Kette der helfenden Hände
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Die Kette der helfenden Hände unterstützt Menschen in Not

Die Herausforderungen einer jungen Mutter nach dem Tod ihres Mannes

Plötzlich ohne Mann und Vater

Sie waren beim Einkaufen, als es passiert ist: Ihr Mann brach zusammen und starb – noch an Ort und Stelle. Nun ist Katarzyna Jendrzej Witwe und alleinerziehende Mutter.

Indersdorf – Acht Jahre ist es her, dass Katarzyna Jendrzej ihre Heimat Polen verlassen hat und nach Deutschland kam. Hier lernte sie ihren Mann kennen. Sie gründeten eine Familie und lebten mit ihrem Sohn fortan in Indersdorf.

Jendrzejs Mann war Vollzeit als Kfz-Mechaniker tätig, während sie selbst Teilzeit in einem Hotel arbeitete. Doch mit Beginn der Pandemie musste die 31-Jährige in Kurzarbeit. Im September folgte dann ihr Mann. „Das Coronavirus hat ihm große Angst gemacht,“ erzählt Katarzyna Jendrzej.

Am 12. Dezember änderte sich das Leben der Familie schlagartig. Jendrzej war gemeinsam mit ihrer Familie im Supermarkt, als es geschah. „Er hat noch meinen Namen gesagt und sich versucht an mir festzuhalten.“ Kurze Zeit später war ihr Mann tot. Er starb im Alter von nur 32 Jahren an einem Herzinfarkt.

Zurück bleibt eine verzweifelte Mutter mit ihrem Kind. „Mein Mann hat sich immer um alles Wichtige hier in Deutschland gekümmert“, erzählt sie. Nun ist sie auf sich alleine gestellt – und das in einem fremden Land. Als die 31-Jährige die Unterlagen ihres Mannes durchgeht, findet sie ein Kündigungsschreiben. „Das hat mich sehr überrascht.“ Schließlich hatte ihr Mann ihr davon nichts erzählt. „Wahrscheinlich wusste er nicht, wie er es mir sagen sollte“, meint Katarzyna Jendrzej. Vielleicht sei der Stress in der Arbeit auch ein Grund für seinen frühzeitigen Tod.

Alleinerziehende Mutter vor großen Problemen

Die alleinerziehende Mutter steht seitdem vor einigen Herausforderungen. Alleine kann sie die Miete nicht mehr zahlen. Die Caritas habe der Witwe jedoch versichert, dass sie und ihr Sohn ein halbes Jahr noch dort wohnen bleiben könnten. Wie es danach weiter geht, ist ungewiss.

Die junge Frau will auf jeden Fall in Indersdorf wohnen bleiben, da ihr Sohn und sie hier viele Freunde gefunden haben. Nach dem Tod ihres Mannes muss die 31-Jährige nun viele Anträge einreichen. „Zum Glück bekomme ich so tolle Unterstützung von einem Bekannten und meiner Nachbarin“, berichtet Katarzyna Jendrzej. Da ihr Deutsch nicht so gut sei, seien ihr die beiden eine große Hilfe.

„Ohne diese Leute hätte ich es nicht geschafft“, sagt sie und schluchzt. Auch ein Laptop würde ihre organisatorische Arbeit deutlich erleichtern – gerade in Zeiten von Corona, in denen vieles online abläuft. Doch dazu reicht das Geld nicht.

Mit Spenden von der „Kette der helfenden Hände“ werden Menschen wie die junge Mutter unterstützt, die unschuldig in Not geraten sind und schwierige Zeiten durchleben.

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