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Über den neuen Fußballplatz informierte der stellvertretende Leiter der Fußballabteilung, Andi Bogner. 

Probleme auf der Hauptversammlung

Raumnot beim TSV Indersdorf

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Der TSV Indersdorf steht vor neuen Herausforderungen. Die Turnhalle der Mittelschule soll saniert werden und fällt daher als Trainingsstätte weg. Eine Alternative gibt es bisher nicht.

Indersdorf– Vor rund einem Jahr stand es noch schlecht um die Finanzen des TSV Indersdorf: Rund 19 000 Euro Verlust machte der Verein. Deshalb wurde eine Aufnahmegebühr in Höhe von 15 Euro beschlossen. Heuer sieht es finanziell besser aus. „Wir haben einen kleinen Gewinn gemacht“, sagte Bernhard Wetzstein bereits am Anfang der Jahresversammlung – einen „kleinen Gewinn“ von rund 10 000 Euro. Nun steht der Verein zwar nicht mehr vor finanziellen Schwierigkeiten, aber dafür vor fehlenden Räumlichen, das wurde auf der Versammlung mit rund 50 Mitgliedern deutlich.

Denn die über 40 Jahre alte Turnhalle der Mittelschule Indersdorf soll saniert werden (wir haben berichtet). Beginn ist voraussichtlich 2018 und Dauer rund 15 Monate, sagte Bürgermeister Franz Obesser bei der Versammlung. „Das wird ziemlich schwierig“, sagte Wetzstein. Denn in der Dreifach-Turnhalle trainieren die Handballmannschaften und die Turner des Vereins. „Einfach zu kompensieren wird des net“, sagte auch Obesser. Die Handballer und Turner müssen dann auf andere Hallen in Indersdorf oder den umliegenden Orten ausweichen und möglicherweise ihre Trainingszeiten ändern, so Wetzstein.

Denn die Indersdorfer Schulhallen sind auch von anderen Sportabteilungen belegt. Handball-Abteilungsleiter Bernd Schmidt sagte deshalb in Richtung des Bürgermeisters: „Wir hoffen auf Ihre Unterstützung, Herr Obesser. Damit das nicht wegbricht, was wir uns aufgebaut haben.“

Während die Handballer nach einem neuen Trainingsort suchen, können die Fußballer schon bald auf einem Rasen mit neuer Flutlichtanlage kicken. Mehrere Jahre haben sie sich für einen Kunstrasenplatz eingesetzt, eine finanzielle Beteiligung wurde aber von der Gemeinde abgelehnt, aus dem Projekt wurde nichts.

Am 2. Juli soll nun der neue Rasen-Fußballplatz eingeweiht werden. Bis dahin muss das Gras noch wachsen, so der stellvertretende Vorsitzende Andi Bogner. Die Arbeiten seien in den letzten Zügen. Steinbrocken sollen noch um den Trainingsplatz aufgestellt werden, denn in der Vergangenheit seien immer wieder Kraftradfahrer über den Platz geackert, sagte Andi Bogner. „Der Platzzustand war katastrophal“, sagte er. Immer wieder gab es Verletzungen, da Maulwürfe oder Schermäuse gewühlt hatten.

Der neue Platz hat nun eine Dränage und sogar eine Beregnungsanlage, damit er nicht austrocknet. Die ursprünglich geplanten Kosten von 155 000 Euro haben sich um zehn Prozent gesteigert, auf rund 170 000 Euro. 78 000 Euro zahlt die Gemeinde, 30 000 der Bayerische Landes-Sportverband, zudem übernehmen die örtlichen Banken einen Teil der Kosten, so dass die Fußballabteilung noch rund 38 000 Euro aufbringen muss. Finanziell dürfte das in den nächsten Jahren wohl zu stemmen sein. „Das Fundament für den Fußballplatz wird auch noch zur 500-Jahr-Feier stehen“, sagte Andi Bogner. Zuvor wird der TSV heuer aber sein 110-jähriges Jubiläum feiern.

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