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Dringend nötige Arbeiten an der Indersdorfer Grund- und Mittelschule: Die 40 Jahre alte Dreifachturnhalle (grenzt an das Hallenbad, weißes Gebäude rechts im Bild) soll von Grund auf saniert werden. Grob geschätzte Kosten: rund 4,5 Millionen Euro.  

Zweckverband Grund- und Mittelschule Indersdorf

Ein Schritt in Richtung neue Turnhalle

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Für die Indersdorfer Turnhalle der Grund- und Mittelschule ist es längst Zeit für eine Generalüberholung. Seit Jahren steht fest: Das 40 Jahre alte Gebäude muss saniert werden. Jetzt haben die Zweckverbandsmitglieder einen ersten Schritt in Richtung konkrete Planung gemacht. Ein Überblick über alles, was ansteht:

Die Dreifachturnhalle der Indersdorfer Grund- und Mittelschule hat mittlerweile fast 40 Jahre auf dem Buckel. Seit Jahren hat die Gemeinde Indersdorf vor, das Gebäude wieder auf Vordermann zu bringen. Nach umfangreichen Arbeiten am Hallenbad und der energetischen Sanierung der Schule ist nun die Turnhalle dran. Wolfgang Eichenseher, Bauingenieur und Stadtplaner vom gleichnamigen Ingenieurbüro, gab am Montagabend den Mitgliedern des Zweckverbandes Grund- und Mittelschule einen Überblick über alles, was bei einer geplanten Generalsanierung ansteht.

Das Gebäude wurde 1973 in Massivbauweise errichtet, die Außen- und Innenwände aus Sichtbeton oder Kalksandstein. Um hier wirtschaftlich zu sanieren, „ist es besser, die Fassaden zu bekleiden. Sichtbeton zu überarbeiten, ist sehr aufwändig,“ sagte Eichenseher. Es braucht zusätzliche Dämmungen sowie neue Fenster und Türen. In der Halle sollten die Trennwände und die Böden erneuert sowie eine Fußbodenheizung eingebaut werden. Neue Sportgeräte soll es ebenfalls geben.

Auch im Bereich der sanitären Anlagen wird bei Eichensehers Bericht schnell deutlich: Eigentlich muss alles erneuert werden. Toiletten, Duschen, Umkleiden, sogar die Leitungsnetze – alles muss raus. „Aber das ist klar bei einem 40 Jahre alten Gebäude“, erklärte der Ingenieur.

Im Großen und Ganzen soll alles etwas heller werden, die dunklen Farben verschwinden, das zeigt er mit Fotobeispielen einer anderen sanierten Schulturnhalle.

Von der Möglichkeit, die Arbeiten nicht am Stück, sondern nach und nach erledigen zu lassen, um Kosten aufzuteilen, rät der Fachmann eher ab: „Ziel einer Generalsanierung ist es, das Gebäude in den Zustand eines Neubaus zu versetzen. Wenn wir sanieren, dann richtig – es soll ja die nächsten 40 Jahre wieder halten.“

Zudem sei es schlecht für die staatliche Förderung, wenn man die Arbeiten aufteilen würde. Indersdorfs Geschäftsleiter Klaus Mayershofer erklärte: „Nur wenn die Kosten mindestens die Hälfte der Neubaukosten betragen, wird es gefördert. Sonst eher nicht.“ Auch Vierkirchens 2. Bürgermeister Josef Schindlbeck hält nichts von Flickschusterei: „Die Generalsanierung ist meiner Ansicht nach das einzig Richtige. Und für die einzelnen Gemeinden ist es auch nicht so viel. Wenn wir es rausschieben, ist dort nur eine ewige Baustelle und es wird teurer.“

Aus vergleichbaren Maßnahmen hochgerechnet, geht Wolfgang Eichenseher von Gesamtkosten von 4 bis 4,5 Millionen Euro aus. Davon wird wohl ein Drittel staatlich gefördert. Die Zweckverbandsgemeinden Indersdorf, Petershausen, Weichs, Röhrmoos und Vierkirchen werden anteilig ihrer Schülerzahlen betreffend an den Kosten beteiligt. Der Planer geht von einer Bauzeit von 13 bis 15 Monaten aus. „Wenn wir zum Beispiel im Frühjahr 2018 anfangen, könnten wir im Sommer 2019 fertig sein.“

Der Weichser Bürgermeister Harald Mundl informierte sich über die nächsten Schritte. Wegen der hohen Baukosten müssen in diesem Fall die Planungen ausgeschrieben werden. „Wir würden also jemand beauftragen, der einen Planer sucht“, erklärte Indersdorfs Bürgermeister Franz Obesser. Dem stimmten die Zweckverbandmitglieder einstimmig zu.

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