Wichtige Finanzspritze: Hans Reif (links) und Roland Ostermair auf der schneebedeckten Freibad-Terrasse. Sie freuen sich sehr über die 3000-Euro-Spende der Ippen-Stiftung.
+
Wichtige Finanzspritze: Hans Reif (links) und Roland Ostermair auf der schneebedeckten Freibad-Terrasse. Sie freuen sich sehr über die 3000-Euro-Spende der Ippen-Stiftung.

Wichtige Finanzspritze von der Ippen-Stiftung

Zuversicht beim Freibad-Verein

Beim VfB Ainhofen ist man voller Zuversicht, heuer doch wieder das beliebte Freibad im Norden des Landkreises öffnen zu können. Auch wegen einer großzügigen Spende.

Ainhofen – Jeden Tag schaut der Vorstand des Trägervereins auf die Inzidenz-Zahlen. Die Hoffnung wächst, im Sommer wieder Badegäste in Ainhofen empfangen zu können. 2020 war das wegen der Corona-Pandemie ja nicht möglich. Das war das erste Mal in der 60-jährigen Freibad-Geschichte.

Was die Freibad-Öffnung angeht, hat sich die VfB-Führung bereits im ersten Corona-Jahr über die Abläufe in kommunalen Freibädern unter Pandemie-Bedingungen informiert. Nachdem das Freibad von einem Verein betrieben wird, sind den Ainhofenern insbesondere hinsichtlich der Personalkosten Grenzen gesetzt. Der Kioskbetrieb – eine wichtige Einnahmequelle – muss unter realistischen und umsetzbaren Bedingungen möglich sein, nur so ist ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb möglich. „Ohne Kioskbetrieb wird es keinen Freibad-Betrieb geben“, war von Vorstandsmitglied Roland Ostermair zu erfahren.

Das absehbare Hauptproblem sind die Badetage bei länger anhaltender Hitzeperiode und entsprechendem Ansturm. Die normale Grundauslastung wäre wahrscheinlich auch unter Coronabedingungen machbar. Doch insbesondere eine Zugangslimitierung (Überwachung der Anzahl der Badegäste) und die notwendigen Hygienemaßnahmen erfordern wesentlich höhere Personalkapazitäten.

Gerade in Zeiten, wo Urlaubsreisen nur eingeschränkt möglich sind, wäre es wichtig, Naherholungsmöglichkeiten wie das Freibad in Ainhofen verfügbar zu haben. „Viele merken erst, was man vor Ort hat, wenn es plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht“, unterstreicht Vereinschef Hans Reif. Er gilt als „Motor“ des Freibads.

Reif hofft, dass sich bis spätestens Mitte März abzeichnet, unter welchen belastbaren Rahmenbedingungen Freibäder in Bayern öffnen dürfen. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein positiv eingestellter Mensch bin und deshalb davon ausgehe, dass wir heuer zum Badebetrieb zurückkehren werden“, erklärt Reif.

Und die technischen Anlagen müssten eigentlich wieder laufen, um Standschäden zu verhindern.

Der VfB-Vorsitzende dankt allen, die in schweren Zeiten über den Freibad-Förderverein das vor allem von Familien sehr geschätzte Freibad unterstützten und weiter unterstützen werden. Dazu gehört auf jeden Fall die Ippen-Stiftung, die dem VfB mit einer 3000-Euro-Spende unter die Arme gegriffen hat.

Diese vom Verleger des Münchner Merkurs gegründete Stiftung hat auf die finanzielle Notlage des Vereins reagiert, der 2020 ohne Einnahmen geblieben war, aber dennoch die umfangreichen Ausgaben für Pachtverpflichtungen, Versicherungen und weitere Verbindlichkeiten schultern musste. Zumal 2020 nicht nur der Badebetrieb eingestellt werden musste, sondern auch die Haupteinnahmequelle, die traditionelle „Caribic-Night“; die beliebte Tanz- und Badenacht konnte nicht stattfinden. Corona hat auch die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des Freibads verhindert. Inwieweit diese Feierlichkeiten nachgeholt werden können, muss sich erst noch zeigen.

Josef Ostermair

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare