Gemeinderat Indersdorf

Ladestation für Elektroautos am Kloster

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Sie wollen einen Beitrag für den Umweltschutz leisten: Indersdorfer Gemeinderäte haben entschieden, eine Ladestation für Elektro-Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen.

Indersdorf– Je mehr Ladestationen es flächendeckend gibt, umso lukrativer wird es, auch weitere Strecken mit einem Elektroauto zurückzulegen. Diesen Gedanken wollen die Indersdorfer Gemeinderäte unterstützen.

In der jüngsten Sitzung entschieden sie sich, eine Ladestation für Elektroautos beim Kloster am Parkplatz an der Rothbachwiese zu errichten. Fast einstimmig waren sich die Räte einig, dass diese Maßnahme als Vorbildfunktion für eine Kommune Sinn macht. Nur Florian Ebner (Wählervereinigung Eichhofen-Hirtlbach-Westerholzhausen) war anderer Ansicht: „Ist das eine Gemeindeaufgabe? Ich seh’ das nicht so. Zudem wäre dann an der Rothbachbrücke ein Parkplatz dauerhaft für Elektroautos blockiert.“ Zwar nicht als Pflichtaufgabe aber eben als wichtige Investition für die Zukunft, betrachtet der Fraktionssprecher der CSU, Philipp Blumenschein, das Projekt: „Es ist zwar keine Aufgabe der Gemeinde, aber wir sollten als Gemeinde vorangehen und das nötige Angebot schaffen. Wenn jeder nur wartet, bis sich alles wirtschaftlich rentiert, macht keiner mehr was.“

Auf eine Laufzeit von sechs Jahren gesehen, kommen auf die Gemeinde für eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge Kosten in Höhe von 10 200 Euro zu. Die Förderung ist dabei bereits abgezogen. Einige Gemeinderäte plädierten sogar dafür, gleich zwei Ladesäulen in Indersdorf zu errichten. SPD-Fraktionssprecher Hubert Böck sagte: „Wir sollten das Angebot schaffen, also bin ich auf alle Fälle für zwei Säulen.“ Seine Fraktionskollegin Anita Engelbrecht stimmte ihm zu. Hans Lachner brachte die geplante Marktplatzsanierung ins Spiel, um ein zusätzliches Angebot zu schaffen: „Jetzt bauen wir erst einmal eine, denn beim Marktplatzumbau kommt wahrscheinlich eh eine zweite dazu.“

Nicht gegen das Projekt an sich, aber gegen die, in seinen Augen, eher wahllose Festlegung des Standortes war Paul Böller von den Umweltdenkern. Er forderte: „Wir sollten uns erst einmal in Ruhe anschauen: Welcher Standort macht wirklich Sinn?“ Sein Fraktionskollege Florian Socher wollte eher Tempo in die Sache bringen: „Desto mehr Ladestellen es gibt, umso besser.“

Die Gemeinderäte entschieden sich mit zwei Gegenstimmen von Paul Böller und Florian Ebner für die Errichtung der Ladestation in der Nähe des Klosters. Die Verwaltung wird die Installation bei der Bayernwerk AG in Auftrag geben, die auch die Betreuung der Säule übernehmen wird.

Rubriklistenbild: © dpa

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