Hauptversammlung der Feuerwehr

Ohne Unterstützung geht es nicht

Indersdorf - 2747 Stunden. So viel ihrer Freizeit haben die Indersdorfer Feuerwehrler geopfert, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Doch all die Übung wäre umsonst, wenn Arbeitgeber die Feuerwehrler im Notfall nicht freistellen – oder Selbstständige gar auf Verdienst verzichten würden.

Weil dieses Zusammenspiel von Helfer und Unterstützer in Indersdorf funktioniert, ist Kommandant Thomas Burgmair sehr dankbar. Das zeigte sich sich bei der Hauptversammlung der Wehr. Bei der Veranstaltung fanden, neben der Wahl eines neuen Schriftführers, zahlreiche Ehrungen statt.

Seit 20 Jahren bei der Indersdorfer Wehr sind Tobias Bopfinger und Andreas Spaderna

Kommandant Thomas Burgmair legte seinen Bericht über das vergangene Jahr vor. Für die Indersdorfer Wehr war es ein ruhiges Jahr – zumindest auf die Einsatzzahlen bezogen. Zu insgesamt 108 Einsätzen rückten die Kameraden aus. Neben Bränden wie dem des landwirtschaftlichen Gespanns in der Dachauer Straße oder dem am Jugendfreizeitgelände überwog die Zahl der technischen Hilfeleistungen. Während die Zahl der Nachteinsätze konstant blieb, stieg die Zahl der Tageseinsätze im letzten Jahr an. Zu 52 Einsätzen musste die Feuerwehr untertags an Werktagen ausrücken.

seit 40 Jahren treu sind Hans Böller, Herbert Thinnes und Paul Böller

Burgmair dankte hier allen Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter für den Feuerwehrdienst tagsüber freistellen. Auch dankte er den Selbstständigen, die ihre Zeit für die Einsätze opfern. Besonders betonte er die Wichtigkeit der Mitarbeiter des Bauhofs für die Tageseinsätze. Dort sind derzeit fünf Kameraden beschäftigt, ohne deren Einsatz das „Tagesgeschehen“ nicht abzuarbeiten wäre.

Die neun Gruppen der Feuerwehr, darunter eine Jugendgruppe, opferten 2747 Stunden ihrer Freizeit für Übungen. Allein die Jugend kam auf die beachtliche Zahl von 564 Übungsstunden. Der Fuhrpark wurde um einen Gerätewagen Logistik ergänzt, der im Sommer bei einer internen Feier gesegnet wurde und sich in ersten Einsätzen bereits gut bewährt hat (wir haben berichtet). Das in die Jahre gekommene Versorgungsfahrzeug wurde dafür ausgemustert.

Der stellvertretende Vorsitzende Maximilian Hinkofer, der im Hauptberuf Rettungsassistent ist, klärte in einem thematischen Teil über die Gefahren von Infektionen auf und wie diese im Alltag und im Einsatz verhindert werden können.

Nach Grußworten des Bürgermeisters Franz Obesser und des scheidenden Kreisbrandrats Heinrich Schmalenberg folgte die einzige Wahl des Abends: Der bisherige Schriftführer, Florian Socher, trat aus beruflichen Gründen zurück. ZUm Nachfolger wurde einstimmig Peter Doll gewählt.

Ein gesellschaftlicher Höhepunkt im vergangenen Jahr war das Gartenfest. Zum ersten Mal gab es diesmal im Anschluss einen Barbetrieb in der Waschhalle – die Besucher waren begeistert.

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