Portrait Mann mit blauer Krawatte
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Für weitere zwei Jahre Vorsitzender der Indersdorfer CSU: Jörg Westermair.

Ortsverband wählt bei Präsenzversammlung seinen Vorstand

Jörg Westermair bleibt an der Spitze der Indersdorfer CSU

Ungewöhnlich in diesen Zeiten, aber vorgeschrieben: Die Indersdorfer CSU hat einen Ortsvorstand gewählt - bei einer Präsenzversammlung.

Indersdorf – Ist es nicht verwunderlich, dass Mitglieder großer Parteien wie der CSU sich in öffentlichen Gaststätten versammeln dürfen in Zeiten des größten Lockdowns, wo Kinder nicht zur Schule gehen dürfen und kranke und alte Menschen in Heimen eingesperrt sind? „Aber das Parteiengesetz zwingt dazu, Abstimmungen mit Präsenzpflicht durchzuführen“, sagte der Ortsvorsitzende der Indersdorfer CSU, Jörg Westermair, als er im Gasthaus Doll in Ried die Jahresversammlung seines Ortsverbands eröffnete.

Die Wahl des Ortsvorstandes ging schnell über die Bühne, weil Westermair zuvor schon signalisiert hatte, für die nächsten zwei Jahre Ortsvorsitzender bleiben zu wollen. Zu seinen Stellvertretern wählten die 23 Anwesenden Annemarie Wackerl, Bernhard Böller und Josef Niedermair. Olaf Schellenberger als Schatzmeister macht ebenso weiter wie Schriftführer Manfred Eschenbecher.

Gemäß Satzung war erstmals auch der Posten einer oder eines Digitalbeauftragen neu zu besetzten. Dafür stellte sich Elisabeth Burgmair zur Verfügung, die auch einstimmig gewählt wurde. Sie kümmert sich in Zukunft hauptsächlich um die Sozialen Medien sowie die Internetauftritte des Ortsverbandes. Verstärkt wird der neue Vorstand von fünf Beisitzern: Philipp Blumenschein, Michael Breitsameter, Gabriele Eschenbecher, Gerhard Keller und Tobias Schwarz. Die Kassenprüfung übernehmen in gewohnter Weise Georg Heinzlmeir und Werner Arm.

Auch zehn Kreisdelegierte hatten die CSU-Mitglieder zu bestimmen. Dies sind Bernhard Böller, Karl Böller, Michael Breitsameter, Manfred Eschenbecher, Josef Niedermair, Franz Obesser, Simon Reichlmair, Olaf Schellenberger, Annemarie Wackerl und Jörg Westermair. Sie werden voraussichtlich Ende Mai an der Kreisversammlung teilnehmen.

Die 23 anwesenden Parteimitglieder bemühten sich sehr diszipliniert und mit der nötigen Sorgfalt um die Einhaltung des eigens aufgestellten Hygienekonzepts. Um ja nicht länger als unbedingt notwendig zusammenbleiben zu müssen, erfolgten lediglich in den Auszählpausen kurze politische Statements von der CSU-Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler, Wahlleiter Bernhard Seidenath und Bürgermeister Franz Obesser. Innerhalb einer Stunde war die Versammlung abgewickelt. Dass es weder vor noch nach Ende der Versammlung einen Austausch unter den Mitgliedern und keinen Funken Geselligkeit gab, machte deutlich, wie sehr man in CSU-Kreisen während des Lockdowns den Forderungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder folgt. Der wiedergewählte Vorsitzende Westermair machte es deutlich: „So etwas habe ich noch nie erlebt, ich hoffe, dass dies einmalig ist!“
JOSEF OSTERMAIR

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