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Die beiden Gemeindechefs zeigen , wo der Radweg fortgesetzt werden soll. Links Franz Obesser (Indersdorf), rechts Markus Hertlein (Hilgertshausen-Tandern).

Indersdorf/Hilgertshausen

Radweg im Fokus

  • vonJosef Ostermair
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Noch führt der Radweg an der Staatsstraße 2050 von Langenpettenbach aus zwar in Richtung Hilgertshausen, aber am Stangenrieder Berg, an der Abzweigung nach Kleinschwabhausen/Ainhofen ist Schluss: Das soll sich ändern, es gibt schon seit längerer Zeit Überlegungen, diesen Radweg bis Hilgertshausen fortzuführen. Um diesen Weiterbau zu realisieren, haben nun die Gemeinden Markt Indersdorf und Hilgertshausen-Tandern mit dem Staatlichen Bauamt Freising eine Planungsvereinbarung geschlossen.

Der Bau von neuen Radwegen steht derzeit ganz oben auf der Agenda sowohl des Freistaats als auch der Kommunen. Zum einen nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad für ihren Weg zur Arbeit, zum anderen soll das Radfahren besonders außerhalb geschlossenen Ortschaften sicherer gemacht werden. Der Bürgermeister von Hilgertshausen-Tandern, Markus Hertlein, denkt da besonders an die Sicherheit der Schulkinder. Er kann sich vorstellen, dass Kinder aus seiner Gemeinde, die die Realschule oder das Gymnasium in Indersdorf besuchen, an schönen Tagen gerne mal aufs Radl umsteigen würden, wenn die Lücke im Fahrradnetz zwischen Hilgertshausen und dem Abzweig Kleinschwabhausen entlang der St 2050 nicht wäre.

Dieser Lückenschluss ist erfreulicherweise vergangenes Jahr in das Radwegeprogramm der Regierung aufgenommen worden.

Nun planen Indersdorf und Hilgertshausen-Tandern mit Unterstützung durch ein Fachbüro diesen Radweg. Das Staatliche Bauamt steht unterstützend zur Seite. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit zwei überaus engagierten Gemeinden zusammenarbeiten können. Diese Kooperation ermöglicht es, rasch eine Lücke im Radwegenetz des Landkreises zu schließen“, sagte Sylvia Pfister, die Abteilungsleiterin im Staatlichen Bauamt für den Landkreis Dachau.

Die etwa 3,2 Kilometer lange Radwegestrecke soll östlich der Staatsstraße verlaufen und am Abzweig Kleinschwabhausen an den bestehenden Geh- und Radweg anschließen. Mit der Planungsvereinbarung beauftragen die beiden betroffenen Gemeinden die Planungsleistungen für den Geh- und Radweg. Aufgabe der beiden Gemeinden ist es, mit Unterstützung des Staatlichen Bauamts die Grunderwerbsverhandlungen zu führen.

Die bisher angefallenen Planungskosten, auch die der Machbarkeitsstudie, tragen die Gemeinden, aber das Staatliche Bauamt übernimmt die künftig anfallenden Planungs- und auch die Baukosten. Ziel sei es, die Planung schrittweise zu erarbeiten. Die beiden Bürgermeister strahlen Zuversicht ausaus. „Diese Radwegeverbindung ist ein wichtiges Projekt, das sich unsere Bürger schon lange wünschen. Die Umsetzung der nächsten Schritte zusammen mit der Marktgemeinde und dem Staatlichen Bauamt werden wir nun mit Nachdruck angehen“, unterstreicht Hertlein.

Und sein Indersdorfer Pendant Franz Obesser betont, dass gerade der Radwegebau in Markt Indersdorf hohen Stellenwert genieße. Dass im Rahmen eines interkommunalen Projektes mit Hilgertshausen-Tandern so ein Radwegstück ermöglicht werde, könne man nur begrüßen.

Zudem bedeute dieses Teilstück auch eine nahtlose Verbindung in das Radwegenetz des Landkreises Pfaffenhofen/Ilm.

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