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Einstimmig beschlossen die TSV-Mitglieder die Beitagserhöhung. Günter Dietz, der nicht die Hand hebt, war als Kreisvorsitzen der des Bayerischen Landes-Sportverbandes nicht abstimmungsberechtigt.

Verein beschließt einstimmig Beitragserhöhungen

TSV Indersdorf ist „finanziell am Anschlag“

Die Jahresversammlung des TSV Indersdorf war für Vereinschef Bernhard Wetzstein ein Beweis dafür, wie gut das Zusammenspiel aller Abteilungen und des Vorstands ist. Obwohl es um das leidige Thema Geld ging, waren sich am Ende alle einig.

Wetzstein erklärte: Die aktuelle Situation kann mit der Aussage „dem Verein geht es gut, aber wir sind finanziell am Anschlag“ zusammengefasst werden. Auch wenn die Funktionäre weiterhin unterstützend zur Seite stehen, die Mitgliederzahlen steigen, die Trainingsbedingungen gut sind und der Trend nach oben geht, so „sind doch weitere Maßnahmen erforderlich, die die Basis kräftigen und auf Dauer stabilisieren“.

Im Speziellen sind dies Beitragserhöhungen bei den Zusatz- und Spartenbeiträgen. Diese kommen grundsätzlich dem Hauptverein zur Kostendeckung zugute, da hier die Belastungen konstant gewachsen sind. Zum 1. Januar werden daher rückwirkend die Zusatzbeiträge in den Abteilungen Handball und Fußball erhöht. Ebenfalls werden der Rentnergrundbeitrag und die bisherige Regelung für Geschwisterkinder modifiziert.

Die Möglichkeit der Beitragsfreiheit auf Antrag gilt künftig erst für das dritte Kind, welches dem Verein beitritt. Auf Nachfrage wurde dann bestätigt, dass „das dritte Kind generell beitragsfrei ist“. Für das zweite Geschwisterkind erfolgt, bereits für das laufende Kalenderjahr, eine Beitragserhebung gemäß der aktuellen Liste der Mitgliedsbeiträge.

Diesen Maßnahmen wurde einstimmig zugestimmt, nachdem in einer Diskussionsrunde alle Fragen beantwortet und Unklarheiten beseitigt wurden.

Bei rund 1300 Vereinsmitgliedern, sind 45 Prozent Kinder und Jugendliche, die von 92 Übungsleitern betreute werden. Daran ist zu erkennen, wie viel Zeit das Ehrenamt einnimmt und, dass der Bedarf an Fördermaßnahmen für eine weiterhin hohe Qualität wünschenswert ist.

Die Führungsriege des TSV freut sich, dass genügend Funktionäre und Übungsleiter aktiv dabei sind und die Trainingsbedingungen mittlerweile wieder gut sind. Höchste Anerkennung gab es bei der Versammlung für Jugendarbeit. „Wünschenswert wäre, wenn dieser großartige Einsatz aller Beteiligten die Wertschätzung bekommt, die er verdient“, sagte Wetzstein. Stellenweise fehle ihm noch die Anerkennung und er würde sich freuen, wenn sich dies für die Zukunft positiver gestalte. In diesem Zusammenhang erging auch ein klarer Wunsch an Bürgermeister Franz Obesser: die Möglichkeit einer Auszeichnung – da die Ehrenamtlichen ein wichtiger Teil in der Gemeinde sind und einen großen Beitrag für das Gemeinwohl leisten.

Die Gemeinde wächst, zeitnah steht die Rückkehr in die sanierte Turnhalle an, und es gibt Überlegungen, wo noch weitere Ansätze für Wachstum zu finden sind. Gemeindeveranstaltungen seien hier ein großer Aspekt, „nur die Umsetzung zeigt sich hier und da schwierig“, sagte Wetzstein. Als Beispiel nannte er das Aufstellen des Maibaums: Es gibt einen Spender, der Baum ist vorhanden – „es fehlen nur noch ein paar kräftige Hände, die dabei aktiv werden“.

Weiterhin wurde berichtet, dass das Vereinsheft künftig farbig aufgelegt wird, die Ehrenordnung überarbeitet wurde, dass die Erfordernisse für die neuen Datenschutzrichtlinien sichergestellt sind und dass Wetzsteins Traum von einem Sportpark noch in weiter Ferne steht.

Aber auch das bereits Vorhandene benötigt Pflege und Unterstützung – unter anderem auch die Vereinsgaststätte, so dass dort weiterhin der Mittelpunkt des Vereins gelebt werden kann.

Der Kassenbericht von Peter Wünsch und die Prüfung durch Robert Busch und Helmut Reischl ergaben im Ergebnis eine schwarze Null bei einer vorbildlichen Kassenführung und keinerlei Beanstandungen. Der Entlastung des Vorstands wurde einstimmig, mit einer Enthaltung, zugestimmt.

Die Berichte der einzelnen Abteilungsleiter zeigten viele sehr gute bis ganz besondere Ergebnisse auf. Im vergangenen Jahr erreichte Florian Stahl den 5. Dan, es regnete Medaillen im Schwimmsport und Sportler in vielen anderen Abteilungen freuten sich über Aufstiege und Aufstiegschancen oder kämpften mit viel Engagement gegen den Abstieg.

Am Ende wurden klare Ziele für das laufende Jahr definiert und diverse Turniere sind bereits terminiert – vom Baseballturnier, Erich-Langheinrich-Gedächtnispokal bis hin zum Ausspielen des Ananas-Pokals. Ebenfalls wurden Wünsche auf Verbesserungen der Hallenkapazitäten geäußert, da die Belegungszeiten für einige Abteilungen bereits jetzt zu gering sind.

Im Rahmen der Jahresversammlung ehrte der Verein noch seine Jubilare der langjährigen Mitglieder für deren Verdienste (Bericht folgt). Roswitha Höltl

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