Probleme der Fußballer des TSV Indersdorf

Zu viele Trainingszeiten und Wettkämpfe wurden abgesagt

Großes Interesse herrschte bei der Abteilungsversammlung der Fußballer des TSV Indersdorf. Hauptthema waren die vielen Absagen von Trainingseinheiten und Spielen.

Indersdorf – Die Fußballer sind die größte Abteilung des TSV Indersdorf, sie haben durch gute Arbeit der Trainer einen großen Zulauf von Kindern, die Herren-Teams spielen sehenswerten Fußball und hatten einen Doppelaufstieg. Also alles super? Mitnichten! Die Funktionäre müssen auf der Hauptversammlung auch sehr ausführlich über ein gravierendes Problem berichten: Unerträglich viele Trainingseinheiten und Wettkämpfe müssen abgesagt werden.

61 Mitglieder zeigten ihr großes Interesse bei einer Versammlung, bei der es nicht einmal um Neuwahlen ging, sondern ausschließlich Berichte zu hören und zu diskutieren waren. Der für den Erwachsenenfußball zuständige Johannes Popfinger und der jugendverantwortliche Sven Rössner legten jeweils eine Erfolgsbilanz vor, die beide mit sehr viel Applaus bedacht wurden.

Kassenwart Klaus Gross musste dann – wie es Finanzverantwortliche überall tun – zwar zur Sparsamkeit ermahnen, aber erst der folgende Bericht zur Situation und Zukunft der Sportflächen machte alle Mitglieder so richtig nachdenklich.

Nach einem Komplettausfall über fast ein Jahr wurde zwar im Juli 2017 der generalsanierte Trainingsplatz wieder in Betrieb genommen, womit die frühere Kapazität wieder zur Verfügung steht. Da die Fußball-Verantwortlichen klar signalisiert hatten, einen derartigen Ärger wie für die ständigen Notregelungen während der Ausfallzeit 16/17 zukünftig nie mehr auf sich nehmen zu wollen, hat der Hauptverein deutlich erhöhte Mittel für die Instandhaltung der Rasenplätze genehmigt. Dass gepflegte Sportflächen nicht nur dem Respekt vor den Aktiven geschuldet, sondern auch Visitenkarte für den Verein bzw. für die gesamte Kommune sind, war dabei auch eine Erkenntnis.

Ein ausgetüftelter Düngeplan und hochwertiger Sportrasendünger bewahren allerdings nicht vor dem rasentypischen Aufweichen der Plätze bei anhaltender Nässe. So musste die Abteilungsleitung im vergangenen Herbst und heuer im Frühjahr unerträgliche 43 Sperrtage verhängen, um die Platzoberflächen nicht zu schädigen und damit wieder lange und kostenträchtige Ausfälle zu verursachen.

Noch schlimmer: Als weitere Vorsichtsmaßnahme musste die Abteilungsleitung mit dem Status Quo auch eine Obergrenze für die Anzahl der Mannschaften im Trainings- und Spielbetrieb definieren. Streitereien wegen nicht mehr aufzunehmenden Kindern sind damit gerade vor dem Hintergrund des rapiden Gemeinde-Wachstums wohl schon bald erwartbar. Einen Vorgeschmack hierauf gab es im Frühjahr schon immer dann, wenn nach langem Hin und Her zumindest Teilflächen zum Training geöffnet wurden: Wer darf unter Auflagen trainieren, wer muss weiterhin verzichten?

Die sofort aufflammenden und zermürbenden Intern-Debatten waren für die Funktionäre nur schwer auszuhalten. Irgendwann dürfte jeder Enthusiasmus aufgebraucht sein.

mm

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