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So kannte ihn Indersdorf: Josef Schuster ist gestorben.

Trauer um den Indersdorfer „Bräu“

Josef Schuster ist im Alter von 76 Jahren in Jetzendorf gestorben

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Er war über Jahrzehnte das Gesicht der Indersdorfer Klosterbrauerei, wohnte mit seiner Gattin direkt am Marienplatz, die Klosterkirche zum Greifen nah. Jetzt ist im Alter von 76 Jahren der ehemalige „Bräu“ von Indersdorf, Josef Schuster, gestorben.

Fast 200 Jahre lang – von 1803 bis 2002 – hatte die Indersdorfer Klosterbrauerei Bestand. Josef Schuster und Gabriele Fuchsbüchler-Schuster hatten zum Schluss rund vier Jahrzehnte die Geschicke der Brauerei geleitet. Sie betrieben neben der Klosterbrauerei die Klostergaststätte mit einem wunderschönen Biergarten. Jährlicher Höhepunkt war zudem das Volksfest auf dem Volksfestplatz, der der Brauerei gehörte. Josef Schuster war jedes Jahr bemüht, sein Volksfest mit neuen Fahrgeschäften, neuen Festkapellen abwechslungsreich und unterhaltsam zu gestalten – die Familien Lanzl (Festwirt) und Diebold (Schausteller) stets an seiner Seite.

2002 wurden dann die Produktion und der Betrieb der Brauerei eingestellt, aus zwei Gründen, wie es hieß: mangelhafte Ertragssituation und ein fehlender Nachfolger im Geschäft. Die verpachtete Klostergaststätte und das Volksfest liefen jedoch zunächst weiter, noch drei Jahre lang. Der Kapplerbräu aus Altomünster braute künftig das neue Probst-Sutor-Märzen fürs Volksfest und übernahm auch viele Kunden der Indersdorfer Klosterbrauerei.

Der Paukenschlag kam in den Januartagen des Jahres 2006, als die Klosterbrauerei, mit allen Liegenschaften, die dazugehörten, unter den Hammer kam: Sparkasse und Volksbank Raiffeisenbank Dachau betrieben die Zwangsversteigerung. Die K&K Wohnbau GmbH ersteigerte sämtliche Objekte, darunter weitere Grundstücke in Indersdorf, Ainhofen, Frauenhofen, Weichs und Asbach für 2,7 Millionen Euro.

Josef Schuster und Gabriele Fuchsbüchler-Schuster hatten zu diesem Zeitpunkt dem Indersdorfer Marienplatz schon den Rücken gekehrt und waren nach Jetzendorf gezogen. Dort starb Josef Schuster jetzt unerwartet drei Tage vor seinem 77. Geburtstag.

Am Sonntag, 22. September, wird um 19 Uhr in der Kirche in Jetzendorf für den Verstorbenen ein Rosenkranz gebetet, Aussegnung ist am Montag, 23. September, um 11 Uhr im Friedhof in Jetzendorf (Friedhofstraße), mit anschließendem Requiem in der Jetzendorfer Pfarrkirche. Die Erdbestattung findet allerdings in Indersdorf statt: ebenfalls am Montag um 13 Uhr im Waldfriedhof (Pasenbacher Straße). 

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