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Attraktiv wie nie: Der Warmbadetag am Sonntag sowie die farbwechselnde LED-Beleuchtung locken viele Besucher ins Indersdorfer Hallenbad.  

Warmbadetag im Hallenbad Indersdorf

Eine Stunde länger planschen

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Seit zwei Jahren gibt es ein Angebot im Indersdorfer Hallenbad, das Wasserfreunde lieben: den Warmbadetag am Sonntag. Jetzt hat der Zweckverband Grund- und Mittelschule Bilanz über die Aktion gezogen. Und eine Neuerung beschlossen, die viele freuen dürfte.

 Zusammengefasst ist eines schnell zu sehen: Der Warmbadetag im Indersdorfer Hallenbad ist ein besonderer Erfolg. Das zeigte sich, als in der jüngsten Versammlung des Zweckverbandes der Grund- und Mittelschule eine Bilanz über dieses Angebot gezogen wurde.

Seit 2015 gibt es in Indersdorf immer sonntags zwischen 8 und 16 Uhr den Warmbadetag. Das Wasser wird hier auf 30,5 Grad erwärmt. Die Entwicklungen der Besucherzahlen sprechen für sich, wie erfolgreich dieses Angebot genutzt wird: Während 2014 ohne Warmbadetag noch 4902 Leute das Bad besuchten, waren es ein Jahr später 1444 Besucher mehr.

Auch von den Zweckverbandsgemeinden wird das Bad gut genutzt, wie eine Umfrage aus dem Winter 2014 zeigt: Aus Indersdorf kamen 300 Besucher, aus Weichs 80, aus Petershausen 57, aus Vierkirchen 54 und aus Röhrmoos 46.

Angesichts der gestiegenen Besucherzahlen haben die Verbandsmitglieder jetzt darüber diskutiert, ob es möglich ist, den Warmbadetag bis 18 Uhr zu verlängern. Dabei gab es allerdings ein großes Problem zu beachten: Sonntags finden in der Zeit von 17 bis 18 Uhr Schwimmkurse der Wasserwacht statt. „Würden wir das Angebot bis 18 Uhr verlängern, nehmen wir 80 Kindern die Möglichkeit, schwimmen zu lernen“, erklärte Verbandsvorsitzender Franz Obesser in der Sitzung. Denn: Wegen der höheren Besucherzahlen müssen die Filter öfter gespült werden, um die Wasserqualität zu sichern. Dies bedeutet, dass am Sonntag keine Veranstaltungen mehr nach 18 Uhr stattfinden dürfen, „sonst kann die Wasserqualität bis zum Schulschwimmen nicht gewährleistet werden“, so Obesser.

Deshalb einigten sich die Verbandsmitglieder – mit Ausnahme von Petershausens 2. Bürgermeister Wolfgang Stadler, der in Absprache mit Marcel Fath gegen das Projekt stimmte – auf einen Kompromiss: Der Warmbadetag wird am Sonntag um eine Stunde verlängert, um 17 Uhr müssen die Besucher das Becken verlassen, und die Wasserwacht beginnt sofort mit dem Schwimmkurs. „Da sind zwar kurzzeitig einen Haufen Menschen gleichzeitig im Bad, aber das sollte klappen“, sagte Indersdorfs 2. Bürgermeister Hubert Böck, der die Kurse leitet.

Nicht nur die Besucherzahlen haben sich positiv entwickelt, sondern auch der Stromverbrauch im Zuge der energetischen Sanierung der Schule (270 000 Euro) und dem Austausch der Beleuchtung in LED-Lampen (25 000 Euro) wurde der Stromverbrauch um 15 563 Kilowattstunden von 2014 auf 2015 gesenkt. Franz Obesser freut sich, dass das Hallenbad so gut genutzt wird. Der positive Effekt des Warmbadetages halte sogar bis Mittwoch an. „Die Temperatur liegt dann immer noch bei 29 Grad.“

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