Weihnachtsschwimmen im Indersdorfer Hallenbad

Ein Märchen im Wasserbecken

Eine Königsfamilie im Wasser, Taucher mit Leuchtstäben und schwimmende Kinder mit Kerzen: Beim Weihnachtsschwimmen im Indersdorfer Hallenbad führten rund 100 Schwimmer das Märchen von der Eiskönigin auf.

Indersdorf – Das Licht im Indersdorfer Hallenbad war aus. Im Becken leuchteten rund 45 Kerzen, im Hintergrund lief Klaviermusik. Kinder schwammen durch das 25 Meter lange Becken, in einer Hand hielten sie die Fackel mit der brennenden Kerze, mit der anderen Hand hielten sie sich über Wasser. Beim Weihnachtsschwimmen der Wasserwacht Ainhofen hatte es rund 30 Grad im Indersdorfer Hallenbad. 102 Schwimmer führten dabei das Märchen „Die Eiskönigin“ auf. Rund 250 Zuschauer saßen um das Becken herum – mit Flip-Flops oder Winterstiefeln.

Zu Beginn stiegen Kinder mit weißen Lammfellen ins Becken. Auch Annika Huber, 13, glitt mit ihrem blauen Tutu-Rock hinein. Sie spielte die Schwester der Eiskönigin. Für die Zuschauer war es zunächst ungewohnt, als die Schauspieler in kompletter Montur im Becken miteinander sprachen. Doch das gesamte Märchen spielte im Wasser.

Mal trieb Prinz Hans, gespielt von Xaver Gruber (15), mit seinem Schwert regungslos auf der Wasseroberfläche, dann schipperte die Königsfamilie auf einem Plastikboot durch das Becken. Oder der weiß geschminkte Schneemann Olaf, gespielt von Daniela Doll (12), trieb auf einer Eisplatte aus Plastik herum.

Eine weitere Besonderheit: Wenn die Eiskönigin, dargestellt von Verena Kolbinger (14), oder ihre Kollegen sprachen oder sangen, dann mussten sie auf den Lautsprecher hören. Denn die Stimmen bei der Aufführung kamen von der Hallenbaddecke, die Schauspieler mussten dazu passend ihre Lippen bewegen – Playback.

Seit April hatte das Organisationsteam mit Melanie Göttler, Tanja Plieninger und Andrea Stiglmayr die Aufführung geplant. Rund vier Monate haben die Schauspieler, Synchronschwimmer, Taucher und Kerzenschwimmer der Wasserwacht das Weihnachtsschwimmen einstudiert. „Es ist mittlerweile eine richtige Freundschaft unter uns entstanden“, sagt Daniela Doll. 76 Kinder und 26 Erwachsene waren bei der Aufführung dabei. Der erste Teil dauerte rund eineinhalb Stunden. Den Abschluss bildeten die Taucher. Wieder war es duster.

Sie befestigten vier Leuchten an Armen und Beinen. Die weißen und orangefarbenen Lichtstäbe glitzerten im Wasser, im Hintergrund lief moderne Popmusik. Nach dem zweiten Teil des Märchens machten sich die Synchronschwimmerinnen in goldenen und silbernen Badeanzügen bereit. Sie formten mit ihren Körpern im Wasser Sterne oder einen meterlangen Christbaum. Die Zuschauer klatschten bei der Vorstellung mit. Zum Finale tauchte ein Christbaum aus Plastikgirlanden aus dem Wasser, die Schwimmerinnen setzten Kerzen darauf. Und Publikum und Darsteller sangen mit Wunderkerzen in der Hand „Oh Tannenbaum“.

Die Eiskönigin wird am Samstag, 16. Dezember, um 19 Uhr und Sonntag, 17. Dezember, um 17 Uhr im Indersdorfer Hallenbad aufgeführt.

Anna Schwarz

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