Kirche Dorf
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Für die Renovierung der Kirche St. Valentin in Hirtlbach wird heuer ein Gemeindezuschuss in Höhe von 12 453,96 Euro an den Pfarrverband Erdweg gezahlt.

Zeichen setzen auch in schwierigen Zeiten

Grundsatzbeschluss im Indersdorfer Gemeinderat: Marktgemeinde bezuschusst weiter die Kirchenbauten

  • vonChristiane Breitenberger
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In Indersdorf gibt es einen Grundsatzbeschluss, dass die Gemeinde Kirchen einen Zuschuss für Investitionen und den Unterhalt von Gebäuden in Höhe von drei Prozent zahlt. In seiner Sommersitzung hatte der Hauptausschuss beschlossen, dass dieser Beschluss aus dem Jahr 1997 überprüft werden soll und dass es zudem einen Zuschuss für die Gehwege in Friedhöfen geben soll.

Indersdorf – Nun befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema. Kämmerer Philipp Blumenschein stellte die Frage, „ob die Gemeinde mit dem Steuergeld ihrer Bürger auch in Zeiten deutlich schwierigerer Haushaltslagen weiterhin Bauten der Kirche fördern will“? Er gab zu bedenken, „dass sich seit 1997 nicht nur ein Wandel in der Zugehörigkeit zu den Religionsgemeinschaften ergeben hat“, sondern verwies auch auf die Mehrausgaben, die für die Gemeinde anstehen: „Auch das Aufgabenfeld der Kommunen ist ständig gewachsen. Besonders im Bereich der Kinderbetreuung und -beschulung – mit überwiegend negativen Auswirkungen auf die kommunalen Finanzen“, betonte Blumenschein.

Doch der Mehrheit der Indersdorfer Gemeinderäte ist es wichtig, diesen Grundsatzbeschluss aufrecht zu erhalten. Andreas Geier vom Bürgerblock Niederroth sieht das „Ja“ zum Grundsatzbeschluss vor allem als eine Art Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement: „Es ist ein Signal, das wir aussenden, an die Menschen, die so was organisieren.“ Also an diejenigen, die sich zum Beispiel in den Kirchenverwaltungen einsetzen, „hier ist die Wertschätzung wichtig“. Zudem betonte Geier, dass es sich hier um „Kulturgüter handelt. Das sollten uns unsere Kirchen schon wert sein.“

Gegen zwei Stimmen entschieden sich die Gemeinderäte für den Grundsatzbeschluss, den Kirchen weiterhin einen Zuschuss in Höhe von drei Prozent der Kosten zu gewähren. Kämmerer Blumenschein erklärte, dass dieser Grundsatzbeschluss keine Blankovollmacht ist. „Über jeden Zuschussantrag stimmt nochmal gesondert der Gemeinderat ab.“ Doch mittels eines solchen Beschlusses generiere man auch Planungssicherheit für die Kirchen.

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