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Ein Trio, das aufhört: Alfred Kneißl, Jakob Schnell und Erich Miarecki (v.l.) wollen sich nach jahrzehntelangem Engagement aus dem STV-Vorstand verabschieden. 

Führungstrio in Ainhofen hört auf

Der STV muss sich neu aufstellen

Mit rund 160 Mitgliedern ist der STV Ainhofen der größte Verein im Ort. Doch jetzt müssen sich die Mitglieder des Gesellschaftsvereins Gedanken machen, wie es weitergeht. Denn das langjährige Führungstrio hört auf.

Ainhofen – Für drei Männer aus der Führungsetage des STV Ainhofen war die Hauptversammlung im Gasthaus Gschwendtner in Langenpettenbach das letzte Mal, dass sie als Funktionäre dieses Gesellschaftsvereins Rede und Antwort standen: Der Vorsitzende Jakob Schnell, der 24 Jahre den STV führte und auch zu den Mitbegründern gehört, 2. Vorsitzender Erich Miarecki (19 Amtsjahre) und Kassier Alfred Kneißl (seit 21 Jahren Schatzmeister) treten bei der Vorstandsneuwahl im Januar 2018 nicht mehr an. Das hat das Trio deutlich zu verstehen gegeben.

Wer die Nachfolge antritt, weiß man noch nicht. „Wir sind mit 159 Mitgliedern der größte unter den acht Vereinen im Ort. Es muss weitergehen“, betonte Schnell, mit dem Hinweis, dass man eigentlich nicht rumbetteln sollte, wer künftig am Ruder sitzen wird. Schnell bat die immerhin 62 anwesenden Mitglieder, sich diesbezüglich Gedanken zu machen.

Seit es in Ainhofen keine Wirtschaft mehr gibt, hat der Weiterbestand des STV noch mehr Bedeutung, als es in den vergangenen 40 Jahren schon der Fall war. Der STV, der viele Jahre den Mitgliedern eine gute Mischung von Fußball und anderen Freizeitaktivitäten bot und nun den Fußball-Spielbetrieb vor ein paar Jahren eingestellt hat, bietet seinen Mitgliedern nach wie vor viel Geselligkeit, die mit dem Abbruch des Dorfwirtshauses verloren ging.

Es gibt praktisch keine Zusammenkunftsmöglichkeiten mehr im Ort, der immer mehr zur Schlafstätte verkommt. So kam man im vergangenen Jahr wenigstens noch beim traditionellen STV-Tag am Indersdorfer Volksfest zusammen. Ein Ausflug führte an den Brombachsee, und das zünftige Oktoberfest beim Schlammer in Kleinschwabhausen hat 300 Gäste angelockt. Auch den Besuch des Christkindlmarktes auf Gut Anwanden hat der STV ermöglicht.

Die wichtigste Einnahmequelle war laut dem von Kneißl vorgetragenen Kassenbericht das sehr gut besuchte Oktoberfest. Heuer kommt erstmals der erhöhte Jahres-Mitgliedsbeitrag von 20 Euro pro Erwachsenem zum Tragen. Im Mai findet eine Wanderung nach Tandern statt, und im Frühjahr soll endlich auch das große STV-Wattrennen im Gasthaus Gschwendtner in Langenpettenbach durchgeführt werden, für das es ja schon lange Spender für den Hauptpreis (zwei Schweinehälften) gibt.  

Beschlossen wurde, dass es am zweiten Volksfestsamstag in Indersdorf wieder das große STV-Treffen im Bierzelt gibt und dafür auch wieder Bier- und Hendlzeichen an die Mitglieder ausgegeben werden. Auch der Besuch des Regensburger Christkindlmarktes steht schon fest. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Und dankenswerterweise habe die Familie Pabst aus Kleinschwabhausen zugesagt, im Schlammer-Hof wieder das Oktoberfest feiern zu können, das voraussichtlich am Samstag, 9. September, stattfindet.

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