen herzlichen Dank sprach der Rektor auch Sophia Triebenbacher aus, die Geisenhofer in seinem Amt vorbildlich unterstützt hat.

Sodann rief Fortner die zehn Jahrgangsbesten auf und gratulierte ihnen zu einem Notendurchschnitt von 1,5 und besser. Allen voran schafften die Zwillinge Julia und Katrin Burgmann die Traumnote von 1,0 zur Mittleren Reife. Julia und Katrin Burgmann dürfen sich zusätzlich über ein Sprachenstipendium, gestiftet von der Sparkasse freuen.

Als nächstes wurde der Vinzenz-von-Paul Preis für soziales Engagement durch Annemarie Pfaehler an Belinda Baum und Nicole Gschwendtner verliehen. Für seine sportlichen Leistungen ehrte Armin Peterek / Mitglied der erweiterten Schulleitung sein „Multitalent“ Nicolas Mair. Ebenfalls konnten sich die Schüler Joel Klaiber und Joel Schories in ihrer Funktion als Streitschlichter über dankende Worte freuen. Sie sind „objektiv nicht sichtbar aber wertvoll im Hintergrund“! Was sich im Rahmen der Feier dann anders darstellte, da auch sie nach vorne zur Bühne gebeten wurden.

Jetzt erwartet Fortner von den Schulabgängern, die mit der Digitalisierung aufgewachsen sind, dass sie zum Wohle der Gesellschaft tätig werden und die Netzwerke arbeiten lassen, eben weil sie es digital können. Er gab ihnen die Worte mit auf den Weg: „Ich schicke euch hinaus. Verändert die Welt zum Positiven!“

Allen 134 Absolventen schüttelte Fortner die Hand und übergab das langersehnte Zeugnis. Die Schulband begleitete musikalisch hervorragend die Verleihung und Studiendirektor Tobias Draxler hat mit ihnen sowohl ältere als auch hochaktuelle Songs einstudiert.

Ein gut eingespieltes Team der Schulleitung begleitete diese feierliche Stunde. Die Abschiedsfeier bot viele schöne Momente: Das Strahlen in den Gesichtern, die Ergriffenheit einzelner – manchmal ließen sich tränen nicht mehr zurückhalten – und die Erleichterung es geschafft zu haben, zeugten davon. „Nehmt Abschied… schließt den Kreis! Das Leben ist ein Spiel und wer es recht zu spielen weiß, gelangt ans große Ziel“ waren die letzten Worte des gemeinsam gesungenen Abschlussliedes.

hr

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