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Problemstelle: Die Zufahrt zum neuen Baugebiet ist über den Eichenweg nicht möglich. Jetzt hieß es umplanen. 

Die Krux mit der Anschlussstelle

Schwierigkeiten bei Niederrother Baugebiet

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Im neuen Baugebiet Eichenweg in Niederroth sollen Wohnungen für rund 100 Leute entstehen. Eigentlich ist die Planung längst fertig – doch es gibt weiterhin Probleme mit der Zufahrt.

Indersdorf – Das, was Planer Bernhard Hartmann im Gemeinderat vorgestellt hat, gefiel den Indersdorfer Kommunalpolitikern gar nicht. Aber dafür kann Hartmann herzlich wenig. Der Stadtplaner versuchte umzusetzen, was das Straßenbauamt forderte: die Zufahrt von der Staatsstraße ins neue Baugebiet braucht eine Linksabbiegespur (wir haben berichtet).

Da sich das neue Baugebiet und somit die Anschlussstelle außerhalb des festgelegten Ortsdurchfahrtbereiches befindet, gelten dort viel größere Straßenbreiten und Radien beim Abbiegen, als im innerörtlichen Bereich. Das heißt für Niederroth: Die Anschlussstelle braucht viel Platz. Platz, der an der Einmündung zum Eichenweg nicht da ist – vereinfacht gesagt. Die nötigen Bauarbeiten hier wären uferlos.

Planer und Gemeinderäte sind sich einig: Unter diesen Voraussetzungen die Zufahrt am Eichenweg zu belassen, wäre ein totaler Krampf. Deshalb präsentierte Bernhard Hartmann im Gemeinderat die Notlösung mit einer neuen Anschlussstelle. Wichtig war Planer und Gemeinderäten vor allem: dass die Bauparzellen nicht weniger oder kleiner werden. Zudem sollte das mehrgeschossige Riegel-Gebäude an der Staatsstraße in der geplanten Form erhalten werden. „Das ist unbedingt für den Lärmschutz notwendig“, erklärte Bernhard Hartmann. Die neue Anschlussstelle soll nun oberhalb des Eichenwegs über den jetzigen landwirtschaftlichen Weg erfolgen, mit dem Auto kommt man von der Staatsstraße nicht mehr in den Eichenweg, nur noch zu Fuß oder mit dem Rad. Die Zufahrt wird mit einer Schleife ins Baugebiet gestaltet, der landwirtschaftliche Weg dahinter bleibt, wie er ist.

Abbiegespur und Zufahrt brauchen auch oben beim landwirtschaftlichen Weg eine Menge Platz. Es kann also sein, dass auch etwas vom Schallschutzwall auf der gegenüberliegenden Straßenseite verloren geht – „da müssten wir dann eine Schallschutzwand oder Ähnliches aufstellen. Klar. Das gewinnt dann keinen Schönheitspreis“, erklärte Bauamtsleiter Erich Weisser.

Weisser ist neben Gemeinderat Hans Lachner einer, der sich nicht über die Forderung des Straßenbauamts wundert oder ärgert. „Mir war klar, dass wir hier eine Abbiegespur bauen müssen,“ sagt Weisser. Auch Lachner erklärte in der Sitzung: „Das geht doch heutzutage gar nicht mehr ohne.“

Philipp Blumenschein begreift nicht, warum das Straßenbauamt nicht einfach das Ortsdurchfahrtsschild (nicht zu verwechseln mit dem Ortsschild) um 100 Meter versetzen kann. So könnte man sich die größeren Straßenbreiten usw sparen. „Aber so ist das doch Murks. Da bauen wir eine Mauer und graben in den Wall – das ist doch ein Schildbürgerstreich sondersgleichen.“ Doch der Indersdorfer Bauamtsleiter weiß: Diese so genannten OD-Schilder werden hier so gut wie nie versetzt.

Der Gemeinderat billigte einstimmig den Plan für die alternative Anschlussstelle. Die Verwaltung wird das Verfahren der frühzeitigen Beteiligung einleiten.

Anfang November gibt’s einen Ortstermin mit den entsprechenden Fachstellen. „Jetzt schau’n wir erst mal, was da rauskommt“, sagte Erich Weisser.

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