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Danke fürs Engagement: Werner Arm (M.), Schorsch Brettmeister (r.) und Susanne Kersten.

Neuwahlen beim Verschönerungsverein Indersdorf

Werner Arm hört nach 40 Jahren auf

Gärten, Natur – kaum etwas anderes bewegt Werner Arm so sehr. 40 Jahre lang war er der Chef des Indersdorfer Verschönerungsvereins. Jetzt ist es für ihn Zeit, aufzuhören. Ein Ziel hat er leider nie erreicht – dafür viele andere.

Indersdorf– Den Verschönerungsverein Indersdorf gibt es ja schon seit 1887, und seit vierzig Jahren hat dieser Verein auch den Hinweis auf Gartenbau und Landschaftspflege im Vereinsnamen. Seither war Werner Arm Vorsitzender, doch bei der Jahresversammlung hat der 71-Jährige jetzt sein Amt an Hildegard Pierzyna abgegeben.

Arm nutzte vor den 70 Mitgliedern im Hohenester-Saal von Glonn die Gelegenheit, auf die vergangenen 40 Jahre zurückzublicken. Mit dem Beginn seiner Amtszeit ist der Zusammenschluss der beiden einst selbstständigen Vereinen erfolgt. 1978 waren es 150 Mitglieder, heute sind es 174. Doch Arms Wunsch, die 200er-Marke zu knacken, hat sich nie erfüllt.

Im neuen Führungsteam ist Hildegard Pierzyna (3.v.l.) jetzt Vorsitzende. Werner Gruber (l.) und Franz Obesser (5.v.r.) gratulierten

Waren in den 1980er-Jahren der Blumenschmuck ein Hauptaugenmerk, so wandelte sich dies im Laufe der Zeit immer mehr in Richtung Garten- und Obstbaumpflege. Der Verein bot Obstbaumschneidekurse sowie viele Fachvorträge zur Verwertung von Obst und Gemüse an. „Wir fuhren auch zu den Landesgartenschauen, und unsere Krauthobelaktion erfreut sich seit gut 20 Jahren großer Beliebtheit“, sagte Werner Arm. Er erinnerte daran, dass der Verein zum 100-jährigen Bestehen das Feldkreuz am Philosophenweg aufstellte und vor drei Jahren den Taubenschlag an der Glonnbrücke renovierte. Auch 40 neue Ruhebänke tragen die Handschrift des Vereins. Das Gesellschaftliche kam ebenfalls nie zu kurz. Das zeigten die vielen Sommerfeste und Ausflüge.

Arms Engagement verdient Anerkennung. Das betonten nicht nur seine Stellvertreterin Reinhilde Drexler, sondern auch Bürgermeister Franz Obesser und der Kreisvorsitzende der Gartler Werner Gruber. „Er hat seine Arbeit mit Herz und Verstand gemacht“, sagte Drexler, die Arm mit einem Geschenkkorb dankte und einen Blumenstrauß an Gattin Hildegard überreichte.

Bei den Ehrungen vergaß man auch Susanne Kersten und Schorsch Brettmeister nicht, die beide ebenfalls 40 Jahre im Vorstand mitwirkten. Kersten war zwölf Jahre Beisitzerin und acht Jahre stellvertretende Vorsitzende. Bei Brettmeister hört sich sein Engagement ähnlich an: Er war auch acht Jahre stellvertretender Vorsitzender und sogar 32 Jahre Beisitzer. Die Ehrung des Kreisverbandes übernahm Werner Gruber. Er dankte Arm, Kersten und Brettmeister mit Urkunden und Ehrennadeln am Bande für die Unterstützung der gemeinsamen Ziele.

Die gut vorbereitete Neuwahl zu leiten, war für Gruber kein Problem. Die neue Vorsitzende ist Hildegard Pierzyna, Doris Ulbrich ist die neue Stellvertreterin und Reinhilde Drexler übernahm das Schriftführer-Amt, das sie ja schon eineinhalb Jahre kommissarisch ausgeübt hatte. Kassier bleibt Konrad Schwaiger. Zu Beisitzern im Vorstand wählte man Elisabeth Appelt, Werner Arm, Claudia Cramer, Marlene Dallmayr, Syliva Geißler, Erwin Hilkinger, Susanne Kersten und Georg Mair. Als Kassenprüferinnen stellten sich Irene Kraus und Cilly Lechner zur Verfügung.

Die neue Vorsitzende begrüßte es, dass Werner Arm dem neuen Vorstand mit Rat und Tat zur Seite steht. Vordergründig geht es nun um die Eintragung als e.V. und die einstimmig beschlossene Satzungsänderung, die zum Ziel hat, den Vorstand von der Haftungsfrage zu entlasten. Wunsch der neuen Vorsitzenden ist es, dass sich möglichst viele Mitglieder auch am Kreiswettbewerb beteiligen, bei dem es heuer um natürliche Lebensbereiche für Pflanzen und Tiere im Garten geht.

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