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Zum Sieg im Wettmelken gratulierten Martin Kiening (l.) und Peter Bertele (r.) Josef Riepl und Sandra Neumayer.  

Veranstaltung des BDM in Arnzell

Muichmadlboi ohne Muichmadl

Der Muichmadlboi hat bei der Landjugend nach wie vor Magnetwirkung. Auch kamen viele fesche Madl und stramme Burschen in Dirndl und Lederhosen zu dieser Traditionsveranstaltung. Allerdings fehlte heuer etwas Entscheidendes.

Arnzell – Die Veranstaltung des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) im Wackerl-Saal von Arnzell war wieder gut besucht. Allerdings gab es aus organisatorischen Gründen heuer keine Wahl zum Muichmadl.

Zu den heißen Rhythmen der Showband „Sunny Side“ wurde fleißig getanzt und geflirtet, doch der Höhepunkt des Abend war ein anderer: das große Wettmelken an der BDM-Pappkuh „Faironika“. Während vielen Bauern aufgrund der schlechten Milchpreise das Kuhmelken fast schon vergangen ist, tobten sich die jeweils fünf Madl und Buam bei diesem originellen Wettkampf richtig aus. Die BDM-Landkreis-Verantwortlichen, Martin Kiening aus Niederroth, Peter Bertele aus Humersberg und Martin Schneider aus Tiefenlachen, wachten darüber, dass ja alles fair zuging und die gemolkenen Milliliter Wasser exakt gemessen und erfasst wurden.

Bei den männlichen Melkern trumpfte ein 21-jähriger Landwirt aus Wenigmünchen groß auf: Josef Riepl, der auf dem elterlichen Hof Ackerbau betreibt und Mutterkühe hält, werkelte an dem künstlichen Euter wie ein „Wahnsinniger“, konnte sich so aber mit 490 gemolkenen Millilitern innerhalb einer Minute zum Melksieger küren lassen.

Der zweitbeste männliche Melker, nämlich Simon Jung, kommt aus der Marktgemeinde Indersdorf, aus Obermoosmühle. Er konnte der „zachn Kuah“ 250 Milliliter entlocken. Es folgten: Ludwig Reisner, Stadelham, 145; Michael Riedmair, Thalmannsdorf, 100; Thomas Reisner, Unterhausen, 60.

Besonders interessant war, dass sich auch fünf Madl zum Wettmelken meldeten und ausgerechnet die jüngste im Bunde, die 18-jährige Schülerin Sandra Neumayer aus Vierkirchen, das Rennen machte. Weil sie zudem die Einzige war, die nicht aus der Landwirtschaft kommt, wurde sie natürlich besonders stark von den Ballgästen angefeuert. Sandra Neumayer trat als Letzte der fünf Damen an und siegte souverän mit 320 gemolkenen Millilitern pures Wasser.

Die Nächstbesten waren die beiden Eichhofener Bauerstöchter, Anni Heinzlmeir (100) und Maria Heinzlmeir (95), vor Sabrina Weber aus Eisenhofen (90) und Kathi Keil aus Niederroth (80).

Im Finale trat der beste Bursche, Josef Riepl, gegen die Damen-Siegerin Sandra Neumayer an. Während Riepl hier immerhin noch 470 Milliliter Wasser in den Eimer brachte, war der weiblichen Überraschungssiegerin, Sandra Neumayer, ein leichter Kräfteverschleiß anzumerken, so dass nurmehr 250 Milliliter gemessen werden konnten. Das tat der Gaudi aber keinen Abbruch.

Sandra Neumayer war die versprochene Laterndl-Maß sicher. „Ein Getränk, das ich bisher gar nicht kannte“, versicherte sie. Josef Riepl durfte eine Goaßmaß in Empfang nehmen, bevor Neumayer und Riepl zum Sieger-Tanz antraten. Auch die übrigen acht Melkerinnen und Melker gingen nicht leer aus. Für sie gab’s als Trostpreis zur Erinnerung an dieses Gaudium die BDM-Plüschkuh.

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