Florian Buschmann bei Anzapfen, bei dem es kräftig spritzte. Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser schaut gespannt zu.
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Florian Buschmann bei Anzapfen, bei dem es kräftig spritzte. Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser schaut gespannt zu.

Sumitomo (SHI) Cyclo Drive Germany feiert große Eröffnung des neuen Entwicklungszentrums

5,5 Millionen Euro für die Zukunft

  • VonJosef Ostermair
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Indersdorf – Große Freude beim Indersdorfer Getriebespezialisten Sumitomo (SHI) Cyclo Drive Germany, der das im Februar in Betrieb genommene, wichtige Forschungs-und Entwicklungscenter Global Research & Development (R&D) im Rahmen eines Familienfestes für die Belegschaft offiziell eröffnet hat.

Rund 5,5 Millionen Euro hat das Unternehmen investiert, um am europäischen Hauptsitz in Indersdorf mehr Ressourcen für die Entwicklung innovativer Getriebe und Antriebe zu haben. Der Bau der Einrichtung für ein internationales Entwicklerteam zeugt vom Verständnis des japanischen Mutterkonzerns für den europäischen Markt, in dem kundenspezifisch entwickelte Systemlösungen eine immer größere Rolle spielen.

Zur feierlichen Eröffnung des Forschungs-und Entwicklungszentrums begrüßten Sumitomo-Geschäftsführer (CEO) Florian Butzmann und Geschäftsführer (CTO) Dr. Johann Hopfner neben den vielen Mitarbeitern Landrat Stefan Löwl, Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser und Johann Liebl, den Leiter der Wirtschaftsförderung im Landkreis.

Wie Florian Butzmann in seiner Eröffnungsrede betonte, ist der Sumitomo Drive Technologies-Standort in Indersdorf als Wertschöpfungsstandort vor allem fokussiert auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Präzisisonsantrieben, Zentrifugen/Dekantierantrieben und Sondergetriebeantriebslösungen für spezielle Anforderungen an Robustheit oder Kompaktheit. „Mit dem neuen Entwicklungsgebäude können wir jetzt endlich alle unsere Teststände unter ein Dach mit den Büros bringen. Was aber noch wichtiger ist: Wir haben so die Möglichkeit bekommen, globale Kulturen, Kompetenzen und Konzepte zusammen bringen“, freute sich Butzmann.

So sei man nun nicht nur gut vorbereitet, um „hervorragende Entwicklungsarbeit zu leisten, sondern auch um die Herausforderungen der Kunden annehmen zu können“. Digitalisierung, Automation und Umweltschutzmaßnahmen bedeuten Herausforderungen, die man nun noch besser verstehen und lösen könne.

Das neue R&D-Center hat globale Bedeutung für das Unternehmen. Es war nur den coronabedingten Reisebeschränkungen geschuldet, dass hochrangige Vertreter des japanischen Mutterkonzerns nicht bei der Eröffnungsfeier dabei sein konnten. Buschmann las das Grußwort von General-Manager Akira Yamamoto vor, der betonte, wie wichtig es sei, in moderner Arbeitsumgebung und mit einem international zusammengesetzten Team, das global zusammenarbeitet, verfügen zu können.

„Noch vor 20 Jahren haben die Entwicklungsteams in Japan und in Deutschland getrennt gearbeitet, obwohl unser wichtigstes Produkt ja seine Wurzeln in Deutschland hat“, schrieb Yamamoto mit dem Hinweis, dass der Wunsch nach einer enger vernetzten Zusammenarbeit mit echtem Austausch über Jahre gewachsen sei, „in denen wir erkannt haben, das wir genau so den richtigen Schritt in die Zukunft gehen. In eine Zukunft, in der wir als Unternehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung auf der ganzen Welt erfüllen und uns den großen Herausforderungen gemeinsam stellen und weiterhin erfolgreich arbeiten können“.

Die neuerbaute Versuchshalle ist 950 Quadratmeter groß und verfügt über einen 850 Meter großen Bürobereich auf zwei Ebenen. 15 Mitarbeiter arbeiten in der Konstruktion und Entwicklung, weitere acht Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz im Bereich Forschung und Entwicklung.

Auf dem Dach der Versuchshalle sind 222 PV-Module montiert, mit einer installierten Leistung von 73,26 kWp. So fasste Florian der 46-jährige Butzmann, dessen Motto es sei „Leben und leben lassen“ zusammen: „Das Unternehmen hat Perspektive“.

Dr. Johann Hopfner, der viele Jahre in Indersdorf die Fäden zog und schon in wenigen Tagen in den wohlverdienten Ruhestand geht, war es vergönnt, über einen roten Teppich in das stattliche Gebäude zu gehen und das obligatorische Eröffnungsband zu durchschneiden. Er sprach hinsichtlich des Neubaus von der Erfüllung eines lang gehegten Traumes und einer neuen Ära am Standort Indersdorf mit einer pfiffigen Lösung, denn es habe zuvor an einer zeitgemäßen Versuchsausstattung gefehlt. Hopfner stellte heraus, dass man in einer Zeit in Indersdorf gebaut habe, in der andere große Firmen ins Ausland verlagern.

„Ein Schritt in eine klare Standortsicherung“, so der scheidende Chef, dem Landrat Stefan Löwl einen wohlverdienten Ruhestand wünschte. Löwl unterstrich, dass er es schätze, wenn wie bei Sumitomo in die Zukunft der Mitarbeiter investiert werde. „Ein Arbeitgeber, der hoch qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort schafft“, lobte der Landrat.

Auch Bürgermeister Franz Obesser brachte seine Freude über das mit der Gemeinde Indersdorf verwurzelte Hightech-Unternehmen zum Ausdruck. Löwl und Obesser haben sich natürlich auch im Baugenehmigungsverfahren stark für Sumitomo Drive Technologies eingesetzt.

Weil theoretisch Oktoberfestzeit ist, gab es für alle Gäste Wiesn-Herzen. Florian Butzmann übernahm den Bieranstich, bei dem es kräftig spritzte, bevor er „Ozapf is“ verkünden konnte.

Applaus für das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum.

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