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13 Haltepunkte für die Senioren: Hier stoppt die eigene Buslinie.  

Gemeinde setzt neues Projekt um

Indersdorfs eigene Seniorenbuslinie

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Im Hauptort Indersdorf soll es künftig eine eigene Busline speziell für Senioren geben. Start könnte schon in diesem Herbst sein.

Indersdorf – Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser will für seine Gemeinde etwas Innovatives schaffen: eine Busline insbesondere für die Indersdorfer Senioren, damit sie im Hauptort selbst mobil sind. Die Idee dazu hatte er im vergangenen Jahr. Jetzt, nach vielen Gesprächen ist die Route dazu ausgearbeitet. Obesser stellte sie den Räten in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor.

Anstoß des Ganzen war das ehemalige Ruftaxi-Angebot, das es in der Gemeinde gab. Als die Gemeinderäte diesbezüglich nach etwa zwei Jahren ein Fazit zogen, fiel auf: Eigentlich werden nur die Halte Bahnhof und Krankenhaus genutzt. Das andere Angebot werde kaum genutzt. Doch die Gemeinde beteiligte sich an diesem Angebot mit jährlich 10 000 bis 12 000 Euro. Deshalb war für die Räte damals schnell klar: Keiner wollte dieses Angebot verlängern. Sondern: Eine eigene Indersdorf-Linie soll her. „Wollen wir das Geld nicht besser verwenden, um eine eigene Linie zu erarbeiten?“, schlug Franz Obesser vor. Seine Gemeinderatskollegen waren begeistert und beschlossen, einen eigenen Plan entwickeln zu lassen.

Jetzt, rund ein Jahr später, präsentierte Franz Obesser die Seniorenbus-Linie. 13 Halte soll sie künftig umfassen (siehe Grafik rechts). „Es war gar nicht so leicht, das alles vernünftig auszutüfteln“, sagte Obesser in der Sitzung. „Aber jetzt ist uns, glaube ich, eine gute Lösung gelungen.“ Obesser war für die Gestaltung der Seniorenbuslinie mit der Indersdorfer Seniorenbeauftragten Gertraud Spaderna, der Indersdorfer Seniorenrunde sowie verschiedenen Taxi- und Fahrunternehmen im Gespräch.

Zusammengefasst soll der Seniorenbus so gestaltet werden: Die Fahrten werden mit einem Acht- oder Neunsitzer angeboten, der Platz für Rollatoren, aber nicht für Rollstühle bietet. Pro Woche will die Gemeinde je zwei Fahrtenrunden anbieten. Pro Fahrtangebot werden drei Runden gefahren. Das bedeutet: Die 13 Haltepunkte werden alle dreimal angefahren. Eine ganze Runde dauert etwa eine Stunde. Die Fahrten sollen Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag stattfinden. Eine Fahrt soll pro Person einen Euro kosten.

Der Bus soll nicht ausschließlich, aber vorrangig für Senioren da sein. „Generell kann jeder mit dem Bus fahren,“ sagt Franz Obesser. „Aber nur, wenn trotzdem noch Platz für die Senioren ist.“ Wie das Projekt in der Praxis angenommen wird, soll ein sechsmonatiger Probebetrieb zeigen. In dieser Zeit sollen die Fahrer Daten über die Auslastung und die genutzten Haltestellen erheben. „Dann sehen wir weiter, wie und ob das Projekt künftig fortgeführt wird,“ so der Bürgermeister.

Die Gemeinderäte einigten sich einstimmig darauf, dass die Buslinie eingeführt werden und dafür der günstigste Anbieter gefunden werden soll. Start könnte noch diesen Herbst sein. Einige Räte fragten, ob man das Projekt auch auf andere Ortsteile ausdehnen könne. Dem steht Obesser ganz aufgeschlossen gegenüber – je nachdem, welche Ergebnisse der Probebetrieb liefern wird.

Nach ersten Berechnungen entstehen der Gemeinde mit dem Modell Seniorenbus 150 Euro pro Tag.

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