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Raus in die Natur: Beim Zeltlager der Jugendarbeit im Landkreis gelten heuer strenge Hygieneregeln.

Lagerfeuerromantik und Händewasch-Wettbewerb

Zweckverband Jugendarbeit bietet Zeltlager mit Hygienekonzept in Ainhofen an

  • Petra Schafflik
    vonPetra Schafflik
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Gute Nachrichten für die Jugendlichen der Region: Die Jugendarbeit im Landkreis bietet ein Zeltlager in Ainhofen an - und geht damit ein Risiko ein, das nicht viele Institutionen derzeit in Kauf nehmen wollen...

Auf Schnitzeljagd durch den Wald streifen, sich am Bach gegenseitig nass spritzen, über dem Lagerfeuer ein Stockbrot brutzeln, gemeinsam mit Freunden übernachten: Zeltlager bieten viele kleine Abenteuer und sind deshalb bei Mädchen wie Buben beliebt. Allerdings haben in diesem Jahr viele Organisationen auch im Landkreis ihre schon geplanten Freizeitwochen wegen der Corona-Pandemie abgesagt. In ganz Bayern gibt es so gut wie kein Angebot. Doch der Zweckverband Jugendarbeit mit Sitz in Haimhausen, der in zehn Kommunen aktiv ist, organisiert für Acht- bis Zwölfjährige Kinder aus seinen Gemeinden von Montag, 27. Juli, bis Freitag, 31. Juli, ein Zeltlager in Ainhofen.

„Kinder haben in den vergangenen Monaten coronabedingt viel aushalten müssen“, sagt Olaf Schräder, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbands. Auch die Sommerferien versprächen wohl nicht für alle die übliche Freiheit und Erholung. In vielen Familien werde es heuer keine Urlaubsreise geben, so Olaf Schräder.

„Wir wollen den Kindern mit dem Zeltlager eine Woche bieten, die sich wie Abenteuer und Urlaub anfühlt.“ Für die Teilnehmer soll es eine fröhliche und entspannte Zeit werden. Die Ferienwoche steht unter dem Motto: „Kalle Blomquist“ – diese Detektiv-Figur der Kinderbuch-Autorin Astrid Lindgren verspricht den Zeltlager-Teilnehmern einiges an Spannung und Knobelei.

Trotzdem wird vieles anders sein als in früheren Jahren. „Denn natürlich beachten wir das Infektionsschutzgesetz.“ Ein Hygienekonzept ist mit den Behörden abgestimmt und genehmigt, betont Schräder. Danach dürfen bis zu zehn Kinder in den Gemeinschaftszelten gemeinsam übernachten. Über den Tag sollen sich diese Gruppen dann aber möglichst wenig mischen, deshalb werden die Mädchen und Buben auch zeitversetzt essen.

Natürlich muss auch im Haupthaus mit dem Sanitärbereich mehr geputzt, alle Spielgeräte regelmäßig desinfiziert werden. Eine Herausforderung, denn die Kinder sollen ja eine möglichst unbeschwerte Ferienwoche verbringen, vom Hygiene-Management möglichst wenig mitbekommen. „Wir werden das spielerisch verpacken, etwa mit einem Händewasch-Wettbewerb“. Als Vorteil erweise sich das Grundkonzept eines Zeltlagers: „Wir sind quasi rund um die Uhr draußen.“

Die Zahl der Teilnehmer ist strikt auf 72 begrenzt, in früheren Jahren tummelten sich stets an die 120 Kinder beim Zeltlager des Zweckverbands. Im Gegenzug wird das Team aus Pädagogen und ehrenamtlichen Betreuern deutlich vergrößert. Für alle wünscht sich Schräder „eine gute Zeit“. Das wünschen sich offenbar auch viele Eltern für ihre Kinder. Obwohl die Anmeldung offiziell noch gar nicht gestartet ist, „gibt es schon erste Buchungen“.

Zusätzlich zum Zeltlager, das nur Kindern aus den Mitgliedsgemeinden des Zweckverbands offensteht, gibt es auch ein Sommercamp für Kinder der ersten bis sechsten Klasse aus allen Gemeinden. Das läuft im Rahmen des vom Kultusministerium angeregten zusätzlichen Ferienangebots und wird vom Bayerischen Jugendring gefördert. Vom 3. August bis 4. September lässt sich wochenweise dieses Camp buchen, das auch auf dem Freizeitplatz in Ainhofen stattfindet. Die Kinder verbringen dort den Tag und kehren abends nach Hause zurück. Für Mädchen und Buben aus den Mitgliedsgemeinden des Zweckverbands gibt es gegen Aufpreis ein Shuttle nach Ainhofen. Informationen zu Zeltlager und Sommercamp unter Telefon 0 81 33/60 75.

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