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Diese Auszeichnung überreicht er gerne und mit Stolz : Bürgermeister Franz Obesser (l.) überreicht Münzen und Anstecknadeln an Ehrenamtliche.

Bürgerauszeichnung in Indersdorf

„Sie machen Menschen glücklicher“

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Kaum eine Auszeichnung liegt Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser so am Herzen, wie diese: die Ehrung der Ehrenamtlichen. Jetzt hat er wieder vier besonderen Menschen für ihr außergewöhnliches Engagement gedankt.

Indersdorf – Das Bemerkenswerte ist: Je mehr sie sich für die Gemeinde einsetzen, umso weniger reden sie darüber. Bei der Bürgerehrung im Indersdorfer Rathaus konnte jeder der Ausgezeichneten ein paar Worte sagen – doch alle übten sich in Bescheidenheit.

Es ist eine Auszeichnung, die Bürgermeister Franz Obesser am Herzen liegt. Zum zweiten Mal verleiht die Gemeinde als Zeichen der Anerkennung für außerordentliches Engagement Münzen und Anstecknadeln an bemerkenswerte Ehrenamtliche. Heuer gingen die Auszeichnungen an Gabriele Koch, Gerhard Kottermair, Hansi Leber und Georg Reischl. Obesser betonte: „Mit Ihrer Zeit und Kraft, die Sie ... einsetzten, gelingt es Ihnen, Menschen ein Stück zufriedener und glücklicher zu machen.“

Als Franz Obesser an Gabriele Koch die silberne Medaille überreichte, bedankte sie sich auch noch für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Gerhard Kottermair schloss sich bei seiner Auszeichnung den großen Worten seiner Vorrednerin an. Bescheidene Macher sind das, die sich für die Gemeinde Indersdorf stark machen.

Auch Leber wollte nicht über sich reden, nur darüber, wie wichtig der Einsatz von Ehrenamtlichen ist. „Ohne die geht nichts. Nicht im Fasching. Nirgends.“ Deshalb sieht er diese Auszeichnung als „beste Werbung fürs Ehrenamt“. Er hofft, dass jeder, der sich unschlüssig ist, ob Ehrenamt überhaupt wahrgenommen und geschätzt wird, sieht: Ja! Die Gemeinde schaut hin. „Ich hoffe, dass sich künftig noch mehr Ehrenamtliche engagieren. Das wäre mein Wunsch für heute.“

Und Georg Reischl weiß, wie wichtig für Ehrenamtliche Unterstützung im Hintergrund ist. Wie wichtig es ist, jemanden zu haben, der versteht, wie viel Zeit diese Arbeit in Anspruch nimmt: „Ich muss mich bei meiner Frau bedanken. Wenn ich ihre Unterstützung nicht gehabt hätte, hätte ich’s nicht machen können.“

Gabriele Koch

Gabriele Koch: Als vor 40 Jahren die Bücherei Indersdorf gegründet wurde, war für Gabriele Koch von Anfang an klar: Hier will ich mitarbeiten. Von ihren 40 Jahren in der Bücherei hat sie ehrenamtlich 21 Jahre die Leitung übernommen. Doch von wegen kleiner Posten. Unter Gabi Koch zog die Bücherei zweimal um, Koch erstellte Konzepte und sorgte dafür, dass das Angebot stets attraktiv war. Am Herzen lag ihr vor allem die Leseförderung der Grundschüler. Lesenächte, Büchereifeste, Koch liebt die Welt der Bücher und teilte diese Welt stets freundlich, geduldig mit den Büchereibesuchern. Unter ihr war die Stimmung immer harmonisch. Im Sommer dieses Jahres hat Gabriele Koch ihr Amt an ihre Nachfolgerin übergeben.

Gerhard Kottermair:

Gerhard Kottermair: Schützenverein Hirtlbach ohne Gerhard Kottermair? Unvorstellbar. In seinen 45 Jahren als Mitglied war er von 1975 bis 1990 Fahnenbegleiter, von 1981 bis 1990 2.Schützenmeister, von 1990 bis 1994 führte er den Verein. Mit ihm an der Spitze fand Schützenbluat im alten Pfarrheim eine neue Heimat. 1993 begannen die Arbeiten an dem fast eingefallenen Stadl, 1997 war nicht nur das neue Schützenheim, sondern auch ein Treffpunkt für das Hirtlbacher Dorfleben fertig. Kottermair hat noch etwas für die Nachwelt hinterlassen: die Dorfchronik von Hirtlbach. Schon 1992 begann er alles zu sammeln, was interessant erschien. Im Herbst 2000 präsentierte er mit Hilfe von Rudolf Diehm das Werk „Hirtlbach, Erinnerungen eines Dorfes“.

Hansi Leber

Hansi Leber: Ein Tausendsassa. Das beschreibt Hansi Leber wohl am besten. Sein Engagement für Indersdorf ist vielseitig, seine große Liebe gilt dem Fasching. Er gehört seit 1992 zum Faschingskomitee, heute als Ehrenmitglied. Er organisierte von 1998 bis 2006 die beliebten Glonntal Hellau Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern, noch heute moderiert er jedes Jahr den Seniorennachmittag am Indersdorfer Volksfest. Mehr als 20 Jahre hat Leber die Indersdorfer mit seinen selbstgeschriebenen Reden als Soldat Schwejk unterhalten. Hintersinnig und lustig – das ist Lebers Art. Leber war nicht nur 27 Jahre Ministrant, er machte auch 15 Jahre BRK-Dienst und spielte 40 Jahre lang den Nikolaus.

Georg Reischl

Georg Reischl: Wenn’s brennt, ist er zur Stelle: Georg Reischl war 44 Jahre aktiver Feuerwehrmann, 12 Jahre in Pellheim und ab 1964 in Niederroth. Dort gab es derzeit keinen Kommandaten, Reischl übernahm ohne zu überlegen und blieb 32 Jahre dabei. Zudem engagierte sich Reischl in anderen Niederrother Vereinen: 20 Jahre lang war er Schriftführer beim Krieger- und Soldatenverein und von 1984 bis 2004 Schriftführer der Jagdgenossenschaft. Damit nicht genug, wurde er von Altbürgermeister Hans Strixner als Jugendschöffe vorgeschlagen und engagierte sich auch hier ab 1970 20 Jahre lang. In Niederroth war Reischl zudem von 1970 bis 2002 als Wahlhelfer und von 1995 bis 2007 im Marktfestkomitee im Einsatz.

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