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Einen bunten und friedlichen Umzug wünscht sich das Indersdorfer Faschingskomitee.

Alles Wissenswerte zum Faschingsumzug in Indersdorf

Heuer gelten verschärfte Sicherheitsregeln

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Am kommenden Wochenende schlängelt sich wieder der Indersdorfer Gaudiwurm durch den Ort. Über alles, was Teilnehmer und Zuschauer über den größten Faschingszug im Landkreis wissen müssen, gibt Johannes Böller vom Faschingskomitee einen Überblick. Heuer gibt es zum ersten Mal verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Und das aus einem guten Grund.

Indersdorf– Das Faschingskomitee Indersdorf veranstaltet heuer zum 45. Mal den Faschingszug in Indersdorf. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Johannes Böller, der beim Faschingskomitee für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, ist schon richtig heiß auf den Faschingssonntag am 11. Februar. Seit einem Jahr freut er sich schon wieder auf den nächsten Umzug.

Über alles Neue gibt Johannes Böller einen Überblick.

Heuer gibt es zum ersten Mal verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Grund dafür ist der Unfall, der sich im vergangenen Jahr nach dem Umzug ereignete. Ein 21-Jähriger war von einem Wagen aus vier Metern Höhe auf die Fahrbahn gestürzt und hatte sich schwere Kopfverletzungen zugezogen. Monatelang litt er unter den Folgen des Unfalls, mittlerweile geht es ihm wieder gut, informiert Böller.

Deshalb überlegten sich die Veranstalter, wie sie den Umzug künftig noch sicherer machen können. So luden sie 2017 zum ersten Mal im Rahmen der jährlichen Sicherheitssitzung auch alle Zugteilnehmer ein. „Es ist ein Treffen mit den Zugführern, dem Sicherheitsunternehmen, der Polizei, der Feuerwehr, dem BRK und Vertretern des Landkreises“, erklärt Böller. Dabei entschieden die Verantwortlichen, heuer die Wagen auf eine Maximal-Höhe und -Breite zu begrenzen. Höchstens 4,20 Meter hoch und drei Meter breit darf ein Wagen jetzt sein. „Früher war das egal, aber je höher der Wagen, umso gefährlicher“, erklärt Böller. „So schützen wir die Leute etwas vor sich selbst. Wir hoffen immer, dass sich niemand verletzt.“ Die neuen Regeln werden heuer streng kontrolliert. „Die Wagen müssen ein Tor passieren, das die Maße aufweist“, erklärt Johannes Böller das Prozedere. Das Faschingskomitee hat die Regel aber nicht einfach nur beschlossen. „Wir haben alle angerufen und rechtzeitig informiert. Manche Wagenbauer haben wir auch rechtzeitig besucht“, weiß Böller. Zudem werden die TÜV-Gutachten, das Verbot von Glasflaschen und die Ausrichtung der Lautsprecherboxen nach innen überprüft. „In Kooperation mit Sicherheitsdienst und Polizei behalten wir uns vor, bei Verstoß gegen die Auflagen Wagen oder Gruppen auszuschließen.“ Ist aber so bisher noch nie passiert. Auch auf die Themen hat das Faschingskomitee ein Auge: „Wir wollen nichts beleidigendes, gewaltverherrlichendes und nichts, was unter die Gürtellinie geht“, betont Johannes Böller.

Wie bereits in den letzten Jahren werden auch heuer rund 60 Wagen und Fußgruppen sowie 10 000 bis 20 000 Zuschauer erwartet. Bis jetzt haben sich schon 55 Gruppen angemeldet.

Eine gute Nachricht gibt es zum Thema Toiletten. „Am unteren Markt gibt es heuer sogar vier Dixis und eben die Pissoirs.“ Zudem sind je zwei Toilettencontainer beim Zebrastreifen beim Seidl und hinterm Rathaus aufgestellt. Insgesamt gibt es zwölf Dixiklos entlang der Zugstrecke.

Die Teilnehmer werden gebeten, sich bis spätestens 12 Uhr an der Pasenbacher Straße aufzustellen, damit der Zug pünktlich um 12.45 Uhr beginnen kann. Die Kontrolle der Wagen findet wie bereits im vergangenen Jahr während der Aufstellung an der Pasenbacher Straße statt. Nach dem Umzug sorgt bis 21 Uhr ein DJ am Marktplatz für Stimmung, diverse Buden sorgen für das leibliche Wohl.

Für Familien mit kleinen Kindern empfiehlt Johannes Böller den Bereich Marienplatz und Mesnerplatz. „Von da kann man den Umzug schön sehen, und das BRK sorgt mit seinem Stand auch für alkoholfreie Getränke.“

Böller weiß genau, wer seine wichtigen Leute beim Umzug sind: „Zu den wichtigsten gehören die rund 50 ehrenamtlichen Kassiere. Mit ihrem Engagement leisten sie wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Gelingen der Veranstaltung.“ Heißt im Klartext: Das Komitee könnte sich ohne die Kassiere nicht in dem Maße sozial einsetzen, wie es das seit Jahrzehnten tut. Denn der Erlös des Faschingssonntags wird komplett für soziale Zwecke verwendet, hauptsächlich für die Ausrichtung des Seniorennachmittags am Volksfest.

Anmeldungen zum Umzug

sind im Bürgerbüro der Gemeinde Indersdorf (0 81 36/93 41 50) noch bis kommenden Mittwoch, 7. Februar, möglich. Infos gibt es im Internet unter www.markt-indersdorf.de.

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