Schön wär’s schon – Die Indersdorfer wünschen sich eine Partnerschaft mit Vahrn. Mit ihrem Kloster Neustift (Bild) und dem Indersdorfer gibt es eine Verbindung über die Augustiner Chorherren.

Enttäuschende Entwicklung für Indersdorf

Scheitert die Partnerschaft mit Vahrn?

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Es sieht nicht gut aus. Die Indersdorfer Gemeinderäte wünschen sich eine Partnerschaft mit dem südtirolerischen Vahrn. Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser versuchte bereits öfter, Kontakt aufzunehmen – doch: Die italienischen Kollegen üben sich in vornehmer Zurückhaltung.

Indersdorf – Es würde alles so schön passen: 2020 feiert das Indersdorfer Kloster sein 900-jähriges Bestehen – dabei „könnte man so toll die Gemeindepartnerschaft mit Vahrn offiziell feiern“, schwärmt Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser. Die Indersdorfer würden nämlich gerne das schmucke kleine Vharn in Südtirol als Partnergemeinde haben. Denn Vahrn, selbst eine Gemeinde mit einem Augustiner Chorherrenstift, würde perfekt zu Indersdorf passen. Denken zumindest die Indersdorfer. Doch die Südtiroler üben sich da eher in vornehmer Zurückhaltung.

Die Indersdorfer Gemeinderäte beschlossen bereits im September (wir haben berichtet), sich zu bemühen, Vahrn als Partnergemeinde zu bekommen. Die SPD stellte damals den generellen Antrag, die Gemeinde sollte sich eine Partnergemeinde suchen. In anderen Orten im Landkreis sei zu sehen, wie gut das einer Gemeinde tut. Also einigten sich die Räte auf Vahrn.

Übrigens kein neuer Vorschlag in Indersdorf: Wegen der Verbindung über die Augustiner Chorherren probierten Indersdorfer Gemeinderäte bereits vor mehr als zehn Jahren eine Partnerschaft mit der Gemeinde Vahrn ins Leben zu rufen – doch der Versuch verlief im Sande.

So motiviert die Kommunalpolitiker diesmal an die Sache herangingen, so ernüchternd scheint das Ergebnis: Nachdem der Beschluss in Indersdorf gefasst war, kontaktierte Franz Obesser seinen Amtskollegen in Südtirol. Damals am Telefon war Vahrns Bürgermeister Andreas Schatzer ganz aufgeschlossen und wollte die Indersdorfer Idee mit seinen Kommunalpolitikern im Ausschuss besprechen. Seitdem hatte Franz Obesser nichts mehr von seinem Kollegen gehört. Der Indersdorfer zeigte sich kämpferisch. Versuchte es nochmal telefonisch und per E-Mail – keine Reaktion. Zum Jahreswechsel schickte er sogar ganz altmodisch auf höchst offiziellem Indersdorfer Amtspapier samt Wappen die besten Neujahrsgrüße nach Südtirol: keine Reaktion. Auch wenn Franz Obesser ein Optimist bis zuletzt ist: „Als Gemeinde dürfen wir uns jetzt nicht weiter anbiedern. Ich hoffe trotzdem sehr, dass es noch mit der Partnerschaft klappt.“ Obesser will den Traum von der lebendigen Partnerschaft und dem schönen Fest zum Jubiläum 2020 noch nicht abschreiben. Dafür er hat noch ein paar nicht spruchreife Ideen im Kopf.

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