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Alt trifft Neu: Die Indersdorfer Realschule wurde saniert.  Der Innenhof wurde neu gestaltet.
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Historie trifft ModereAbschluss der Bauarbeiten an der Indersdorfer Realschule

Heute großer Festakt: Abschluss der Bauarbeiten an der Indersdorfer Realschule

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2009 begannen die ersten Baumaßnahmen in der Vinzenz-von-Paul-Realschule in Indersdorf, zwei Jahre später erfolgte der Startschuss für die Generalsanierung. Nun ist diese beendet: Am heutigen Freitag wird die Fertigstellung mit einem Festakt gefeiert. Das Ergebnis der Bauarbeiten: ein historisches Gebäude in hellem, modernem Stil.

Indersdorf– Schon beim Betreten der Realschule riecht der Besucher das Neue: neue Lampen, neue Möbel, neue oder aufgearbeitete Böden, renovierte Decken, ... eigentlich ist alles neu. Bloß das Gebäude nicht, die Lehrer und Schüler. Und auch Schulleiter Anton Wagatha nicht. Er ist im Pensionsalter, wollte aber die Generalsanierung an seiner Schule noch zu Ende bringen.

Das hat er nun geschafft – und ist stolz auf das Ergebnis: „Es ist ein Juwel geworden.“ Stolz ist Wagatha auch auf die Dauer der Arbeiten. „Es hat nur drei Wochen länger gedauert als anberaumt. Aber ich habe auch richtig Druck gemacht“, sagt er schmunzelnd. Einige kleine Arbeiten seien noch nötig und die Schüler bezögen die neuen Klassenzimmer erst nach den Pfingstferien, doch grob sei alles fertig.

Zentrale Herausforderung bei der Instandsetzung sei gewesen, geeignete Räumlichkeiten für modernen Unterricht und zeitgemäße Pädagogik zu schaffen und gleichzeitig möglichst viel der historischen Bausubstanz zu erhalten. Bei einem Rundgang durch das altehrwürdige ehemalige Klostergebäude wird klar: Das ist geglückt. Die Räume sind lichtdurchflutet und großzügig. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass zahlreiche Wände dem neuen Grundriss weichen mussten. So ist zum Beispiel der Speiseraum aus ehemals drei Zimmern entstanden. Zudem finden sich überall kleine Sitzbänke für die Schüler, die Beleuchtung taucht die Steinmauern in angenehmes Licht. „Die Schüler sollen sich hier wohlfühlen, darum geht es“, sagt Wagatha.

Für Farbtupfer sorgt Rubinrot: als Hintergrundfarbe der Gemäldegalerie, als Sitzfläche auf den Holzbänken oder als Fliesen im Kunstraum. Hier werden gerade Umzugskartons ausgepackt und Schränke eingeräumt. Die Schüler helfen eifrig mit. Auch im neuen Sekretariat wird gearbeitet, Schreibtische werden platziert und Kisten geschleppt.

Besonders schön ist der komplett neu gemachte Innenhof: Wie auf einer kleinen italienischen Piazza können die Schüler hier beispielsweise im Sommer ihre in der gegenüberliegenden Lehrküche zubereiteten Speisen genießen. Der große Innenhof ist hingegen noch nicht fertig, das soll aber in den kommenden Monaten geschehen.

Auch der Dachstuhl und die Geschossdecken wurden instand gesetzt sowie die Fassaden saniert. Zudem wurde ein Fahrstuhl eingebaut, um Barrierefreiheit zu schaffen. „Dafür mussten wir einen Geheimgang opfern“, berichtet Wagatha. Dieser habe zuvor Speicher und Barocksaal verbunden.

Und überall wurden historische Wandmalereien, Fresken oder Schriftzüge freigelegt und mit Glasscheiben vor Schmutz und Verfall geschützt. Die Pavillons, die während der Generalsanierung für die Schüler aufgestellt worden waren, bleiben zunächst für die FOS erhalten.

In den folgenden Jahren soll dann ein Erweiterungsbau entstehen - vermutlich im Bereich des Klostergartens. Diese Bauarbeiten wird Anton Wagatha allerdings nicht mehr betreuen – Ende des Schuljahres verabschiedet er sich in den Ruhestand.

So alt sind die Klostergebäude

Die ehemaligen Indersdorfer Klostergebäude, in denen die Realschule untergebracht ist, stammen überwiegend aus dem 18. Jahrhundert. Gegründet wurde die Indersdorfer Realschule 1949 von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern. Sie benannten die Schule nach ihrem Gründer Vinzenz von Paul. 1987 übernahm die Erzdiözese München und Freising die Trägerschaft der Schule. Die Generalsanierung war dringend notwendig. Wie Schulleiter Anton Wagatha erklärte, hatten sich die Stuckdecken durch den schlechten Zustand des Dachstuhls bewegt, sie wurden brüchig und stark in Mitleidenschaft gezogen. Zuletzt mussten sogar zahlreiche Decken mit Stützen abgesichert werden.

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