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Viel zu Lachen hatten die Gäste im Heimatmuseum.

Hansi Leber tritt im Heimatmuseum auf

Kurioses zum Thema Fasching

Hansi Leber ist weit über Indersdorf hinaus als Faschingsexperte bekannt. Das bewies er jetzt bei einem beeindruckenden Vortragsabend im Heimatmuseum. Da konnte sogar Pfarrer Dr. Stefan Hauptmann, was die Geschichte des Faschings angeht, noch viel lernen.

Indersdorf– Hansi Leber ist nicht nur Ehrensenator im Indersdorfer Faschingskomitee, sondern auch Mitglied des Ordenskollegiums, Mitglied der Würmesia in München, Ehrenmitglied der Narrhalla Mainburg, Rektor der „Freien Akademie Karneval Süd“ und Mitglied im europäischen Dachverband FEN. Bei seinem Vortrag im Indersdorfer Heimatmuseum beeindruckte er am Montagabend vor vollem Saal mit seinem Detailwissen über die Geschichte der Maschkera.

Lydia und Hansi Leber brachten die Zuhörer zum Lachen.

Die Besucher erfuhren, dass der Fasching im Jahre 2038 erst mit dem Aschermittwoch am 10. März enden wird. Den kürzesten Fasching gibt es dagegen erst wieder im Jahre 2285 – dann ist schon am 4. Februar Schluss mit der närrischen Zeit. Letztmals konnte man den kürzesten Fasching im Jahr 1818 feiern. „Die 5. Jahreszeit erforderte einst das harmonische Zusammenwirken von Kirche und Maschkera,“ erzählte Leber. „Doch selbst der Vatikan in Rom stand dem Fasching schon immer sehr positiv gegenüber.“

Den größten Faschingszug in Indersdorf gab es zum 25-jährigen Jubiläum im Jahr 1997, mit 124 Wagen und Fußgruppen. Ausführlich berichtete Leber auch über den Dietfurter Chinesen-Fasching und den kleinsten Fasching in Unna, der eine Ein-Mann-Show war. „Ganz was Verrücktes war in unseren Breitengraden früher der Lichtmeßball, nämlich ein regelrechter Schlenkerlmarkt“, so Leber. Gewievte Bauern schickten noch vor hundert Jahren ihre Mägde dorthin, um gute Hofknechte abzuwerben.

Auch in Indersdorf hatte der Fasching früher einen wesentlich höheren Stellenwert – das bewiesen die Videos vom 3. Glonntal Helau. Dieses Faschings-Event hat laut Leber in der Zeit von 1998 bis 2006 viermal sehr viele Faschingsfreunde in die Schulturnhalle gelockt, doch nun habe es an Resonanz verloren. Die Freude der Zuhörer bei den Video-Einspielungen zeigten, dass Indersdorf längst mal wieder so eine Großveranstaltung im Fasching vertragen könnte. Gerne erinnerten sich die Gäste an Thomas Vötters Büttenrede vom Faschings-Opa und an Tobi Sochers Auftritt als Indersdorfer Mäusebürgermeister.

Mit Spannung erwartete das Publikum Lebers Büttenrede 2017. Hier gab er sich als der von seinen Starkbierfesten bekannte, brave Soldat Schweijk, im Wechselspiel mit dem kleinen Clown. Allein die Begrüßung in diesen beiden Rollen strapazierte die Lachmuskeln der Zuhörer. Unglaublich, wer da alles grüßte: Das reichte von den noch übrig gebliebenen Geschäften am Indersdorfer Marktplatz über einen Scheich mit 20 Weibern bis hin zu Angela Merkels Starfriseur. Zu Donald Trump stellte der Büttenredner kurz und bündig fest: „Der Präsident der USA, ja Gott sei Dank ist der nicht da.“ Das war aber nicht der Schlusspunkt dieses lustigen Abends:

Den Höhepunkt stellte die Uraufführung des von Hansi Leber komponierten und getexteten Liedes „Do im Glonntal“ dar, das er zusammen mit seiner Tochter Lydia aufführte. Hansi Leber betrachtet dieses Lied „als Liebeslied an die Marktgemeinde, weil es beschreibt, was Indersdorf so lebens- und liebenswert macht“. Während die Zuhörer dieses Lied bejubelten, ging Bürgermeister Franz Obesser auf die Interpreten zu und gratulierte.

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