1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Markt Indersdorf

Kein „Glonntal Helau!“ in Indersdorf

Erstellt:

Kommentare

Mit dem Fasching schaut es auch heuer schlecht aus – sehr zum Bedauern von Hansi Leber (links) und Sigi Fiedler.
Mit dem Fasching schaut es auch heuer schlecht aus – sehr zum Bedauern von Hansi Leber (links) und Sigi Fiedler. © Ostermair

Indersdorf – Auch heuer wird es in Indersdorf keinen Faschingszug geben. Das war vom Präsidenten des Indersdorfer Faschingskomitees, Willi Heilmann, zu erfahren.

Indersdorf - Wie Heilmann betonte, habe das Komitee bis zuletzt die Coronalage abwarten wollen, doch die Entwicklung der vergangenen Tage habe gezeigt, dass bis zum Tag des Umzugs am Faschingssonntag, 27. Februar, kaum Besserung zu erwarten sei.

Die Absage des Indersdorfer Gaudiwurms, der unter normalen Umständen von Tausenden Faschingsbegeisterten besucht wird, erfolgte laut Heilmann nach Absprache mit den Faschingszugveranstaltern von Weichs und Vierkirchen, die ebenfalls keine Chancen sehen würden, ihre Umzüge zu veranstalten. Abgesagt sind diese beiden Veranstaltungen noch nicht.

„Wir haben wirklich lange gewartet, aber in nur zwei Wochen von null auf hundert zu kommen, ist bei solchen Großveranstaltungen einfach nicht möglich“, bedauerte der Chef des siebenköpfigen Indersdorfer Faschingskomitees, Heilmann.

Verständnis für die Absage zeigen auch die beiden Ehrenmitglieder im Komitee, Hansi Leber und Sigi Fiedler, die große Faschingsnarren sind. Beide sind sogar Rektoren der Faschingsakademie Süd und werden von Faschingsgesellschaften aus ganz Süddeutschland geschätzt. „Unter den momentanen Voraussetzungen ist es eine Sache der Vernunft, auf unseren Faschingszug in Indersdorf zu verzichten. Ich ziehe auch vor den übrigen Faschingsgesellschaften, die diesen Schritt gehen, den Hut“, sagte Leber, der sich nichts sehnlicher wünscht, als dass die Pandemie endlich verschwindet.

Er und Fiedler sorgen sich vor allem um jene großen Faschingsgesellschaften, deren Organisatoren bei länger anhaltender Pandemie das Handtuch werfen könnten. Das betreffe vor allem Faschingsvereine, die Ballettgruppen haben, die sich fit halten wollen. „Hier ziemlich viel Beratungsgespräche zu führen und für die Zukunft aufzumuntern, gehört derzeit zu unseren Aufgaben“, unterstreicht Leber.

ost

Auch interessant

Kommentare