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Er liebte die Berge: Jakob Zimmermann.

Er half überall, wo er nur konnte

Jakob Zimmermann ist gestorben – 350 Trauernde verabschieden sich vom „Schmie Jak“

  • vonJosef Ostermair
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Der bekannte und allseits beliebte Langenpettenbacher Jakob Zimmermann ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Eine große Trauergemeinde nahm nun Abschied.

Langenpettenbach – 350 Trauergäste haben auf dem Kirchenfriedhof von Langenpettenbach Abschied von Jakob Zimmermann genommen, der nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren gestorben ist.

Der „Schmie Jak“, wie man ihn in Langenpettenbach und Umgebung nannte, wurde in Altomünster geboren und wuchs auf dem elterlichen Bauernhof im nahen Ottmarshausen auf. Nach dem Schulbesuch in Pipinsried begann für den Schmie Jak das Berufsleben mit einer Lehre zum Landmaschinenmechaniker im Betrieb von Michael Schilcher in Ainhofen. Es folgte die Zeit bei der Bundeswehr, bevor er 1971 zur Landtechnik-Firma Reiter in Dachau wechselte und 1973 mit Erfolg der Meisterprüfung ablegte. 1989 wechselte er zu MAN, wo er eine Meisterstelle bekam und in dieser Position bis zum Ruhestand tätig war.

1973 heiratete er seine Frau Rosa. Zusammen zog das Paar nicht nur die Kinder Reinhard und Daniela groß, sondern führte über viele Jahre auch die Tankstelle von Langenpettenbach.

Jakob Zimmermann war bis über seinen Ruhestand hinaus mit Leib und Seele Mechaniker. Gab es bei Freunden und Bekannten oder in den Vereinen was zu reparieren: Alle riefen immer den Jak.

Sehr viel bedeuteten ihm die Vereine, was auch bei den Ansprachen an seinem Grab deutlich zum Ausdruck kam. Ob im Langenpettenbacher Sportverein, bei den Schützen von Arnzell und Langenpettenbach und beim örtlichen Krieger- und Soldatenverein schätzte man ihn ob seiner Hilfsbereitschaft sehr. Es ist kein Geheimnis, dass der Jak beim Bau des Langenpettenbacher Sportheims der Mann mit den meisten, ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden war. Und auch für die Wartung des Rasenmäher-Traktors im SVL kam kein anderer in Frage.

Der Jak war ein geselliger Typ, Arbeit war sein Leben. Selbst in der Rente stellte er sich noch gerne als Feldgeschworener für die Gemeinde Indersdorf zur Verfügung.

Privat schätzte er zusammen mit seiner Frau 35 Jahre lang Tramin in Südtirol. Er liebte die Berge und den Wein, den er bei sich zu Hause auch angebaut hatte. Stolz war er auf seinen Obstgarten, dort gab es jedes Jahr Obst zum Pressen und zum Verarbeiten. Seine Enkel Antonia und Maxi waren ihm sehr ans Herz gewachsen.

Diakon Raimund Richter würdigte ihn bei den Trauerfeierlichkeiten, die wegen Corona nicht in der Kirche, sondern ausschließlich auf dem Friedhof stattfanden, als christlichen Mann, dessen Hilfsbereitschaft weitum geschätzt wurde. Diese Hilfsbereitschaft spiegelte sich in der großen Zahl von Trauergästen wider.

Als die Vereine ihre Fahnen über das offene Grab senkten, verabschiedete sich die Blaskapelle Langenpettenbach musikalisch von einem sehr beliebten Bürger.

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