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Nicht mehr erwünscht – aber noch geduldet: Plakate an mobilen Anhängern wie hier vor Niederroth können bleiben, unzulässige Werbung soll aber künftig aus dem Indersdorfer Gemeindegebiet verschwinden.

Ab jetzt drohen Bußgelder 

Satzung gegen wilde Werbung

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Indersdorf  Küchenwerbung am Gartenzaun, Schnäppchenangebote am Laternenpfahl – schon seit langem stören sich die Indersdorfer Kommunalpolitiker an den zunehmenden Werbeflächen in der Gemeinde. Sie seien nicht nur unschön, sondern auch gefährlich. Doch damit ist es nun vorbei. Jetzt haben die Räte eine Satzung verabschiedet.

Bereits seit einigen Jahren stellen die Indersdorfer Gemeinderäte und die Verwaltung fest, dass die Außenwerbung im Gemeindebereich stark zunimmt. Das ärgert die Kommunalpolitiker, denn: Zum einen, ist die Werbung nicht besonders hübsch, zum anderen kann sie auch gefährlich sein.

„Diese Werbeanlagen lenken dann nicht nur vom Verkehr ab, sondern verunstalten meistens auch noch das Ortsbild der näheren Umgebung“, so die Meinung der Verwaltung. Deshalb haben die Gemeinderäte jetzt eine Satzung verabschiedet, die zwar das wilde, gewerbliche Plakatieren verbietet – generell soll aber Werbung weiterhin möglich sein. Das bedeutet: Der örtliche Gewerbetreibende kann nach wie vor Werbung an der Stätte der Leistung betreiben (am Gebäude oder auf dem Grundstück). Es wird auch weiterhin allgemeine Werbung geben, allerdings stark eingeschränkt.

Verschwinden muss die Art von Werbung, die „an ortsfesten Einrichtungen weniger als 30 Meter von der Straße entfernt ist“, erklärt Indersdorf Geschäftsleiter Klaus Mayershofer. Das gilt für die Hauptstraßen, die meisten Ortsverbindungsstraßen und einige andere Straßen innerhalb der Gemeinde – egal ob es sich dabei um öffentlichen oder privaten Grund handelt. Bisher konnte die Gemeinde nur die Werbemittel entfernen, die sich auf öffentlichen Grund befanden. Schwierig wird es auch künftig bei den mobilen Werbeanhängern, wie etwa der große, bekannte Anhänger auf der Wiese am Niederrother Ortseingang oder viele andere im Gewerbegebiet. Sie dürfen bleiben. „Im Gewerbegebiet könnten wir das nur mittels Parkzeitbegrenzungen beeinflussen – und das ist schwierig“, sagte Mayershofer. Eine Regelung steht noch nicht fest.

Doch eine Gruppe ist ausgenommen von der Satzung: die örtlichen Vereine. Sie können wie bisher auf ihre Veranstaltungen hinweisen. „Wir wollen natürlich, dass unsere Vereine weiter ihre Feste und Veranstaltungen bewerben können“, erklärt Mayershofer. „Wir wollen die heimischen Vereine ja unterstützen, nicht strafen.“ Bestraft werden nur die Gewerbetreibenden, die sich künftig nicht an die Satzung halten. „Das kann richtig teuer werden“, sagt Mayershofer. Bußgelder bis zu 500 000 Euro sind möglich.

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