Mann mit Warnweste und einem Fahrrad
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Mit einem Fahrradblog möchte Hubertus Schulz für mehr Sicherheit sorgen.

Plattform für alle Radler und deren Sorgen

Fahrrad-Blog für mehr Sicherheit in der Gemeinde Indersdorf

  • vonChristiane Breitenberger
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Der Indersdorfer Fahrradreferent Hubertus Schulz hat einen Radl-Blog ins Leben gerufen. Mit der Plattform möchte er für mehr Sicherheit und Transparenz sorgen.

Indersdorf – Hubertus Schulz will rund ums Thema Radfahren in den kommenden Jahren einiges bewegen. Jetzt hat der Indersdorfer Fahrradreferent einen Blog ins Leben gerufen. Hier hat jeder die Möglichkeit, gefährliche Stellen für Radfahrer einfach zu melden, sowie Vorschläge für Verbesserungen zu machen. Zudem will Schulz hier über politische Projekte informieren.

Schulz initiiert Blog rund ums Thema Radwege in der Marktgemeinde

Radfahren liegt im Trend, immer mehr Menschen nutzen grade innerorts das Fahrrad statt das Auto. Wie auch Hubertus Schulz (Bündnis 90/die Grünen), wenn er zum Beispiel zur Gemeinderatssitzung fährt. Er sitzt seit Anfang der Amtsperiode für die Faktion Bündnis 90/die Grünen im Gemeinderat. Zudem engagiert er sich seitdem als Fahrradrefertent der Gemeinde Indersdorf und hat bereits einiges angestoßen. So zum Beispiel hat er einen Blog ins Leben gerufen – einen Blog rund ums Thema Radwege in der Gemeinde und im Landkreis.

Das Ziel: Gefährliche Stellen melden und Verbesserungsvorschläge unterbreiten

Schulz kennt das: Man unternimmt eine Radtour und plötzlich endet der Weg und man muss auf die Straße ausweichen, oder: Der Weg hat ein gefährliches Schlagloch. In diesen Situationen fragen sich die Radfahrer: Wohin mit diesen Infos, wohin mit den Anregungen, um die Situation zu verbessern? Unter anderem deswegen hat Schulz den Blog ins Leben gerufen. Hier hat jeder die Möglichkeit, gefährliche Stellen einfach zu melden, sowie Vorschläge für Verbesserungen zu unterbreiten. Schulz verspricht, „die eingehenden Meldungen an die kommunalen Verwaltungen weiterzuleiten. Es soll dokumentiert werden, wie die Fortschritte sind. Die Seite ist gerade erst gestartet und soll laut Schulz weiter aufgebaut werden.

Der Fahrradreferent erklärt weiter: „Dieser Blog soll Transparenz schaffen – über die Qualität unseres Radwegenetzes und der Verkehrsanlagen. Alle, die sich über geltende Vorschriften, Erfahrungen mit den Anlagen aber auch Lösungsvorschläge informieren möchten, sollen hier Antworten erhalten oder die Links, unter denen man sie findet.“

Drei wichtige Punkte: Sicherheit, Ressourcenschonung, radfreundliche Innenstädte

Schulz, der auch Mitglied beim ADFC ist, geht es bei seinem Blog um drei zentrale Punkte: Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen, besonders die der Kinder. Möglichst schonend mit den Ressourcen umgehen,damit auch Alternativen zu neuen asphaltierten Radwegen in Betracht ziehen und: die Innenstädte Rad-freundlicher machen.

Der Blog soll aber nicht nur für eine bestimmte Gruppe sein, sondern eben „für alle“, wie Schulz betont. Er erklärt: „Wer ist schon ausschließlich Radler? Die meisten fahren Rad, haben ein Auto, fahren auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – und gehen auch zu Fuß. Nur sind die Ressourcen heute noch nicht fair verteilt.“ Im Bereich der Rad- Verkehrsanlagen sieht er einen „hohen Nachholbedarf“. Oft seien im Verlauf einer Strecke die Gemeinde, der Landkreis und auch der Staat zuständig. „Da hilft es, wenn alle zusammenhelfen“, so Schulz.

Der Blog

Der Radelmonitor ist im Internet unter https://radelmonitor.de/ zu finden. Er bietet Infos, Austausch und Wissenswertes über die Radwege rund um die Marktgemeinde Markt Indersdorf und dem Landkreis Dachau und soll sukzessive aufgebaut werden.

Unterschriftenaktion für Radweg

Sechs Fraktionen aus den Gemeinden Indersdorf und Weichs haben vor kurzem einen Antrag auf einen Radweg an ihre Bürgermeister gestellt. Der Wunsch-Radweg soll in zwei Bauabschnitten entstehen. Erst von Indersdorf bis zur Abzweigung nach Zillhofen. Im zweiten Abschnitt soll der Anschluss zum Radweg an der DAH 11 folgen. Als die Anträge in den jeweiligen Gremien behandelt wurden, zeigte sich: Es scheitert in erster Line am Grunderwerb. „Die Situation gerade auf Weichser Flur, aber auch auf Indersdorfer Seite gestaltet sich äußerst schwierig. Wir haben schon viele Gespräche in dieser Hinsicht geführt“, erklärte der Indersdorfer Bauamtsleiter. Das Projekt brauche einfach „sehr viel Geduld“. Doch Indersdorf hat bereits Erfahrungen mit schwierigen Grundstücksverhandlungen – wie damals beim Radweg fürs Gymnasium „da hat’s ja dann auch geklappt“, so Weisser. Das Projekt werde weiter verfolgt. Jetzt haben die Unterstützer des Antrags eine digitale Unterschriftenaktion gestartet. Der Link ist http://chng.it/S9Fw8KzNwJ. Wir haben bereits 484 Unterschriften, möchten aber mindestens über 1000 kommen, so Hubertus Schulz. Der Indersdorfer Fahrradreferent erklärt: „Durch Corona sind wir erst mal digital unterwegs, möchten aber auch direkte Aktionen und klassische Listen auslegen, sobald es machbar und sinnvoll bezüglich der Lockdown-Auflagen ist.“

Christiane Breitenberger

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