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Eine Mischung aus Traditionsbetrieben und Neuheiten: der Indersdorfer Festplatz während des Aufbaus.

Morgen ist Anstich

Neues Fahrgeschäft am Indersdorfer Volksfest ist nichts für Zartbesaitete

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Es soll jedes Jahr eine Mischung aus liebgewonnenen Traditionsgeschäften und neuen Highlights werden. Ein Neuling am Indersdorfer Volksfest ist garantiert nichts für Zartbesaitete. Ein Rundgang mit Florian Diebold, der sich um die Auswahl der Fahrgeschäfte kümmert.

Indersdorf – Woran Florian Diebold merkt, dass es ein gutes Fest wird? Wenn schon beim Aufbauen neugierige Volksfestfans am Festplatz vorbeikommen, um zu sehen, was heuer an neuen Attraktionen geboten ist. Diebold muss es wissen, seit 1971 kümmert sich seine Familie um den Aufbau auf dem Volksfestplatz.

Im Vorbereitungsfieber: Florian Diebold (links) und Festwirt Georg Lanzl beim Aufbau. Auch der kleine Toni freut sich schon.

Gleich rechts am Eingang wartet die erste Neuheit – der Adrenalin-in-die-Höhe-schießen-lasser „Blackout“ der Brüder Sascha und Alexander Störzer. Wer schwache Nerven oder einen empfindlichen Magen hat, sollte besser einen Bogen drum machen – Gondeln, Achse, Arme, so gut wie alles an dem Ding kann sich drehen. Überschläge oder kopfüber an den Zuschauern vorbeisauen sorgen für ordentlich Schmetterlinge im Bauch, ganz egal wie alt man ist. „Unser ältester Mitfahrer war so knappe 90“, sagt Sascha Störzer und lacht. Er hat immernoch einen Heidenrespekt vor dem Mann, der sonst bis in die USA fliegt, um extreme Achterbahnen zu fahren. Allerdings musste der Herr vorher sein Gebiss rausnehmen „denn ein anderer Fahrgast hat seines schon mal verloren“, sagt Störzer. Wie gesagt, das Blackout ist nichts für Zartbesaitete. „Dem 90 Jährigen hat’s aber so gut gefallen, der ist gleich nochmal gefahren“, sagt Alexander Störzer und lacht noch mehr als sein Bruder.

Viel zu lachen gibt’s heuer sicher auch bei einer anderen Neuheit, die Florian Diebold ausgesucht hat: dem Bayerischen Ringwerfen. Wer geschickt ist und seinen Ring komplett über sein Wunschobjekt wirft, darf den Preis mit nach Hause nehmen. „Sicher eine nette Abwechslung zwischen den Fahrgeschäften“ sagt Diebold.

Doch neben den Neuheiten machen die Traditionsschausteller, die bereits seit Jahrzehnten nach Indersdorf kommen den besonderen Charme dieses Volksfests aus. Wie eben der Autoscooter, den Diebold bereits von seinem Opa übernommen hat. Die Autoscooterliebe scheint den Diebolds in die Wiege gelegt zu sein. Auch Nachwuchs Toni setzt sich mit seinen 16 Monaten am liebsten nicht etwa in ein Kinderkarrussel sondern fährt am lieben Autoscooter.

Damit morgen die Fahnen wehen, packt auch der Braumeister an.

Für Süßes sorgen heuer neu ein Crêpes-Stand und die beliebten Geschäfte der Familien Sennefelder und Winterholler. „Traditionsliebhaber freuen sich sicher, dass heuer wieder ein Kettenkarrussel vor dem Festzelt steht“, sagt Florian Diebold. Da darf bei der Fahrt dann auch das Gebiss drinbleiben.

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