Er bedrohte offenbar seine eigene Familie: Polizei erschießt Mann

Er bedrohte offenbar seine eigene Familie: Polizei erschießt Mann
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Wegen versuchten Mordes steht ein 33-Jähriger vor Gericht.

Prozess beginnt

Mann rast mit Kleinbus bei 50 km/h in Haus der Ex-Freundin: Jetzt zeigt er Reue

Mit einem Auto ist im Sommer 2018 ein Mann in Markt Indersdorf im Landkreis Dachau absichtlich durch die Terrassentür in ein Haus gerast. Jetzt beginnt der Prozess.

Update vom 11. Mai: Mit seinem VW-Bus ist ein 33-Jähriger im vergangenen Sommer ins Haus seiner Ex-Freundin in Indersdorf gerast. Das Landgericht sieht dies als versuchten Mord an, jetzt ist das Urteil gefallen.

Mann rast mit Kleinbus bei 50 km/h in Haus der Ex-Freundin: Jetzt zeigt er Reue

Update vom 23. April 2019, 12.31 Uhr: Ein 33-Jähriger ist im Sommer 2018 mit seinem Auto in das Wohnzimmer seiner Ex-Freundin gerast. Nun muss sich der Mann aus Markt Indersdorf wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht München II verantworten. In blinder Wut über die Trennung und eine neue Liebesbeziehung der Frau habe er beschlossen, die 30-Jährige und deren neuen Lebensgefährten heimtückisch zu töten, hieß es am Dienstag zum Prozessauftakt in der Anklage. Auch das Leben der kleinen Tochter seiner Ex-Freundin habe er riskiert.

Mann rast mit Auto in Wohnzimmer der Ex-Freundin: „Wollte aber nie jemandem etwas antun“

Der gebürtige Cottbusser zeigte sich vor Gericht reuig. „Ja, es stimmt“, erklärte er. Er sei am Tatabend Mitte Juni 2018 mit einem Kleinbus in die Terrassentür gefahren. „Ich wollte aber nie jemandem etwas antun und jemanden umbringen.“

Ein Mann hat in Karpfhofen, einem Ortsteil von Markt Indersdorf, einen VW-Bus in ein Anwesen gesteuert.

Der Mann und die 30-Jährige waren von Januar 2016 bis Mitte Mai 2018 ein Paar. Am Tatabend, dem 14. Juni 2018, wollte der 33-Jährige Sachen zurück haben, die noch im Haus waren. Zur Übergabe erschien aber nicht seine Ex-Freundin, sondern deren neuer Lebensgefährte. Das machte den Angeklagten wütend, da er gehofft hatte, mit ihr noch mal reden zu können.

Ebenfalls aggressiv soll ein deutscher Vater gegenüber seiner Frau und seinen zwei Söhnen gewesen sein. Der 5-jährige Sohn sprach daraufhin mit der Polizei. Jetzt wurden die Leichen seiner Mutter und seines Bruders gefunden

33-Jähriger raste mit 50 km/h in Haus der Ex-Freundin in Markt Indersdorf

Mit einem Kleinbus fuhr er über einen Feldweg und eine Wiese direkt auf das Haus der Frau zu. Mit etwa 50 Stundenkilometern krachte das Fahrzeug durch einen Zaun und eine Hecke, bretterte über die Terrasse und durchbrach schließlich die Hauswand, wo es steckenblieb. Seine Ex-Freundin und deren neuer Freund waren zu diesem Zeitpunkt gerade nicht im Wohnzimmer, die Tochter war nicht da. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage bis Mitte Mai angesetzt.

Mann rast mit Kleinbus in Wohnzimmer - erste Hinweise auf das Motiv

Der Mann (32) hatte im Ortsteil Karpfhofen das Fahrzeug über einen Fußweg und durch einen Zaun ins Wohnzimmer des Anwesens in Indersdorf gesteuert. Danach stieg er aus und attackierte die 30-Jährige Frau, seine Ex-Partnerin. Er packte sie am Hals und bedrohte sie. Ein 32-Jähriger, der neue Freund der Frau, der auch in der Wohnung war, kam ihr zur Hilfe und hielt den Mann fest, bis die Polizei kam. Neben dem Kleinbus wurden auch Möbel und die Terrasse erheblich beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Mann fährt mit VW-Bus in Wohnzimmer: Fotos von der Attacke in Indersdorf

Die Ermittlungen zum Fall wurden noch in der Nacht von der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck übernommen. Der Beschuldigte ist weiter in Polizeigewahrsam und will selbst keine Angaben zur Sache machen. Er und die Geschädigte hatten sich getrennt. Unmittelbar vor dem Angriff wollte der Beschuldigte noch Gegenstände aus dem Haus abholen, es kam jedoch zu einem Streit. Wenige Minuten später fuhr der 32-Jährige mit seinem Auto ins Anwesen.

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft München II ermittelt die Kripo Fürstenfeldbruck derzeit weiter vor Ort und sichert Spuren. Der VW-Bus ist sichergestellt und ein technisches Gutachten beauftragt. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf rund 10.000 Euro geschätzt

dpa/mm/tz

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