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Verkleidet als Jedi-Ritter: Die bei der nationalen Eurobot-Entscheidung erfolgreichen Mitglieder des GMI-Robotik-Teams,, zusammen mit ihrem selbst gebauten Roboter und den Lehrkräften Barbara Schorn und Philipp Leebmann.  

Preis für Robotik-AG am Gymnasium

Bundespräsident zeichnet Indersdorfer aus

Sie räumt einen Preis nach dem anderen ab: die Robotik-AG am Indersdorfer Gymnasium – auch wenn die Konkurrenten mal Studenten sind. Doch diese Ehrung ist selbst für die Überflieger etwas Außergewöhnliches: Jetzt zeichnet sogar der Bundespräsident das Team aus.

Indersdorf– Die AG Robotik am Gymnasium Markt Indersdorf (GMI) ist hervorragend aufgestellt, das weiß die Schulfamilie schon länger: Die Schüler kamen in den vergangenen Jahren fünfmal in Folge mit einer Auszeichnung von der Student Robotics in England – einem internationalen Robotik-Wettbewerb für Schüler und Studierende – nach Hause und räumten Preise in allen vier möglichen Kategorien ab. Der Schulgemeinschaft am GMI war das einen Förderpreis wert.

Nun aber haben die jungen Technik-Freaks so richtig zugeschlagen. Genau einen Tag nach der Förderpreisverleihung erfuhren sie, dass sie im Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik, der unter dem Motto steht „Sei weltbewegend! Verantwortungsvoll handeln. Miteinander gestalten“, einen der ersten drei Preise in der Altersgruppe III errungen haben. Ausgezeichnet wird die Gruppe für einen Wettbewerbsbeitrag, der zwar nicht direkt dem Bereich „Robotik“ zuzuordnen ist, der aber ein Beispiel ist für das große technische Fachwissen der Schüler und ihre Bereitschaft, ihre Kompetenzen für das große Ganze einzubringen: Sie entwarfen, entwickelten und konstruierten nämlich einen Lerncomputer, der nicht nur kostengünstig ist, sondern auch mit Solarenergie versorgt wird und sich deswegen ideal für Schüler in Entwicklungsländern mit eingeschränktem Zugang zu Bildungseinrichtungen eignet.

Vom 20. bis 22. Juni dürfen die GMI-Robotiker nach Berlin fahren und werden direkt vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ausgezeichnet. Dort erfahren sie, ob es für den dritten, den zweiten oder gar den ersten Platz gereicht hat.

Im Rahmen ihrer Arbeit am Wettbewerbsbeitrag konnten die Schüler nicht nur den Indersdorfer Solarexperten Willi Kirchensteiner, der das Projekt „Solarkoffer“ des Bundesministeriums für Entwicklung betreut, als Partner und Ratgeber gewinnen; sie diskutierten – auf Vermittlung des Indersdorfer Asyl-Helferkreises – auch mit 15 Asylbewerbern unterschiedlichen Alters aus Nigeria, Mali, Sierra Leone, dem Senegal und Syrien und mit ihnen ihre Umsetzungsvorschläge. Die endgültige Fertigung erfolgte mit der handwerklichen Unterstützung von Paul Böller und Jürgen Solin vom Asylhelferkreis: Der Lern-Computer und die Mini-Solaranlage wurden in einen ausgedienten Alu-Reisekoffer eingebaut und es entstand ein „LernComputer-Koffer“, den die Schüler zusammen mit einem eigenen Videoclip präsentierten, dessen Drehbuch die beiden jüngsten Team-Mitglieder erstellt hatten.

Doch damit nicht genug: Erst kürzlich errang die GMI-Mannschaft bei der deutschen Vorentscheidung für den internationalen Robotik-Wettbewerb Eurobot an der TU Dresden den dritten Platz. Die Indersdorfer hatten als einziges Schülerteam teilgenommen und konkurrierten ausnahmslos mit Gruppen von Studierenden. Ausgezeichnet wurden sie für einen selbst entwickelten Roboter, der – wie die Wettbewerbsaufgabe es vorsah – Wasser aufsammeln, nach Trink- und Schmutzwasser trennen und in verschiedene Tanks füllen kann. Dabei wurde das Wasser durch tischtennisballgroße Kugeln simuliert.

Dass die GMI-Robotik-AG sich vor dem Wettbewerb mit älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht scheuen muss, hat sie bereits Anfang April bewiesen. Da schlugen die GMI-ler alle Konkurrenten beim Robotik-Wettbewerb „Schüler bauen Roboter“ der TU München und setzten sich – fast spielend und mit klarem Abstand – gegen deutlich ältere Teams von Fachoberschulen und Berufsoberschulen durch.

Schulleiter Thomas Höhenleitner gratulierte den Schülern zu ihren herausragenden Erfolgen. „Mit eurem Lerncomputer habt ihr gezeigt, dass ihr bereit und in der Lage seid, Verantwortung für die Eine Welt zu übernehmen“, so Höhenleitner. Besonders bedankte sich der Schulleiter auch bei den betreuenden Lehrkräften, Barbara Schorn und Philipp Leebmann. Nur mit ihrer intensiven Betreuung und ihrem enormen Einsatz, sei es möglich gewesen, derart eindrucksvolle Erfolge zu erzielen.  dn

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