Kommunalwahl 2020/Niederroth: Bürgerblock stellt Programm vor

Nahe Arbeitsplätze für den Umweltschutz

Der Bürgerblock Niederroth (BBN), seit 36 Jahren im Gemeinderat vertreten, hat sein Programm zur Kommunalwahl vorgestellt:

Vereine und das

soziale Engagement

Die Förderung der Vereine hat seit jeher einen sehr hohen Stellenwert. Die Jugendarbeit der Vereine und der Beitrag zum funktionierenden Dorfleben seien laut BBN von unschätzbarem Wert. „Gerade in Zeiten von zunehmendem Egoismus ist die Ausübung eines Mannschaftssports ein wichtiges Puzzlestück in der sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen“, so der BBN. Auch die Seniorenbetreuung, der Beitrag des Gartenbauvereins zur Dorfverschönerung und Pflege oder der „selbstlose Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr sind heutzutage nicht mehr selbstverständlich und verdienen große Anerkennung“ schreibt die Gruppierung aus Niederroth. Das kulturelle Leben in den Ortsteilen gehe in erster Linie von den Vereinen aus. „Diese weiterhin zu unterstützen und das damit verbundene Ehrenamt zu fördern, ist uns ein Hauptanliegen“, heißt es im Programm.

Arbeitsplätzeund Finanzen

Absolut wichtig seien laut BBN wohnortnahe Arbeitsplätze, „gerne auch als Home Office, denn jeder Kilometer, der nicht gefahren werden muss, bedeutet Verkehrsentlastung, und dies ist gleichzusetzen mit einem sicheren Schul- und Arbeitsweg“.

Der BBN unterstützt gute örtliche Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleister und Betriebe. Jeder Arbeitsplatz vor Ort sei somit auch ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz, verbessere die Lebensqualität und sichere langfristig die finanzielle Situation der Gemeinde. Eine solide Finanzpolitik, mit dem Ziel, dauerhaft die Pflichtaufgaben der Gemeinde zu erfüllen, müsse im Vordergrund stehen. Viele Infrastrukturmaßnahmen sind sehr kostenintensiv, wie man am Beispiel der Straßen, Kläranlagen- und Kanalsanierungen sehen könne. „Die momentan günstige Zinssituation ermöglichte erhebliche Investitionen speziell im Bereich der Kinderbetreuung, Schulen und Feuerwehren. Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung, auch dem demografischen Wandel Rechnung tragend,“ seien nun Maßnahmen zum Erhalt der attraktiven Wohnsituation, wie bereits aufgeführt, notwendig.

Umwelt und Natur

Seit vielen Jahren kann man im ganzen Gemeindegebiet von Indersdorf die Auswirkungen von Starkregenereignissen erleben, so der BBN. Die Gruppierung steht für Renaturierungsmaßnahmen an den Bachläufen, um wieder mehr Uferflächen der Natur zuzuführen. Gleichzeitig wirken sich hier diese Maßnahmen als einfache und kostengünstige Schutzmaßnahmen in vielerlei Hinsicht aus. „Die Umsetzung des Artenschutzabkommens, Hand in Hand mit den Landwirten, ist für den Erhalt unserer wunderschönen Kulturlandschaft und der Artenvielfalt ist ein absolutes Muss. Dies sind wir den nachfolgenden Generationen schuldig“, so der BBN.

Ebenso sei der Natur Rechnung zu tragen durch „ein geordnetes Wachstum mit verträglicher Baulandausweisung und der entsprechenden Infrastrukturentwicklung“. Hier stehe nicht nur der Individualverkehr im Vordergrund, sondern vielmehr die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs durch Quervernetzungen und Taktverdichtungen. Im Gemeindebereich sei die Erzeugung regenerativer Energie durch Windkraft schwierig, da durch die dichte Besiedlung die weitere Entwicklung der einzelnen Ortsteile stark eingeschränkt wäre. Um die Akzeptanz von Großprojekten zur Nutzung von regenerativen Energien zu verbessern, „befürworten wir diese gerne als Bürger- oder Genossenschaftsanlagen“.

Wohnsituation und Infrastruktur

Die sehr angenehme und gute Wohnsituation im südlichen Bereich der Gemeinde mit ihrer Nähe zu Dachau und München gelte es laut BBN zu erhalten. Der immer noch ländliche Charakter mit guter Anbindung nach München, „muss sich weiterentwickeln im Hinblick auf ein besseres Angebot für unsere Senioren und deren Bedürfnisse“, heißt es im Wahlprogramm. Die Beweglichkeit im Alter ist häufig sehr eingeschränkt, „so dass es nicht hilfreich ist, wenn die Ansiedelungen von medizinischen und pflegenden Diensten nur im Indersdorfer Gewerbegebiet oder im Hauptort stattfinden. Natürlich kann nicht in jedem kleinen Ort eine Apotheke, eine Arztpraxis oder eine Tagespflegeeinrichtung existieren. Aber die Schaffung räumlicher Möglichkeiten für ambulante Dienste vor Ort ist ein in die Zukunft gerichtetes Investment, das unserer demografischen Entwicklung Rechnung trägt.“ Hier seien kurze, für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignete Wege gefragt. Die Schaffung von niederschwelligen Kommunikationsangeboten und generationsübergreifenden Wohn- und Lebensmodellen sei für das Dorfleben der Zukunft, gerade auch im Speckgürtel von München, notwendig und könnte am Dorfplatz mit einem entsprechendem Bürgerhaus in zentraler Lage sehr gut umgesetzt werden.  

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dn

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