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Zum vorbildlich geführten Freibad Ainhofen gratulieren Bürgermeister Franz Obesser (l.) und Freibad-Fördervereinsvorstand Charlie Böller (r.) VfB-Chef Hans Rei f (M.).

VfB Ainhofen hat keine Geldsorgen mehr

Freibadverein nach 60 Jahren schuldenfrei

Früher verging kein Jahr, in dem der VfB Ainhofen nicht um die Finanzierung des Freibadbetriebs kämpfen musste. Diese Zeiten sind vorbei: Nach 60 Jahren ist der Verein endlich zum ersten Mal schuldenfrei!

Ainhofen– Vor 60 Jahren begannen Ainhofner Burschen mit dem Freibad-Bau, 1960 wurde das einzige Freibad im Dachauer Hinterland eröffnet. Noch heute wird es auf Vereinsbasis vorbildlich geführt. Jetzt hatten die 199 Mitglieder des 1958 gegründeten Träger-Vereins VfB Ainhofen einen ordentlichen Grund zum Jubeln: 60 Jahre nach der Gründung ist der VfB erstmals schuldenfrei.

Das verkündete die zweite Kassenwartin Theresa Brummer, bei der Hauptversammlung. Klar, dass es dafür donnernden Beifall gab. Denn bisher verging kaum ein Jahr, in dem der Verein nicht mit der Finanzierung des Badebetriebs zu kämpfen hatte. In dem beheizten Freibad fallen erhebliche Betriebskosten an und im Laufe der Jahre und Jahrzehnte wurde vieles modernisiert und gästefreundlicher.

Das Ainhofner Freibad ist an schönen Sommertagen nach wie vor ein begehrtes Naherholungsziel – das wurde beim Bericht von Vorstandsmitglied Roland Ostermair deutlich: Das Freibad hatte 2017 an 80 Tagen geöffnet, knapp 20000 Besucher vergnügten sich hier. Der Verkauf von 277 Jahreskarten sei ein neuer Rekord. Über 2500 Besucher kamen zur Tanz- und Badenacht des Jahres, der „Caribic-Night“, was sich sehr positiv auf den Kassenstand auswirkte. Weil man bei dieser Mega-Party zu sehr vom Wetter abhängig ist, könne der Verein diese Einnahmen leider nicht fest im Jahresbudget einplanen.

Der Vorstand freut sich, dass es immer mehr Veranstaltungen auf dem Freibadgelände gibt: Das Freibad nutzten im vergangenen Jahr von folgenden Vereine: die Indersdorfer CSU für das Johannifeuer, der TSV Jetzendorf für die Sportabzeichenabnahme, die Indersdorfer Klosterschützen für das Zeltlager und die Handballer und Fußballer des TSV Indersdorf sowie die Vhs Indersdorf für Aquafitness-Kurse. Die Schwimmkurse für Kinder wurden gut angenommen, private Partys hingegen nicht zuletzt wegen Lärmprobleme deutlich reduziert.

2017 gab es eine Reihe von Sanierungsarbeiten. Die Wasserwacht- und Taucherhütte bekam ein neues Dach und der Boden der Festbühne wurde neu gefliest. Der Verein erneuerte auch die Treppe zum Beachvolleyballplatz. Hierzu informierte VfB-Chef Hans Reif, dass der Beachvolleyballplatz von Vandalen heimgesucht wurde.

Eine kostspielige Angelegenheit war die neue Heizung und die Sanierung des alten Heizungsraums. Zudem gab es umfangreiche Malerarbeiten und eine dritte Terrasse (Lounge-Ecke) wurde angelegt. Im Kiosk gib es jetzt eine neue Industrie-Spülmaschine.

Der VfB kann sich glücklich schätzen, dass der Vorsitzende Reif im Sommer tagtäglich ehrenamtlich für Arbeiten am Freibad zur Verfügung steht und auch vor und nach der Badesaison viele Arbeiten erledigt, ohne dass dies finanziell zu Buche schlägt.

Auch heuer ist die Liste der nötigen Arbeiten am Freibadgelände lang: Am Samstag, 21. April, ist die Grundreinigung der beiden Schwimmbecken und die Befüllung durch die Freiwillige Feuerwehr Ainhofen geplant. Reif bat die Mitglieder auch um Unterstützung beim Sandauffüllen für das Volleyballfeld und der Installation neuer LED-Scheinwerfer in der Unterwasserbeleuchtung des Hauptbeckens.

Vor dem Badesaisonstart sollen noch eine neue Kaffeemaschine und eine neue Markise für den Kiosk sowie eine neue Kinderschaukel angeschafft werden. Auch ein Einfahrtstor und Teile der Umzäunung müssen erneuert werden.

Der Vorsitzende des Freibad-Fördervereins, Charlie Böller sprach bei der Versammlung lobende Worte: Dass das Freibad nach knapp 60 Jahren nach wie vor auf Vereinsebene gut in Schuss gehalten wird, nannte der vorbildliche Erfolgsgeschichte. „Der VfB ist noch nie so gut dagestanden“, sagte Böller und zollte den jungen Leuten, die in diesem Verein an einem Strang ziehen, besonderen Respekt.

„Dieses Freibad ist eine Sensation“, betonte auch Bürgermeister Franz Obesser, der hier das Schwimmen gelernt hat. Ainhofen sei vor allem für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Treffpunkt im Sommer. Eine Kommune sei nicht in der Lage, so eine Freizeiteinrichtung zu führen. „Die Zuschüsse der Gemeinde sind in Ainhofen gut angelegt.“

60 Jahre VfB

wird am Freitag, 5. Oktober, im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung im Gasthaus Hohenester in Glonn gefeiert. Zunächst aber hofft der VfB auf viele Badetage und ein Traumwetter zur Caribic-Night, die wieder mit allen ortsansässigen Vereinen am Samstag, 21. Juli, veranstaltet wird. Josef Ostermair 

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