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Das Bild zeigt das Windrad bei Pellheim bei Nebel und Raureif.

antrag der spd-fraktion

Ein Windrad in der Gemeinde Indersdorf?

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Die Indersdorfer SPD träumt von einem Windrad in der Gemeinde. Der Traum könnte vielleicht Realität werden – zumindest hat die Bürger Energie Genossenschaft Freising großes Interesse an dem Projekt. Die Gemeinde soll nun den Weg eben, fordert die SPD.

Indersdorf – Im September 2016 war Indersdorf als eine der letzten Gemeinden aus dem gemeinsamen Teilflächennutzungsplan für Windkraft ausgestiegen. Grund war die Einführung der 10-H-Regelung. Doch die SPD wollte, dass das Thema Windkraft vor Ort nicht von der Agenda verschwindet. Die Räte einigten sich damals: Der Markt wird aktuell weder eigene Planungen anstreben, noch Geld dafür ausgeben. Doch alternative Energien sollen weiter verfolgt werden und bei ernst zu nehmendem Interesse, etwa einer Bürgergenossenschaft, will sich der Markt erneut mit den nötigen Planungen befassen (wir haben berichtet).

Bürgermeister Franz Obesser sagte damals: „Wenn jemand kommt, der wirklich Interesse an einer intensiven und nachhaltigen Planung hat, schauen wir uns das gerne an.“ Mittlerweile war die Bürger Energiegenossenschaft Freisinger Land in der Gemeinde vorstellig und signalisierte: Wir würden hier gerne ein Windrad errichten. Die Kosten für die Änderung des Flächennutzungsplans sowie den Bebauungsplan würde die Genossenschaft selbst tragen.

Den Fraktionsvorsitzenden der SPD, Hubert Böck freut das. Für ihn gibt es derzeit keine andere vernünftige Energiequelle hier. „Ich finde das einfach super. Das ist saubere Energie und es beeinträchtigt keinen.“ Deshalb hat die SPD jetzt erneut einen Antrag gestellt: Sie will, dass die Gemeinde für den Bau eines Windrades den Flächennutzungsplan ändert und einen Bebauungsplan aufstellt. Drei mögliche geeignete Flächen im Außenbereich ergeben sich aus dem früheren gemeinsamen Teilflächennutzungsplan.

Eigentlich hätte sich Böck gewünscht, dass die Gemeinde die entsprechenden Flächen vorübergehend pachtet, um zu vermeiden, dass sich Spekulanten die Grundstücke sichern und nur noch überteuert verkaufen oder um die Besitzer aus der Diskussion zu nehmen und vor möglichen Anfeindungen zu schützen. „Die Bürger Energiegenossenschaft Freisinger Land hat auf dem Gebiet bereits Erfahrung, und hatte uns zu diesem Vorgehen geraten“, erklärt Indersdorfs zweiter Bürgermeister. Die Genossenschaft betreibt bereits das Windrad in Kammerberg, das Böck im vergangenen August besichtigte und so mit der Genossenschaft in Kontakt kam.

„Wenn die Flächen gesichert sind, wollten wir der Öffentlichkeit das Projekt vorstellen und dann den Gemeindebürgern die endgültige Entscheidung darüber per Bürgerentscheid überlassen“, erklärte Huber Böck. Er findet es zudem toll, dass sich „jeder, der möchte, an dem Projekt beteiligen und in der Genossenschaft Mitglied werden kann“. Es hätten bereits die Bürgerstrom Dachau und Kontakte aus Schrobenhausen Interesse bekundet, so Böck.

Der Antrag der SPD wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt und soll in einer der nächsten Sitzungen behandelt werden.

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