Mehrfarbige Hallenwand mit Sportler-Schatten
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Es gibt künftig neue Nutzungszeiten am Wochenende in der Verbandsturnhalle am Wittelsbacherring.

Zweckverband Grund- und Mittelschule ändert Nutzungszeiten der Turnhalle

Länger Sport am Wochenende

  • vonChristiane Breitenberger
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Indersdorfer Hallensportler wünschen sich längere Öffnungszeiten der Halle am Wittelsbacher Ring. Und sie bekommen sie - mit Einschränkungen.

Indersdorf – Abteilungen des TSV Indersdorf, die Hallensport in der Verbandsturnhalle betreiben, haben einen Wunsch: Sie wollen die Halle länger nutzen können. Bisher ist die Hallennutzung unter der Woche bis 22 Uhr möglich, am Wochenende bis 18 Uhr. Der Vorsitzende des TSV Indersdorf, Bernhard Wetzstein, hat nun einen Antrag an den Zweckverband Grund- und Mittelschule gestellt, die Hallenzeiten werktags bis 22.30 Uhr auszudehnen. Auch für das Wochenende, für Heimspieltage der Handballer oder Fußball-Turniere, wünscht sich der Sportverein eine Nutzung bis 22.30 Uhr.

Am Montagabend hat sich nun der Zweckverband mit dem Thema befasst. Die gute Nachricht für die Sportler vorweg: Sie können die Halle am Wochenende künftig länger nutzen.

Unter der Woche geht nichts: wegen der Anwohner

Doch die Verwaltung machte schnell deutlich: Eine Nutzungsverlängerung unter der Woche lehnt sie ab. Der Grund: die gesetzlich vorgeschriebene Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr. Zweckverbandsvorsitzender Franz Obesser sagte: „Bis das letzte Schwätzchen gehalten und die letzte Autotür zugeschlagen ist, wird’s oft sehr spät. Man muss auch an die Anwohner denken!“ Und Geschäftsleiter der Gemeinde Indersdorf, Klaus Mayershofer, weiß, dass sich viele Anwohner an den Geräuschen stören, die die Sportler machen, wenn sie die Halle verlassen. „Montags laufen hier die Telefone heiß, das akzeptieren die Anwohner nicht, das lässt sich keiner mehr gefallen.“ Auch Bernhard Wetzstein, der in der Sitzung zuhörte, kennt diese Beschwerdeanrufe.

Verbandsmitglied Susanne Seemüller wollte wissen: „Ist das denn wirklich gerechtfertigt, dass die Anwohner damit ein Problem haben?“ Doch die Bürgermeister Marcel Fath aus Petershausen und Harald Dirlenbach aus Vierkirchen unterstrichen das Recht auf die Nachtruhe der Anwohner. „Hier muss man gerade als Kommune besonders aufpassen“, betonte Fath. Harald Dirlenbach schlug vor, die Hallennutzung am Sonntag bis 20 Uhr zu begrenzen – um die Anwohner zu entlasten.

Die Verbandsmitglieder einigten sich nach der Diskussion einstimmig darauf, dass die Sporthalle werktags, wie bisher, bis 22 Uhr genutzt werden darf, samstags künftig statt 18 bis 22 Uhr und sonntags statt 18 bis 20 Uhr. Ausnahmen sind bei bestimmten Veranstaltungen möglich.

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